Bitte beachten Sie:
Dieses Buch darf nur von seinem Erstbesitzer für den Unterricht kopiert werden. Siehe auch Impressumsangabe.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.
Herstellung und Verlag:
BoD - Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN 978-3-7431-2972-6
FAIRNESS
Sie möchten Ihren Schülerinnen und Schülern, Ihren Kindern Fairness vermitteln. Sie erwarten Fairness von anderen, und zu Recht.
Sie werden also auch selber fair sein. Kopieren Sie diese Arbeitsblätter für Ihren Unterricht, so oft Sie wollen. Aber wenn Freunde und Kollegen sich für diese Werkstatt interessieren, mögen diese den Autor durch Kauf für dieses Buch würdigen.
Ihr Geld geht nicht an Großkonzerne, sondern neben der Druckerei auch an mich, den Verfasser, Illustrator und Setzer dieser Werkstatt. Sie unterstützen damit direkt meine Arbeit.
DANKE, DASS AUCH SIE FAIR SIND!
Überarbeitete Neuauflage des Titels Indianer-Leben. Eine Werkstatt
© 2003 Verlag an der Ruhr, Mülheim a. d. Ruhr
© 2016 Ruben Philipp Wickenhäuser
All rights reserved
Illustrationen und Photographien: Ruben Philipp Wickenhäuser
Photographien S. →: Edward S. Curtis (Library of Congress)
Grafik und Satz: Ruben Philipp Wickenhäuser
Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt
Es ist dem Erstbesitzer erlaubt, einzelne Arbeitsblätter für den Gebrauch im Unterricht oder im privaten Rahmen auszudrucken und zu kopieren. Die Weitergabe der kompletten Werkstatt als Ausdruck oder Datei (ob PDF oder anderes) ist untersagt. Man versetzt ja auch nicht demjenigen einen Tritt, dessen Arbeit man schätzt.
Hinweis zur Genderdebatte:
In dieser Werkstatt wird zur besseren Lesbarkeit durchgängig die männliche Form verwendet, die sozusagen im Sinne der schwedischen Sprachreformen ihrer exklusiven Männlichkeit beraubt und als beidgeschlechtliche Form zur Anwendung kommt. Das Ziel dieser Publikation ist keine Genderdiskussion, sondern anderer Inhalt, daher wird auf unzulängliche und nur angeblich moralisch vorschriftliche Sprachformen verzichtet; im Übrigen besitzt ein Vertreter des entexklusivierenden Ansatzes a priori die gleiche Deutungshoheit wie jene anderer Konstrukte, alles weitere wäre im Rahmen einer argumentierenden Diskussion erst abzuwägen. Für eine ausführliche Stellungnahme des Verfassers siehe „Genderus phalliculosus ssp. sDas linguale Kuriositätenkabinett“, in: Telepolis 30.12.2011, http://www.heise.de/tp/artikel/36/36029/1.html
ISBN 978-3-741272-55-4
Die Verwendung dieses Buches erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.
Autor und Verlag übernehmen keine Haftung für die Umsetzung, Lektüre, Interpretation oder andere Verwendung dieses Buches.
Personen, die ihren Verstand nicht angemessen zu verwenden vermögen und auf Kaffeebechern Warnhinweise wegen möglicherweise heißen Inhalts erwarten, sollten und dürfen dieses Buch schon aus Gründen des Selbstschutzes in keiner Form verwenden.
Spricht man das Thema Indianer an, so können die meisten Kinder spontan damit etwas anfangen. Der Begriff löst Assoziationen aus, bei denen Kenntnisse aus Filmen und Romanen mit eigenen Vorstellungen und Wünschen verknüpft werden.
Über das tatsächliche Leben der damaligen und heutigen Indianer ist jedoch recht wenig bekannt. Schon die Bezeichnung der Ureinwohner Amerikas ist problematisch. Während im Deutschen der Begriff “indigene amerikanische Völker” korrekt wäre, ist er für den Alltagsgebrauch im Schulunterricht zu sperrig. Also muss auf den Begriff “Indianer” zurückgegriffen werden.
Da dieser Name mit vielen Klischees behaftet ist, ermöglicht er es aber auch, eben diese Klischees um so besser aufzugreifen und zu hinterfragen.
Heutzutage werden Vorurteile zwar vermehrt hinterfragt, aber oft nicht aufgelöst. Im Bereich der Bastelbücher herrscht ein recht sorgloser Umgang mit dem Bau spiritueller Gegenstände wie “Geistertrommeln” und “heiligen Pfeifen” oder dem Nachahmen religiöser Rituale. Einfach ist die Unterscheidung nicht: Viele Alltagsgegenstände und -handlungen besaßen profane wie spirituelle Funktionen, die sich heute kaum noch voneinander trennen lassen. Aus Respekt sollte man daher auf solche Dinge verzichten oder sie aber sehr bedacht einsetzen.
Um den vielfältigen Problemstellungen gerecht zu werden, verfolgt die Werkstatt verschiedene Schwerpunkte.
* Sie soll jene Kulturen nahe bringen, die früher in Amerika existierten, und ein Bewusstsein für ihre Vielfalt schaffen. Da allerdings die Plainsvölker, also beispielsweise “Sioux” (=Lakota), bei uns durch Bücher und Filme besonders bekannt sind und das allgemeine Indianerbild geprägt haben, wird speziell auf diese Völker eingegangen.
* Sie soll zum kritischen und selbstständigen Hinterfragen von Behauptungen und allgemein akzeptierten Annahmen anregen. Ein Bewusstsein für den notwendigen Respekt vor anderen Kulturen soll geweckt werden, ohne den “traumhaften” Aspekt zu zerstören.
Hinweis: Der Begriff “Plains” wird in der Werkstatt der Verständlichkeit Halber mit “Prärie” gleichgesetzt.
* Aber nicht nur die Vergangenheit soll diese Werkstatt behandeln. Vielmehr soll sie darauf aufmerksam machen, dass es die Völker, über die man so gut in Geschichten und Filmen träumen kann, noch heute gibt, und dass sie mit enormen Problemen zu kämpfen haben: Die Kinder erfahren etwas über die heutige Situation der nordamerikanischen Indianer. Hier soll zum Nachdenken über Ursachen, aber auch über Auswege angeregt werden.
* Desweiteren finden sich Denkanstöße, die mit Alltag und Gesellschaft verknüpft sind. Beispielsweise das Arbeitsblatt „Kleidung und Nacktsein“, das neben dem Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten auch zur Thematisierung von Mobbing (Stichwort Markenkleider) genutzt werden kann.
Die Werkstatt ist für den Gebrauch in der 3.-6. Klasse ausgelegt. Es gibt Angebote für leistungsstärkere ebenso wie für schwächere Klassen. Die meisten Blätter müssen nicht kopiert werden, sondern können an der Tafel oder mündlich bearbeitet werden. Da die Infoblätter notwendigerweise recht textlastig sind, ist es u. U. sinnvoll, sie vorlesen zu lassen. Neben Infoblättern findet sich eine Vielfalt an Aufgaben und Fragestellungen. Die Kinder sollen dabei eigene Erfahrungen einbringen können und die Informationen über die Kulturen mit eigener Phantasie in ihrem Lebensumfeld umsetzen.
Wo eine selbstständige Lösung durch die Kinder zu schwierig erscheint, kann eine vom Lehrer geleitete Diskussion um die richtige Zuordnung geführt werden. Die Lösungen finden sich im Anhang.
Die Kinder sollen auch zu eigenen Recherchen z. B. in der Bücherei angeregt werden. Ein Projektordner kann von der Lehrkraft angelegt werden. Der ergänzende Besuch eines entsprechenden Museums ist natürlich ideal.
In der Literaturliste werden auch Bücher und eine kleine Auswahl an Filmen für die Lehrkraft empfohlen, die zur Einstimmung auf das Projekt dienen können.
Der erste Teil der Werkstatt dient der Vermittlung eines Grundwissens über Geschichte, Kultur und Vielfalt der indianischen Völker. Die Arbeitsblätter lassen sich Grundfragen zuordnen, beispielsweise: Wie wohnten die Indianer, wie kleideten sie sich, was aßen sie, wie sah ihr Alltag aus etc. Der Grundlagen-Teil ist in folgende Kapitel gegliedert:
Wer sind die Indianer?
Alltagsleben
Indianer heute
Haben sich die Kinder ein Grundwissen erarbeitet, können sie dieses Wissen im zweiten Teil vertiefen. Hier wird zum kritischen Denken und zum Hinterfragen von scheinbar Offensichtlichem angeregt. Graue Theorie muss gewürzt werden, und was würde sich zum Thema Indianer wohl besser anbieten als Spiele und Bastelanleitungen für Pfeil und Bogen? Dazu findet sich ergänzend für die Lehrkraft ein Abschnitt zu weiteren Basteleien.
Indianer-Leben
Sport und Spiel
Kritisches Denken
Neben Sachbüchern und Romanen für Kinder findet sich hier auch die Literaturliste für die Lehrkraft. Um sich einen Überblick über die Literatur zu aktuellen Problemen in Mittel- und Südamerika zu verschaffen, sei der Besuch eines Dritte-Welt-Ladens empfohlen.
Jeder von uns kennt aus dem Fernsehen und aus Büchern die Indianer. Manch einer hat vielleicht sogar schon Indianer gesehen. Manchmal werden die Indianer in Geschichten “Rothäute” genannt. Ihre Hautfarbe ist aber dunkelbraun bis fast weiß, je nach Region. Der Begriff “Rothaut” stammt wahrscheinlich von der roten Bemalung, mit der sich viele Indianerstämme bei Kriegszügen bemalten.
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Südamerika.Nordamerika