Berlin

im Steckbrief

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Einwohnerzahl: 3,7 Millionen

Einwohner je km2: 4009

Auch bekannt als:

Hauptstadt, Millionenmetropole, Spree-Athen, Weltstadt mit Herz und Schnauze, arm, aber sexy,

Typisch Berlin? Wichtige Assoziationen und Vorurteile:

Mauer, Ost, West, Multikulti, Kuhdamm, Currywurst, Alexanderplatz, Hertha, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, knorke, dufte, Hipster, Projekte, Wannsee, Spree, nüscht, Berghain, Nachtleben, BER, icke, unfreundlich, Kiez, Marzahn, Plattenbauten, Subkultur, Tiergarten. Atze, Gold-Else, Brandenburger Tor, Fernsehturm, Späti

Berlin als Playlist:

1. »Sky and Sand« – Paul Kalkbrenner (So fühlt sich eine durchtanzte Nacht im Morgengrauen an)

2. »Is mir egal« – Kazim Akboga (Die Berliner Mentalität in einem Song)

3. »Halber Mensch« – Einstürzende Neubauten (So hört es sich an, wenn Berlin nervt)

1. Singe beim Mauerpark-
Karaoke.

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Mach es dir an einem lauen Sonntag auf der grünen Wiese des Mauerparks gemütlich und atme das berüchtigte Berliner Lebensgefühl in vollen Zügen ein. Der Mauerpark ist nämlich nicht nur für seinen einzigartigen Flohmarkt bekannt, sondern offenbart zusätzlich ein wöchentliches Highlight der musikalischen Art: das Mauerpark-Karaoke. Wenn der Mittag langsam anbricht, beginnt ein beinahe festivalähnliches Treiben, und das steinerne Halbrondell inmitten des Parks füllt sich Stück für Stück. Sie alle kommen, um zu erleben, wie selbsternannte Rock- und Popstars rund tausend begeisterte Zuschauer jubeln lassen. Egal, ob eingefleischter Prenzlberger, Student oder Weltenbummler: hier treffen sich Fans jeder Couleur, um skurrilen Eigenkreationen von Kulttiteln, wie »Beat it«, »Like a Prayer« oder »Knallrotes Gummiboot«, zu lauschen. Und wenn auch nicht jede Performance für Gänsehautmomente sorgt, wird doch der Mut eines jeden Teilnehmers mit tosendem Applaus und Standing Ovations belohnt. Hast du sonntags noch nichts vor, dann lass dir das Highlight der Hauptstadt nicht entgehen. Greif am besten selbst zum Mikrofon und sei dir bewusst: Der Applaus ist dir sicher.

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Immer sonntags: Karaoke im Mauerpark

Standort: Gleimstr. 55 • Öffnungszeiten: 24 Stunden zugänglich • Wie kommt man hin? U2 Eberswalder Straße • Weitere Informationen und Termine: www.mauerpark.info

2. Erliege dem Charme der
Berliner Hausboote.

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Wirklich offen steht Berlin dem Thema Hausboot nicht gegenüber. Nicht einmal 100 Hausboote sind in Berlin offiziell gemeldet. In Städten wie Amsterdam gibt es mehr als 2000 schwimmende Häuser. In London sind es sogar mehr als 3000. Welchen Charme das Wohnen auf dem Wasser hat, lässt sich zum Beispiel in den kleinen Kanälen nahe der Tiergartenschleuse erleben. Gemütlichere Dachterrassen wird man in Berlin kaum finden. Auch auf dem Landwehrkanal, dem Flutgraben oder direkt an den Ufern der Spree liegen zahlreiche Hausboote vor Anker. Hier mitten in der City sind sie jedoch oft zu ansprechenden Bars oder Restaurants umfunktioniert worden. Auch ganz schön.

Standort: verschiedene

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Coole Hausboot-Bars am Flutgraben

3. Bestaune die Architektur
im Jacob-und-Wilhelm-
Grimm-Zentrum.

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Unmittelbar hinter der Georgenstraße befindet sich mit dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ein wahrlich gigantischer Koloss. Während die Bibliothek ganze acht Etagen umfasst, erstreckt sich der weitläufige Lesesaal über vier podiumartige Stockwerke. Im Zentrum des kühlen wie auch modernen Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums sind ganze 250 Arbeitsplätze angelegt, in denen Besucher in Ruhe lesen, lernen und arbeiten können. Komplettiert wird der lichtdurchflutete Komplex durch verspielte Leseterrassen, eine Mediathek, eine Zeitschriftenleselounge sowie einen Mutter-Kind-Bereich. Um ein besseres Verständnis für die Baugeschichte sowie der Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes zu vermitteln, werden in regelmäßigen Abständen kostenlose Führungen durch das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum angeboten, die in der Regel zwischen 9 und 10 Uhr stattfinden. Die Teilnehmerzahl der rund einstündigen Führung ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist im Voraus erforderlich.

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Grimm-Zentrum: Raum für großartige Gedanken

Standort: Geschwister-Scholl-Str. 1-3 • Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-24 Uhr, Sa/So 10-22 Uhr • Wie kommt man hin? S- und U-Bahn Friedrichstraße • Weitere Informationen: www.ub.hu-berlin.de/de/standorte/jacob-und-wilhelm-grimm-zentrum/jacob-und-wilhelm-grimm-zentrum

4. Entspanne beim Boule
am Paul-Lincke-Ufer.

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Boule ist mehr als nur eine bloße Freizeitbeschäftigung, es ist ein Lebensgefühl. Das weiß auch die Kreuzberger Szene und frönt am Paul-Lincke-Ufer dem Spiel, welches ganz entspannt und ohne große Worte funktioniert. Zwischen viel Grün findet man hier gleich drei belebte Bouleplätze, die ein beinahe französisches Flair erzeugen. Zwischen Forster und Liegnitzer Straße sind sowohl die Bouleplätze als auch die umliegenden Bänke beinahe stetig besetzt. Neben eingefleischten Profis, die gerne mal mit einem Maßband zugange sind, sind auch Anfänger stets willkommen und werden von den »alten Hasen« fachkundig in die Kunst des Spiels eingewiesen. Kein Wunder, dass die gemeinsame Leidenschaft viele Spieler über Jahre verbindet und an diesem Ort immer wieder neue Freundschaften entstehen. Nach einer ausgiebigen Partie kann man fernab vom Straßenlärm ein Picknick auf den grünen Wiesen genießen oder es sich mit einer Flasche Wein auf einer der umliegenden Bänke gemütlich machen. Bei besonders schönem Wetter lädt zudem das Ufer ein, dem ein oder anderen Straßenmusiker bei einem Bier zu lauschen oder den Abend in einem der nahe liegenden Cafés ausklingen zu lassen.

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Entspannung pur am Paul-Lincke-Ufer

Standort: Paul-Lincke-Ufer 13 • Öffnungszeiten: 24 Stunden zugänglich • Wie kommt man hin? U8 Schönleinstraße

5. Begrüße den Sommer bei
der Fête de la Musique.

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Liebhaber guter Musik erleben alljährlich am 21. Juni eine Tradition, welche sich weltweiter Beliebtheit erfreut: Auf der Fête de la Musique wird in rund 540 Städten der Sommer auf eine besonders ausgelassene Weise eingeläutet. Bands, Orchester und Solisten geben ihr Können ohne jede Gage zum Besten und tauchen Parks, Straßen und Restaurants in ein Meer aus Klängen und Beats. Ihren Ursprung hat die Fête de la Musique in Frankreich, wo im Jahre 1982 der damalige Kulturminister Jack Lang dazu aufrief, den 21. Juni ganz der Musik zu widmen. Da sämtliche Ballungszentren Berlins in das Festival involviert sind, findet jeder Begeisterte in einem Kiez seiner Wahl ein passendes Konzert. Neben einer Vielzahl langjähriger Kooperationspartner reihen sich jährlich immer neue Szenebars und Clubs in das Sammelsurium vertretener Locations ein. Der Berliner Dom, das Nikolaiviertel, die Junction Bar, Mein Haus am See oder der Victoriapark sind nur einige der mehr als 100 vertretenen Topadressen.

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Sommer, Sonne, Fête de la Musique

Standort: verschiedene Standorte in ganz Berlin • Termin: 21. Juni, 16 Uhr bis Open End • Weitere Informationen: www.fetedelamusique.de

6. Besuche eine kostenlose
Tanzstunde im Café Keese.

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Mit seinen schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten zählt der Discofox zu den beliebtesten und kreativsten Tänzen überhaupt. Wann immer du einen Abstecher nach Berlin machst und Abwechslung zu den dröhnenden Elektro- oder Hip-Hop-Bässen der Clubs suchst, solltest du dem Café Keese einen Besuch abstatten. Das 1966 eröffnete Tanzlokal versprüht noch heute den Charme der Siebziger- und Achtziger-Jahre. Wunderbar: die nach wie vor existierenden Tischtelefone! Das Café Keese zieht in erster Linie ein reiferes Publikum an, jedoch sind Menschen jeden Alters willkommen, um ihrer Tanzleidenschaft nachzugehen. Neben abwechslungsreichen Themenabenden wie dem »Tanz in den Mai« oder dem »Tanz in den Herrentag« ist im Café Keese vor allem der Dienstag besonders. An diesem Tag lädt das Café Keese zwischen 19 und 20.30 Uhr zu einer kostenlosen Tanzstunde ein, bei der Freunde des Discofox ordentlich die Hüften kreisen lassen können.

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Endlich wieder Discofox! Im Café Keese

Standort: Bismarckstr. 108 • Öffnungszeiten: Do/So/ Mo 15-19.30 Uhr, Fr/Sa/Mi 19.30-3 Uhr, Di 19-3 Uhr • Wie kommt man hin? U2 Deutsche Oper • Weitere Informationen und Termine: www.cafekeese-berlin.de

7. Lass dich im Platten-
laden »Franz und Josef«
anpöbeln.

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Im Herzen von Berlin findet sich ein uriger Plattenladen, der nicht nur aufgrund seines breitgefächerten Angebots, sondern vor allem dank seines Inhabers – nämlich dem unfreundlichsten der Stadt – mittlerweile Bekanntheit errungen hat. Im »Franz und Josef« präsentiert sich eine übersichtliche Auswahl an seltenem Material, wie beispielsweise Wave, Kraftwerk oder 80‘s Extended Vinyl, welche die eigene Sammlung für kleines Geld aufstockt. Wer es bis hierhin geschafft hat, sollte sich seiner jedoch keinesfalls zu sicher sein, denn der eigentliche Kauf wird zu einem durchaus schwierigen Unterfangen. Denn der Inhaber himself scheint nur wenig für seine Kunden übrigzuhaben und fordert diese während der Stöberns gerne mal dazu auf, den Laden zu verlassen – man wolle schließlich eh nichts kaufen. Wer hier noch freundliche Aufklärungsarbeit leisten will, erntet postwendend gerne noch den Zusatz, er möge doch jetzt bitte gehen und nicht wiederkommen. Tja, Authentizität wird im Franz und Josef zweifelsohne großgeschrieben. Wer sich von einem Berliner Original mal richtig anpöbeln lassen möchte, ist an dieser Adresse genau richtig.

Standort: Kastanienallee 48 • Öffnungszeiten: Di-Fr 13-20 Uhr • Wie kommt man hin? U2 Senefelderplatz • Weitere Informationen und Termine: www.facebook.com/Schallplatten-Franz-u-Josef-263464333800712

8. Besuche die Cafeteria
»Skyline« der TU.

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Einer der besten Spots, um über die Dächer Berlins zu blicken, ist die Cafeteria »Skyline«, die zum Campus der Technische Universität Berlin (TU) gehört. Die Cafeteria im denkmalgeschützte Telefunkenhochhaus in der City West macht ihrem Namen alle Ehre. Ganz oben im 20. Stockwerk und in 80 Metern Höhe genießt man einen beeindruckenden Panoramablick. Der Ausblick reicht weit über die Stadt und ist dank der kostenlosen Auffahrt umsonst. Aufgrund der in drei Himmelsrichtungen angelegten Fensterplätze lassen sich hier Hotspots wie das Brandenburger Tor, das Rote Rathaus, die Müggelberge, der Reichstag, das Kanzleramt oder die Nikolaikirche in einer ganz neuen Perspektive erleben. Die Küche der Cafeteria zeigt sich sehr engagiert und verwöhnt dich bis in den Nachmittag mit abwechslungsreichen und preiswerten Speisen und Getränken. Insbesondere in den frühen Nachmittagsstunden ist der Andrang in der Cafeteria »Skyline« noch nicht sehr groß, weshalb man immer ein gutes Plätzchen findet.

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Herrlicher Blick vom Telefunkenhaus

Standort: Ernst-Reuter-Platz 7 • Öffnungszeiten: Mo-Fr 7.30-16 Uhr • Wie kommt man hin? U2 Ernst-Reuter-Platz • Weitere Informationen und Termine: www.stw.berlin/mensen/cafeteria-tu-skyline.html

9. Meditiere in der Art of
Living Yoga Oase.

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In einem idyllischen Hinterhof in Schöneberg ist die Art of Living Yoga Oase angesiedelt, die sich als spirituelle Kraftquelle versteht und Menschen aller Couleur zusammenbringt. Die Art of Living Foundation wurde 1981 von Sri Sri Ravi Shankar gegründet und hat seit 15 Jahren auch einen festen Sitz in Berlin. Ein vielfältiges Kursangebot zu den Themen Mediation, Yoga sowie weiteren gesundheitsfördernden Entspannungstechniken macht den wesentlichen Kern der Art of Living Yoga Oase aus. Jeden Dienstag um 18 Uhr wird zu einer offenen Meditation in ruhiger Atmosphäre eingeladen. Mediation versteht sich als eine wirksame Entspannungstechnik, mit deren Hilfe das Bewusstsein zu einer tiefen Ruhe findet und bestehende Kraftquellen ausgeschöpft werden. Verschiedenste Konzentrationsübungen fördern die Selbstwahrnehmung und helfen insbesondere in stressigen Zeiten, den Alltag hinter sich zu lassen. Da jede Kurseinheit in sich abgeschlossen ist, ist ein flexibler Einstieg jederzeit und auch der Besuch einzelner Stunden möglich.

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Finde inneren Frieden durch Meditation

Standort: Potsdamer Str. 98 • Öffnungszeiten: je nach Kursen • Termin: dienstags, 18 Uhr • Wie kommt man hin? U1 Kurfürstenstraße • Weitere Informationen: www.artofliving.ord/de-de/berlin

10. Fordere in Clärchens
Ballhaus jemandem zum
Tanzen auf.

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Wer die Tradition des Paartanzes liebt und lebt, der ist herzlich ins Clärchens Ballhaus geladen – einem Ort, an dem die Zeit stehen geblieben scheint. Charmant begrüßt ein Türsteher die Gäste und sorgt selbst bei hohem Andrang für ein Lächeln auf den Lippen. Mutet das Gebäude von außen wie eine Ruine an, vermitteln dunkle Holzböden und ein liebevolles Tischgedeck im Inneren eine einzigartige Form der Gemütlichkeit. Während alte Fotos und Emaille-Schilder die Wände zieren, zeichnet sich der Spiegelsaal aus dem 19. Jahrhundert durch kunstvollen Stuck, Verschnörkelungen und abblätternden Putz aus. Im Sommer bietet der Garten unter verspieltem Geäst samt Glühlampen einen romantischen Rahmen für laue Abende. Finden größere Gruppen auf den großzügigen Bierbänken ausreichend Platz, erweisen sich die mystischen Steinmöbel unter Blätterdach als idealer Rückzugsort für Pärchen. Sorgt nicht gerade eine gut gelaunte Liveband für die musikalische Untermalung, jagt ein DJ das Publikum mit Rock, Pop und Schlagern quer übers Parkett. Das Beste ist: Nahezu täglich werden kostenfreie Tanzkurse jeder Art angeboten, sodass auch Frischlinge schnell das notwendige Taktgefühl erlangen. Clärchens Ballhaus ist wohl der Inbegriff eines Tanzclubs und für jeden gemacht, der einen Tanztee der besonderen Art genießen möchte.

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Tanztee der besonderen Art im Ballhaus

Standort: Auguststr. 24 • Öffnungszeiten: So-Do 11-24 Uhr, Fr/Sa 11-4Uhr U8 Weinmeisterstraße