Lebenshilfen aus dem Institut für Seelsorgeausbildung (ISA)
Band 1
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ISBN: 978-3-7322-2353-4
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Betrachtungen zum Neuverständnis
Lebenshilfen aus dem Institut für Seelsorgeausbildung (ISA)
Band 1
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„’Denn das mußt du wissen, Chef: Gott ist ein Edelmann, und der wahre Adel liegt im Verzeihen!’ An jenem Abend, als Sorbas sich in diesem spaßigen Tiefsinn erging, mußte ich lachen, wenn ich nicht irre. In meiner Brust aber nistete sich dieser mitleidige, freigebige und allmächtige ‘Adel’ Gottes ein.“
Nikos Kazantzakis1
1 Nikos Kazantzakis, Alexis Sorbas: Abenteuer auf Kreta , aus d. Neugriech. übertragen v. A. Steinmetz, 11. Aufl. (Rowohlt: Hamburg, 1978), 90f.
Einerseits entstand durch die Tiefenpsychologie im 20. Jahrhundert ein verstärktes Bewusstsein dafür, dass die unbewältigte Vergangenheit Menschen schwer belastet. Andererseits hat die Erkenntnis der Zusammenhänge von Schuld und individueller Lebensgeschichte dazu geführt, Verhalten schon allein deshalb zu entschuldigen, weil man sich sein Zustandekommen einigermaßen erklären kann. Wenn ich nun einmal so geworden bin - wer will mir dann noch Vorwürfe machen? „Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht, wir wären gut, anstatt so roh, doch die Verhältnisse, sie sind nicht so“2 (Bert Brecht). Das Thema „Vergeben und Verzeihen“ interessierte die psychologisch geprägte Öffentlichkeit kaum. Erst recht geriet die Schuld vor Gott aus dem Blick. Vergebung wurde als ein uraltes Mysterium der Kirche verstanden, aber nicht so, dass der moderne Mensch sie wirklich nötig hätte, abgesehen vielleicht von einigen besonders schlimmen Fällen.
Lange Zeit war „Vergebung“ also ein Un-Wort. Das ist heute nicht mehr so. Es hat sich so etwas wie eine „Kultur der Vergebung“ herausgebildet.3 Einer der ersten Psychologen, die den Weg zur Wende wiesen, war Reinhard Tausch. Er schrieb 1993 einen bemerkenswerten Artikel für „Psychologie heute“, in dem er feststellte: „Das Vergeben ist [...] von großer Bedeutung. Um so verwunderlicher ist, daß in den wissenschaftlichen Lehrbüchern der Psychologie und auch in internationalen Psychologie-Fachzeitschriften dieser seelische Vorgang sehr selten erwähnt wird.“4 In der selben Ausgabe sprach Chefredakteur Heiko Ernst die gefährlichen Schäden der Unversöhnlichkeit in unserer Gesellschaft an:
„Eine Psycho-Kultur des Individualismus, der Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung hat den Umgangston härter und schroffer gemacht. Kränkungen und Verletzungen, die man durch andere erleidet, sind heute ‘Majestätsbeleidigungen’, die schwer bestraft und kaum vergeben werden können. [...] Eine Welle von Zivilprozessen überflutet unser Rechtssystem, Rechthaberei und Rachegefühle vergiften Nachbarschaften, Arbeitsbeziehungen, Familien- und Vereinsleben zusehends.“5
Die Erkenntnis festigte sich im Lauf der Zeit. Neun Jahre später war wieder in „Psychologie heute“ zu lesen: „Es gibt kaum ein komplexeres und wichtigeres psychologisches Thema als die Psychodynamik der Vergebung. [...] Die Fähigkeit oder das Unvermögen zu verzeihen prägt die Qualität unseres sozialen Lebens und entscheidet über unseren Seelenfrieden.“6
Durch Unversöhnlichkeit schädigen wir uns selbst und unsere Beziehungen. Destruktive Spiralen der Bitterkeit und des Grolls entstehen, die auf lange Sicht den Charakter prägen können. Wir blockieren notwendige Veränderungen, wir halten die Vergangenheit fest und sind deshalb nicht frei für die Zukunft. In der Unversöhnlichkeit kann die Verletzung nicht heilen; wir weichen dem Schmerz aus und ersetzen ihn durch Selbstmitleid und verdammende Ablehnung des Täters. Wir zeigen mit dem Finger auf den anderen und lenken dadurch von uns selbst ab. Wir binden uns auf negative Weise an die Menschen, denen wir nicht ver-geben, weil wir den Anspruch nicht auf-geben, sie müssten sich demütigen oder bestraft werden, und dadurch lähmen wir unsere eigene Entfaltung.7 Durch Unversöhnlichkeit vergiften wir uns selbst: Wir haben viel mehr Stress dadurch. Wir können nachhaltige psychosomatische Störungen davontragen. Das Immunsystem wird geschwächt. Einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt ist dem Forschungsbefund nach die Feindseligkeit. Es handelt sich um das buchstäblich „enge Herz“.
So schädigend Unversöhnlichkeit ist, so heilsam ist Vergebung. Sie ist „nichts anderes als eine Kraft zur Verwandlung“8, findet die Logotherapeutin Elisabeth Lukas, ein schöpferischer Prozess, der wirkliche Erneuerung hervorbringt. Das bekräftigen mittlerweile viele wissenschaftliche Untersuchungen, die vor allem in den USA durchgeführt wurden. Heiko Ernst zitiert Redford Williams, einen bekannten Herzinfarktforscher: „Das ist die Botschaft der Forschungsergebnisse: Wer ein vertrauensvolles Herz hat, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund und wird alt. Was ist das vertrauensvolle Herz? Die einfachste Antwort: Das Gegenteil des feindseligen Herzens.“9
„Der wahre Adel liegt im Verzeihen!“ Verzeihen ist der Königsweg der Humanität. Vergebung ist die Krone der Menschlichkeit. Nichts liegt näher. Nichts ist schöner und befreiender. Nichts ist edler. Wir können verzeihen, weil Gott verzeiht. Wir dürfen an seiner Großzügigkeit teilhaben.10
In der Alltagssprache ist „Vergeben“ dasselbe wie „Verzeihen“. Die Worte meinen ursprünglich auch wirklich Ähnliches: „Vergeben“ ist das Fort- und Hergeben eines Anspruchs einer anderen Person gegenüber und „Verzeihen“ kommt von „Verzichten“. Trotzdem: „Vergeben“ fühlt sich gewichtiger an als „Verzeihen“. „Vergib mir bitte...“ klingt ernster als „Verzeih, dass ich zu spät gekommen bin“. Verzeihen ist ein umgangssprachliches Wort, Vergeben ist eigentlich ein theologischer Begriff. Ähnlich ist es mit „Schuld“ und „Sünde“. In der Bibel werden die beiden synonym verwendet und doch scheint „Sünde“ das Gewichtigere zu sein. Was Schuld ist, lässt sich einigermaßen gut einsehen, aber das Wesen der Sünde scheint ein Mysterium zu sein. Ich kann meinen Mitmenschen um Entschuldigung bitten, nicht aber um Entsündigung. Sünde hat es mit Heiligem zu tun. Darum ist Sünde erst recht ein theologischer Begriff.11
Schuld lässt sich soziologisch und psychologisch definieren. Dazu brauchen wir keine Theologie. Mit der Sünde ist es anders. Es muss misslingen, sie nicht-theologisch zu deuten.12 Genau das geschieht aber allenthalben. Diesem Wort wird Gewalt angetan. Oscar Wilde konnte immerhin als Rebell des viktorianischen Zeitalters die Sünde noch „das einzige echte Farbenelement, das unserm modernen Leben geblieben ist“, nennen.13 Heute würde er damit auf Unverständnis stoßen. „Warum die Sünde?“ würde man ihn fragen. Das Wort spielt keine Rolle mehr. Durch seine Säkularisierung ist „Sünde“ zu einem selten gebrauchten Ersatzwort für Frivolität und gewisse andere Grenzüberschreitungen verkümmert; wo immer das Wort noch außerkirchlich gebraucht wird, schwingt jedenfalls ein ironischer Beiklang mit, eine Art Augenzwinkern: Wenn ich „Sünde“ sage, dann nehme ich ein starkes Wort für meist durchaus verzeihliches Verhalten.
Gesellschaftlich legitim scheint die Verwendung des Wortes „Sünde“ also nur noch dann zu sein, wenn damit gerade das Gegenteil seines ursprünglichen Ernstes bezeichnet wird. Nicht Gottes Zorn wird assoziiert, sondern menschliches Schmunzeln. Dem Sündenbegriff Gewicht zu geben ist tabu. So geht es diesem Wort auch in der Kirche. Man kann es dort nicht ganz vermeiden, weil es so oft in der Bibel steht und fester Bestandteil der kirchlichen Tradition ist. Aber es ist peinlich.14 Darum geht man ihm entweder aus dem Weg, so gut man kann, oder man macht aus der Not eine Tugend. Ist Angriff nicht die beste Verteidigung? Die böse Welt und das lasche Christentum seien schuld daran, dass die Sünde zum Sprachfossil mutiert. Man müsse sie endlich wieder beim Namen nennen!
Doch was soll das heißen? Sünde wird gerade nicht beim Namen genannt, wenn man das Wort ständig von sich gibt und nicht sehr genau konkretisiert, was damit eigentlich gemeint sein soll. Gerade das hat ja schließlich dazu geführt, dass „Sünde“ heute ein No-Go ist. Nicht erst durch die inhaltliche Entleerung im säkularen Gebrauch wird dem Wort Gewalt angetan, viel mehr ist das durch seinen Missbrauch in der Kirche selbst geschehen. Der Sündenbegriff erfuhr über Jahrhunderte hinweg eine sehr starke moralistische Verengung. Kann er überhaupt noch anders gedacht werden als mit der Assoziation des erhobenen Zeigefingers? Wer von Sünde spricht, ruft die Vorstellung von Lebensfeindlichkeit hervor, einer Stacheldrahtverzäunung durch Verbote, die Lust und Vergnügen rigoros verbieten. Der Thesaurus meines Textprogramms nennt als Bedeutungen und Synonyme zum Stichwort „Sünde“ fast ausschließlich finstere Moralbegriffe wie „Verfall“, „Auflösung“, „Niedergang“, „Laxheit von Sitte und Ordnung“, „Laster“, „Schlechtigkeit“ und „Verbrechen“. Sünde ist gleichgesetzt mit Unmoral. Nicht zu sündigen hieße demnach moralisch konform zu sein, den jeweils dominierenden Normen gemäß. Nicht zu Unrecht meinte Erich Fromm: „Im üblichen theologischen und säkularen Sprachgebrauch ist Sünde ein an autoritäre Strukturen gebundener Begriff“.15 Dieses Bild fügt sich nahtlos zur Missbrauchsgeschichte von Worten wie „Zucht“, „Buße“ und „Gehorsam“, deren Schicksal ähnlich ist wie das von „Sünde“: Sie sind fast ausgestorben, und wenn sie doch noch verwendet werden, dann verbindet sich Angst und Beklemmung damit. Was diese Worte so beschmutzt hat, ist das Unmaß des Leidens, das dadurch entstand, dass sie viel zu lang und viel zu sehr in den Sklavendienst der Erziehung zu einer durch Angst erzeugten Autoritätsergebenheit genommen wurden, die zunächst höchst sittenstreng, sehr zuchtvoll, sehr gehorsam und leider oft auch fromm erschien, um sich dann aber urgewaltig böse in exzessiven Eruptionen zerstörerischen Wahnsinns als tödliche Flut durch die furchtbarsten Kriege der Menschheitsgeschichte und die unsägliche Abschlachtung all derer, denen die dämonisierten Sittenwächter den Judenstern der Unmoral angeheftet hatten, über die ganze Welt zu ergießen.
Es ist nicht nur kein Wunder, dass Worte wie „Sünde“, „Zucht“ und „Gehorsam“ weithin aus dem Sprachgebrauch verschwunden sind, es ist auch gut so. Sie müssen neu beim Namen genannt werden: Sie brauchen neue semantische Bestimmungen, die sie vom Schmutz des jahrhundertelangen Missbrauchs reinigen. Wenn Bibelübersetzer die Heilige Schrift in eine neue Sprache transferieren, achten sie mit großer Sorgfalt darauf, dass sie nur solche begrifflichen Äquivalente verwenden, die im Verstehenshorizont dieser Menschen dem eigentlich gemeinten Sinn des biblischen Ausdrucks so genau wie möglich entsprechen. So kann schon einmal aus einem Schaf ein Schwein werden. Möglicherweise befinden wir uns in unserem Kulturkreis an einer semantischen Schwelle des Bibelverständnisses, jenseits derer sich einige Worte gewandelt und gerade dadurch ihre ursprüngliche Bedeutung wiedergewonnen haben werden. Vielleicht bedarf es einer Übergangsphase des mühsamen Umschreibens, bis sich schließlich das jeweils neue Wort herauskristallisiert hat. Ich nehme an, dass der Prozess bereits im Gang ist. „Sünde“ ist eines dieser altersschwach gewordenen Worte, die sterbend in die Erde fallen und sich auflösen müssen, damit der unvergängliche Same ihrer inhaltlichen Wahrheit zu neuer Begrifflichkeit erwacht, die wieder von jedermann verstanden werden kann. Das ist nicht der Anfang vom Ende, sondern notwendiger, wenn auch schmerzlicher Wandel. Ich meine, dass dies Dietrich Bonhoeffer vor Augen schwebte, wenn er, tief betrübt über die Kraftlosigkeit der kirchlichen Verkündigung, gegen Ende seines kurzen, dichten Theologenlebens mehr und mehr über ein „religionsloses Christentum“ nachdachte. Das war sein Traum und seine Hoffnung: Dass nach dem Ende des „Dritten Reiches“ das Reich Gottes endlich neu hervorbrechen möge, indem das Wort Gottes neu gehört würde, nicht nur als Trostwort für die Schwachen und Gescheiterten am Rande, sondern als unerbittliches, klar verständliches, hochaktuelles Anspruchswort für die Starken und Erfolgreichen in den gesellschaftlichen Mittelpunkten.
Nie und nimmer ist Moral das Gegenteil von Sünde.16 Dies ist eine der Hauptbotschaften Jesu. Und das hat ihn ans Kreuz gebracht, weil sein Hauptfeind der Moralismus war. Das Gegenteil von Sünde ist nicht die Moral, sondern die Liebe.17 Das Wort „Sünde“ ist zum Fossil geworden, weil es aus seinem Verhältnis zur Liebe gelöst wurde. Nur von der Liebe her lässt es sich angemessen definieren und nur von der Liebe her kann es konkrete, glaubwürdige Aktualität zurückgewinnen.18 Sünde ist dort, wo die Liebe nicht ist. Moral kann ungeheuer lieblos sein. Dann wird sie selbst in höchstem Maß zur Sünde.
Vielleicht gelingt es ja sogar, das Wort „Sünde“ zu bewahren und es in der alten Hülle neu zu denken und zu sagen, so, wie es ursprünglich gemeint war: Sünde als das Gegenteil von Liebe, Sünde als gestörte Beziehung zu Gott, zum Nächsten und zu mir selbst. Vielleicht ist die Wiederentdeckung der Vergebung ein wichtiger Schritt dorthin. Ich schlage vor, einen ähnlichen Weg wie die Bibelübersetzer zu beschreiten: Einen möglichst genauen Transfer des ursprünglich Gemeinten in den Verstehenshorizont unserer Kultur. Das kann geschehen, wenn wir uns die Mühe machen, die Sünde beim Namen zu nennen, indem wir den Begriff selbst wenig verwenden, dafür aber so gut verständlich wie möglich von dem reden, was er bedeutet. Dieses Buch ist der Versuch, einige Texte der Bibel, die viel über Sünde und Vergebung sagen, so auszulegen, dass Sünde ein bisschen besser als das begriffen werden kann, was sie wirklich ist: Nicht Unmoral, sondern das Gegenteil von Liebe und Vertrauen.
2 Bert Brecht in der Dreigroschenoper, zit. in: Eberhard Schockenhoff, Schuld und die heilende Kraft der Vergebung - Überlegungen aus moraltheologischer Sicht, in: Lebendige Seelsorge (2001) 3/4, 202.
3 Michael Sievernich, Kultur der Vergebung: Zum päpstlichen Schuldbekenntnis, in: Geist und Leben (2001) 6, 455, 459. - Dabei muss allerdings zwischen echtem Bedürfnis nach Vergebung und schamloser Zurschaustellung von Schuld unterschieden werden - auch Letzteres ist Trend. „Der kollektive Unschuldswahn, in dem keiner sich persönlich betroffen weiß, verkehrt sich mit Hilfe eines subtilen psychologischen Verlagerungsmechanismus in die demonstrativ zur Schau gestellte Bereitschaft zum öffentlichen Schuldbekenntnis, das für den einzelnen gleichwohl folgenlos bleibt.“ Eberhard Schockenhoff, Schuld und die heilende Kraft der Vergebung - Überlegungen aus moraltheologischer Sicht, in: Lebendige Seelsorge (2001) 3/4,, 201.
4 Reinhard Tausch, Verzeihen: Die doppelte Wohltat, in: Psychologie heute (1993) 4, 20-26.
5 Heiko Ernst, Wer nachtragend ist, muß viel schleppen, in: Psychologie heute (1993) 4, 27.
6 Axel Wolf, Versöhnung: Die Kunst, neu anzufangen, in: Psychologie heute (2002) 8, 20. Er fährt fort: „Es ist erstaunlich, dass diese elementare menschliche Fähigkeit, von amerikanischen Forschern forgiveness genannt, erst vor kurzem einer Erforschung durch die Psychologie für würdig befunden wurde.“ Ebd. - U. Giesekus ist optimistisch: „Die Psychotherapeuten, die Schuld ausschließlich für ein von Gesellschaft und Kirche suggeriertes Phänomen halten, das dem Klienten ausgeredet werden muss, sind (glücklicherweise) vom Aussterben bedroht.“ Ulrich Giesekus, Glaub dich nicht krank: Befreites Christsein leben mit Illustrationen v. J.-P. Buchmeister (R. Brockhaus: Wuppertal, 2000), 114.
7 „Wer nicht vergeben kann, der wird von dem bestimmt, der ihn gekränkt hat. Er trägt die Wunde noch mit sich herum. Erst wenn ich vergebe, befreie ich mich vom andern. Manche werden nicht gesund, weil sie einem Menschen noch nicht vergeben haben.“ Anselm Grün, Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern: Spirituelle Wege zum inneren Raum (Kreuz: Zürich, 1998), 117.
8 Elisabeth Lukas, Psychotherapie in Würde: Sinnorientierte Lebenshilfe nach Viktor E. Frankl (Quintessenz: Berlin, München, 1994), 152.
9 Redford Willams, zit. in: H. Ernst, a.a.O., 29.
10 Mt 18,21ff.
11 Søren Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode, aus d. Dänischen übersetzt u. mit Anmerkungen versehen v. G. Perlet, Nachwort U. Eichler (Philipp Reclam jun.: Stuttgart, 1997), 90, 99, 102, 108; Wilhelm Stählin, Die Feier des Neuen Bundes: Betrachtungen zur Messe (Johannes Stauda: Kassel, 1963), 23; Ferdinand Ebner, Das Wort und die geistigen Realitäten: Pneumatologische Fragmente, Nachwort v. M. Theunissen, Lizenzausgabe (Suhrkamp: Baden-Baden, 1980 [1963]), 263.
12 Martin Heidegger hat darauf hingewiesen, dass die Sünde philosophisch nicht zu beweisen sei. Martin Heidegger, Sein und Zeit, 16. Aufl. (Max Niemeyer: Tübingen, 1986), 306.