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Über den Autor

Jochen Wildt ist 43 Jahre jung und lebt in Bad Oldesloe. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann entdeckte er während des Zivildienstes die Freude an der Arbeit mit Menschen. Im Anschluss an die Ausbildung zum Erzieher und 15 Jahre in der Behindertenarbeit wagte er den Sprung in den Kindergarten, um mit 3 – 6-jährigen Kindern die Welt zu entdecken. Durch ein Klimaschutzprojekt in der Kita entstand die Idee für Flupsi und der Wunsch etwas «Sichtbares» zu schaffen. Er ist Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins Nicos Farm e.V.

Über die Illustratorin

Katja Berling wurde 1973 im niedersächsischen Umland von Bremen geboren. Aufgewachsen mit viel ländlichem Raum und einem winzigen Kinderzimmer verzierte sie schon früh die Einrichtungsgegenstände ihrer Eltern und hörte auch während der Schulzeit nicht auf zu zeichnen. Erste ernsthafte Kontakte zu Grafik-Design und Illustrationen knüpfte sie während eines Praktikumsjahres in Oldenburg (Oldbg.) und studierte anschließend Kommunikations-Design an der Muthesius Hochschule in Kiel. Seither ist sie Art Direktorin in einer Werbeagentur in Hamburg. Sie lebt mit ihrer Familie in Reinbek.

Inhalt

Die steckbriefe der Elbspürnasen

Flupsi

Finn

Henri

Paul

Yessi

Das ist voll gemein!

Yessi frühstückt mit Mama und Papa. Das dauert samstags immer ganz lange. Mama macht Pläne für die Herbstferien und Papa liest ganz ausführlich im Stichpunkt. «Sag mal, Frank. Wollen wir nicht in den Herbstferien alle an die Nordsee fahren?» «Klar, gerne! Was meinst du denn dazu, Yessi?» Yessi überlegt nicht lange: «Nee, ich wollte doch mit Henri, Paul und Finn das Flupsimobil reparieren!»

Yessis Eltern sind nicht wirklich begeistert. In den Herbstferien gemeinsam ans Meer fahren, finden eigentlich alle toll. Yessi schlägt vor, dass sie bei Oma und Opa in Hamburg bleibt und Mama und Papa alleine an die Nordsee fahren. Mama ist zwar nicht begeistert, stimmt aber zu. Papa blättert weiter in der Zeitung. Auf einmal haut er wütend auf den Tisch: «Das kann doch nicht wahr sein!» Yessi fragt erschrocken: «Was denn? Was ist denn passiert?» «In Planten un Bloomen war eine Gruppe mit behinderten Kindern auf dem Spielplatz …», will Frank antworten, aber Yessi unterbricht ihn: «Na und, das ist doch kein Verbrechen!» «Das nicht. Wenn aber diesen Kindern der Rollstuhl vor der Nase weggeklaut wird, dann ist das ja wohl eine Riesensauerei!», schimpft Yessis Papa wütend.

Yessi kann gar nicht glauben, was ihr Papa da gerade erzählt hat. Sie muss den Bericht erst einmal selber lesen. Als sie damit fertig ist, schmeißt sie die Zeitung wütend auf den Küchenboden: «Wie kann jemand so etwas nur machen? Das ist doch voll gemein! Die armen Kinder! Hoffentlich fängt die Polizei diese Diebe ganz, ganz schnell!»

Ein Eisbär mitten in Hamburg?

In knapp zwei Wochen beginnen in Hamburg die Ferien. In letzter Zeit hörten Yessi und ihre Freunde immer häufiger von Raubüberfällen auf behinderte Menschen in Hamburg. Jedes Mal wurde den Menschen der Rollstuhl geklaut. Die Bewohner in Hamburg bekommen wenig mit, da Fernsehen und Zeitungen kaum über diese Verbrechen berichten. Laut den wenigen Informationen, die die Elbspürnasen ergattern konnten, tappt die Polizei noch immer im Dunkeln.

Es ist Samstag und Yessi und Paul haben sich verabredet, um in Altona Materialien für das Flupsimobil zu kaufen. Es gibt viel zu reparieren, denn bei ihrem letzten Abenteuer, bei dem sie den Eisbären Nanoq in allerletzter Sekunde retten konnten, ist ihr Fahrzeug fast komplett durch einen Sturm zerstört worden.

Paul steht schon am Bahnhof, als Yessi ihm freudestrahlend entgegenkommt. «Hallo, Yessi. Schön, dass du heute Zeit hast.» «Klar doch! Wird ja auch Zeit, dass unser Flupsimobil endlich wieder funktioniert!» Die beiden Freunde gehen direkt zu ihrem Lieblingsladen «Sonne, Wind und Wasser». Hier bekommen sie alles, was sie für die Reparatur ihres umweltfreundlichen Flupsimobils brauchen.

Als sie an einem Spielplatz vorbeikommen, hält Yessi auf einmal an. «Hast du das auch gehört?» «Ja, klingt fast wie das Wimmern von Nanoq auf seiner Eisscholle», lacht Paul. «Hihi! Das ist wohl eher ein Strandbär auf seiner Sandscholle mitten in Hamburg!», witzelt Yessi zurück. Das Geräusch wird immer lauter. Neugierig gucken sie sich auf dem Spielplatz um. In einer Sandkiste bemerken sie einen kleinen Jungen, der auf