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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet
diese Publikation in der deutschen
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Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de
abrufbar.
© 2015 Pat Reepe
Herstellung und Verlag:
BoD - Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN: 978-3-7392-7704-2
»Die Schatzsuche«
ISBN: 978-3-7347-8442-2
Das kleine Wühlmausmädchen Layla stand traurig am Fenster ihres Zimmers.
Nach Wochen der eisigen Kälte hatte es letzte Nacht zum ersten Mal geschneit.
Endlich.
Wie hatte sie sich darauf gefreut, mit ihren Freunden durch den Schnee toben zu können. Layla hatte die erste Schneeballschlacht und den ersten Wettrodelwettbewerb kaum erwarten können.
Nun lag endlich der Schnee, und Layla konnte sich nicht an ihm erfreuen.
Denn Layla war ganz böse erkältet. Sie hustete und nieste nahezu ständig.
Wenigstens war das dumme Fieber endlich weg und sie fühlte sich nicht mehr ganz so furchtbar.
Dennoch hatte ihre Mama ihr verboten, nach draußen zu gehen. Das musste warten, bis sie wieder richtig gesund war. Sagte die Mama.
Layla wollte so gerne mit ihren Freundinnen spielen. Aber die Mama war nicht zu erweichen. Layla durfte nicht nach draußen.
So stand sie einfach nur am Fenster und schaute den Kindern draußen beim Toben zu.
Ob ihre Freundinnen wohl drinnen mit ihr spielen wollten? Aber was sollte man drinnen schon spielen, wenn draußen doch so viel schöner Schnee lag?
Trotzdem klopfte Layla ans Fenster und winkte ihre Freundinnen zu sich heran. Als die kleine Spitzmaus Mina und die Maulwurfzwillinge Hanna und Hertha auf das Haus zugelaufen kamen, flitzte Layla zur Tür.
»Laylaaaa! Wohin willst du denn so eilig?«, rief ihre Mama aus der Küche. Layla riss schon die Tür auf. »Ich will, auch spielen, Mama.«
Die Mama kam aus der Küche an die Tür. Auch Hanna, Hertha und Mina waren inzwischen da.
»Hallo Layla, hallo Frau Wühlmaus«, grüßten die Kinder. »Hallo Mädchen«, sagte die Mama. »Layla, du bist krank, du darfst nicht raus. Das habe ich dir doch heute schon erklärt.«
Layla zog einen Schmollmund. »Ja Mama, ich weiß ja.«
Sie ließ den Kopf hängen.
»Dann dürfen Hanna und Hertha und Mina auch nicht mit mir spielen?«
Die Mama legte den Arm um ihr Wühlmausmädchen und zog es an sich. »Doch Layla, spielen dürft ihr. Aber nur drinnen.«
»Oh Frau Wühlmaus, es ist so schön hier draußen. Der neue Schnee ist klasse. Kann Layla nicht ausnahmsweise mit uns spielen?« fragte Mina bettelnd.
Aber Mama Wühlmaus schüttelte den Kopf. »Nein Mina. Layla ist krank und kann heute nur drinnen spielen.«
Sie streichelte ihrer kleinen traurigen Maus über den Kopf. »Aber ihr dürft gerne reinkommen.«
Herta zog die Stirn in Falten, machte »Mmh« und warf einen sehnsüchtigen Blick auf den Schnee.
»Und was machen wir drinnen?«
Da hatte die Wühlmausmama eine Idee! »Wie wäre es mit einer Schatzsuche?«
»Oh ja.« Die vier Mädchen klatschten begeistert in die Hände.
»Na dann kommt mal rein, ihr Drei. Layla zeigt euch ihr neues Zimmer und ich bereite die Schatzsuche vor.«
Ein paar Minuten später versammelten sich die vier aufgeregten Mädchen um Mama Wühlmaus in der Küche.
»So ihr Süßen, ich habe für Euch ein paar Hinweise versteckt. Ihr müsst sie nur finden und ihnen folgen. Sie führen Euch direkt zu Eurem Schatz.«
Sie hielt einen kleinen Zettel in der
Hand.
»Und hier ist Euer erster Hinweis.«
Layla schnappte sich den Zettel und las laut vor:
»Ich bin der Hinweis eins!
Finde mich
und ich sage dir, was ich weiß.
Dabei schlummere ich ganz in Ruh
… in einem Schuh.«
Die Mädchen stürmten in den Flur und begannen das Schuhregal zu durchsuchen.
Sie schauten in die großen und in die kleinen Schuhe, in die Stiefel und die Hausschlappen.
Und plötzlich, aus Laylas rosaWinterstiefeln segelte ein kleiner Zettel zu Boden.
Darauf stand der nächste Hinweis:
»Ihr seit gut dabei,
hier ist Tipp Nummero zwei!
Ich sitze in der Wanne …
doch ich bin nicht die kleine
Hanne.«
Kaum hatte Hertha fertig gelesen, polterte Layla auch schon die Treppe nach oben ins Bad.
Ihre Freundinnen folgten ihr auf dem Fuß.
In der Badewanne saß eine lustige, kleine Plastikente.
Die Mädchen kicherten und zogen aus dem Schnabel der gelben Ente einen weiteren Zettel.
»Kommt alle schnell herbei
und löst den Hinweis Nummer Drei!«
,las Hanna vor.
»Schaut nach im Bett,
unter den Kissen ist es nett.«
Die Freundinnen rannten in Mama Wühlmauses Schlafzimmer und hopsten auf das große, breite Bett.
Wie das federte. Die vielen kleinen Kissen flogen durch die Luft und die Mädchen glucksten vor Freude.
Da entdeckte Mina den nächsten Schatzhinweis:
»Hört hier,
Tipp vier!
Schaut in die Truhe auf dem
Speicher,
vielleicht macht das die Suche
leichter!«
las Mina.
Und schon hüpften die Mädchen aus dem Bett und stiegen die schmale Treppe zum Dachboden hinauf.
Oben angekommen schauten sie sich suchend um und fanden eine alte Truhe.
Gespannt öffneten sie diese.
In der Truhe waren jede Menge Kleidungsstücke.