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Impressum

Scholz, Michael: Eine kurze Geschichte der Blutdruckmessung:

Mit einem kleinen Exkurs zu Stethoskopen, Sphygmomanometer und in die Veterinärmedizin

DNB-Autorennr.: 124993974

© 2018 Michael Scholz

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 9783746054728

Inhalt

  1. Vorbemerkung
  2. Der Blutdruck und seine Messung
  3. Wie alles begann – Stephen Hales und seine Pferde
  4. Die Anfänge der non-invasiven Blutdruckmessung
  5. Riva-Rocci, Korotkow, Cushing und von Recklinghausen - Der Weg zur modernen Blutdruckmessung
  6. Stethoskop und Sphygmomanometer
  7. Literaturliste
  8. Bildquellen

I. Vorbemerkung

Blutdruck ist etwas Feines, ich persönlich schätze meinen Blutdruck sehr. Genauso wie die regelmäßige Respiration, also die Atmung. Beide möchte ich nicht missen.

Heutzutage ist es auch einfach, den Blutdruck zu ermitteln. Mit kleinen elektronischen Geräten geht dies ganz bequem zu Hause. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg. Viele Menschen haben im Laufe von gut zweihundert Jahren daran gearbeitet, dass wir es heute so einfach haben. Und eben diesen langen Weg möchte ich an dieser Stelle aufzeigen.

Hier geht es auch nicht darum, zu beschreiben, wie man „richtig“ Blutdruck misst, die Ausführungen im nächsten Kapitel hierzu sind nur oberflächlich und ersetzen keine fachgerechte Ausbildung zum Thema Blutdruckmessung.

II. Der Blutdruck und seine Messung

Um mal wieder den viel strapazierten Professor Bömmel aus der Feuerzangenbowle zu zitieren: Wat is ein Blutdruck? Da stellen wir uns ma janz dumm...

Blutdruck wird fachlich auch „Gefäßdruck“ genannt und durch diesen weiteren Begriff merkt man schon langsam, wie der Hase läuft. Es handelt sich nämlich um die Kraft pro Fläche, die zwischen Blut und Gefäßwänden der Arterien, Kapillaren und Venen ausgeübt wird, wobei beim Blutdruck meist der Druck in den größeren Arterien gemeint ist.

So, jetzt wissen wir, was ein Blutdruck ist, aber wie misst man ihn? Will man ja auch wissen... Dazu gibt es zwei prinzipielle, nämlich die direkte und die indirekte Messung. Bei der direkten Messung handelt es sich um eine invasive Methode, bei der ein Blutgefäß, meist eine periphere Arterie, die man sonst eh nicht so dringend braucht, punktiert und ein Katheder eingeführt wird. Durch die Verbindung mit einem Drucksensor kann man eine Blutdruckkurve auf einem Monitor darstellen. Nachdem es sich hierbei um eine Methode handelt, die zwar für höchst genaue Langzeitmessungen in der Klinik sehr, für den Laien aber weniger geeignet ist, soll sie hier nur kurz erwähnt sein.

Die zweite, non-invasive Methode ist die Blutdruckmessung, wie wir sie kennen. Zumeist wird die auskultatorische MessungKorotkow-Geräusch