Hallo liebe Leserinnen und Leser, in diesem Buch sollen den Lesern neben den Begriffen auch der Gegenstand der Unternehmensorganisation näher gebracht werden.
Ich möchte Ihnen einen Überblick über die grundlegenden Gestaltungsbereiche im Rahmen der Aufbauorganisation geben, wie z.B. Ein- und Mehrliniensysteme, Tensorganisation, Matrixorganisation, Funktionale- und Divisionale Systeme usw. Vor und Nachteile werden ausführlich erläutert, sowie die Organisationsformen im Rahmen der Aufbauorganisation erklärt.
Begriff, Gegenstand und Ziele der
Ablauforganisation werden erläutert und deren Ziele dargestellt.
Auch die Darstellung von Arbeitsabläufen im Rahmen der
Ablauforganisation gehört mit zum Inhalt und wird erklärt - hier
spielen verschiedene Diagramm Arten eine Rolle auf die eingegangen
wird. In dem Kapitel Projektmanagement, befasse ich mich
insbesondere mit dessen Gestaltungsformen, wie z.B. reine
Projektgruppen oder Matrix Projektgruppen. Im Kapitel der
Organisationsentwicklung werden von mir Möglichkeiten aufgezeigt,
die Unternehmen zur Verfügung stehen, um eine sachgerechte
Durchführung eines geplanten organisatorischen Wandels
sicherzustellen.
Jörg P. Ritter
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1. Organisationsbegriff
Begriff und Gegenstand der Unternehmensorganisation
Unternehmen werden zum Zwecke der Leistungserstellung und -verwertung betrieben. Dies geschieht durch eine Kombination der betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren als elementare Produktionsfaktoren, die Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe umfassen, sowie als dispositive Produktionsfaktoren, zu denen die Leitung, Planung und Organisation zählen.
Die Kombination der elementaren Produktionsfaktoren als Betriebsmittel, Werkstoffe und Arbeit im ausführenden Sinne bewirkt im Unternehmen drei Prozesse:
Diese betriebswirtschaftlichen Prozesse müssen in einem zweckentsprechend gestalteten Rahmen geschehen, um erfolgreich zu sein. Dazu dienen die Produktionsfaktoren, die Arbeit im dispositiven Sinne darstellen.
Als dispositive Produktionsfaktoren sind zu unterscheiden:
Die Notwendigkeit der Organisation ist darin begründet, dass Kraft, Wissen, Zeit und Kapital begrenzt sind.
Ein Unternehmen funktioniert nach bestimmten Regeln. Ein Teil dieser Regeln muss bewusst geschaffen werden. Wenn sie außerdem für einen längeren Zeitraum verbindlich und allgemeingültig sind, spricht man von Organisation.
Unter Organisation versteht man bewusst geschaffene, dauerhafte und allgemeingültige Regelungen. Durch sie werden die Aufgaben der Mitarbeiter und die optimale Aufgabenerfüllung festgelegt z.B..: Die Unternehmensleitung beschließt, dass alle Kundenanfragen innerhalb von drei Tagen beantwortet werden müssen.
Vorteile organisatorischer Regelungen:
Nachteile organisatorischer Regelungen:
Die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse organisatorischer Maßnahmen gibt dem Unternehmen Stabilität. Natürlich kann jedoch nicht alles dauerhaft und allgemeingültig geregelt werden. Jedes Unternehmen muss genügend Flexibilität besitzen, um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Neben der Organisation als dem dauerhaften Ordnen bzw. Strukturieren gibt es daher auch unternehmensgestaltende Regelungen, die kurzzeitig oder fallweise (= mit persönlichen Anordnungen zur Erledigung von Einzelvorgängen) erfolgen und sich damit von der Organisation unterscheiden, sie aber notwendigerweise ergänzen.
Von der Organisation sind
abzugrenzen:
Disposition ist eine einmalig gültige Regelung (ein einmalig gültiges Regeln), eine Regelung, die nur für den Einzelfall gilt z.B. .: Der Kunde reklamiert ein defektes Gerät. Der Sachbearbeiter muss entscheiden, ob es im Kulanzwege zurückgenommen wird.