Mal ehrlich
Mein Blick hinter unser Leben
Patmos Verlag
Christina Hecke ist eine vielfach ausgezeichnete Theater- und Filmschauspielerin. Nach mehreren erfolgreichen Bühnenjahren wechselt sie 2009 vor die Kamera. Seitdem prägen ihre charakterstarken Frauenfiguren hochkarätige TV-Spielfilme, Serien und Kinoproduktionen. 2017 erweitert sich ihr Repertoire um die Saarländer Kriminalhauptkommissarin Judith Mohn in der ZDF-arte-Reihe »In Wahrheit«. Dazu titelt das Fernsehmagazin RTV: »Warum noch ein Krimi? – Weil Christina Hecke die Hauptrolle spielt!« Auch für die erste deutsche Netflix-Produktion wurde sie gecastet und spielt in »Isi & Ossi« (Filmstart 14.2.2020) Isis Mutter. Christina Hecke lebt in Berlin.
www.christina-hecke.de
Christina Hecke beeindruckt durch ihre feinfühlige, zugewandte und zugleich intensive Art, die sie auch mittels der »Hecke-Methode: Truth in Acting« unterrichtet. Hintergrund dieser Haltung ist die Überzeugung: Wir Menschen wissen von klein auf, dass wir miteinander und mit allem Leben verbunden sind – eine Intuition, die uns oft genug verloren geht, die aber unabdingbare Voraussetzung dafür ist, einander wirklich begegnen zu können.
In »Mal ehrlich« erzählt Christina Hecke aus ihrem Leben und schildert, wodurch ihre Erkenntnis dieser Allverbundenheit gereift ist – u.a. durch eine Nahtoderfahrung. Pointiert beschreibt sie entlang biografischer Stationen, welche Auswirkungen dieser Blick hinter unser Leben ganz konkret haben kann: privat und beruflich, gesellschaftlich und global.
Diese außergewöhnliche Biografie ermutigt dazu, der eigenen Intuition zu trauen und sich auf eine tiefe Verbundenheit mit anderen Menschen und der Mitwelt einzulassen.
Auch als Printausgabe erhältlich.
www.patmos.de/ISBN978-3-8436-1218-0
Auch als AudioDownload erhältlich.
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© 2020 Patmos Verlag
Verlagsgruppe Patmos in der Schwabenverlag AG, Ostfildern
Umschlaggestaltung: Finken & Bumiller, Stuttgart
Umschlagabbildung: © Steffi Henn/ GLAMPOOL
ISBN 978-3-8436-1218-0 (Print)
ISBN 978-3-8436-1234-0 (eBook)
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Vorwort
Aller Anfang …
Kindertage:
Mädchen – joah.
Bübchen – boah!
Familienporträt
Primaballerina in XL
Ja und Amen
Auf die 12!
Death metal tattoo inc.
… eine hochsensible
Angelegenheit …
Heimat. Hafen. Liebe.
Habe nun … Ach!
»… und: Bitte!«
Stille
Wiederaufbau
Highway to Heaven …
Altersweisheit
Last but not least: JA UND?
Über die Autorin
Über das Buch
Impressum
Hinweise des Verlags
»Was jetzt …?«, möchte man fragen. »Wohin mit all dem?« Wir stehen für mein Gefühl an einem ganz guten Punkt. In vielerlei Hinsicht ist uns bewusst, dass es so nicht weitergehen kann. Mit Fridays for Future gehen wir zu Millionen auf die Straße. Faktisch protestieren wir damit gegen die Folgen unseres eigenen Verhaltens. Suchen Schuldige und bestimmen die Opfer. Tatsächliche Verursacher der Klimasituation: wir selbst. Der CO2-Ausstoß und andere Ursachen unseres Handelns sind messbar. Wer in welchem Maß dazu beigetragen hat, ist eigentlich fast egal: Es ist nur ein Spiegel dafür, dass uns überhaupt die anderen, und im Vorangegangen wir selbst, gleichgültig sind. Wir erleben die Folgen des Ich-Horizonts. Welchen Schaden wir aneinander anrichten, wenn wir uns täglich mit emotionalen Attacken, Bildern und Erwartungen konfrontieren, können wir ebenfalls ablesen. Der Funktionsmodus, das Normal, die Reduktion auf das verantwortungslose Dreidimensionale ist eine Katastrophe mit ebenfalls schwindelerregendem Ausmaß. Was für das Klima die CO2-Werte sind, ist für uns Menschen das Normal-Maß. Und auch das ist messbar: es wird an uns selbst deutlich. Normalzustand: hohe Krebsraten, Brexit, Burn-Out, Handy-Sucht, Staatsverschuldung, Korruption, Flüchtlingskrise, Trump & Putin & Co, Menschen- und Organhandel, Armut, Krieg, Verfolgung und Unterdrückung, hohe Suizidraten bei Jugendlichen, Abhängigkeit von Sozialen Medien, Prostitution, Machtmissbrauch, häusliche Gewalt, Beschneidung von Frauen, Hunger, Geburtenregelungen, illegale Stammzellenforschung an abgetriebenen Föten und so weiter und so weiter … Dafür bzw. dagegen gehen wir, jedenfalls bei uns, nicht auf die Straße. Das akzeptieren wir. Jeder Ausdruck, jeder Gedanke, jede Bewegung ist entweder toxisch oder klar. Sie entscheiden mit jedem Atemzug, wozu Sie beitragen wollen. Oder Sie lehnen sich zurück – und bedauern die Eisbären.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich finde unfassbar großartig, dass wir offenbar überhaupt zum ersten Mal nach Dekaden wieder in einer Angelegenheit kollektiv an einer gemeinsamen Marschrichtung interessiert sind: dem Erhalt unseres Klimas. Wunderbar! Lassen Sie uns doch mal das ganze Elend aufdecken! Klima ist nicht nur CO2. Es ist alles, was wir treiben. Treib-hauseffekt bekommt eine ganz neue Bedeutung. Wir können natürlich auch so weitermachen wie bisher. Es funktioniert ja. Irgendwie. Nur zu welchem Preis halten wir so hartnäckig an der Bequemlichkeit unseres Daseins fest? Die Frage bleibt: Wollen wir wirklich bis zum Totenbett warten oder bis zu einer tiefen Krise, bevor wir die Gemütlichkeit unseres Brummkreisel-Daseins endlich ablegen und loszulaufen wagen? Raus aus dem Hamsterrad. Rein in das Unbekannte. Ehrlich werden. Uns nicht mehr bei der Richtig & Falsch-Diskussion gegenseitig umbringen, foltern oder im Internet anonym denunzieren. Es ist tatsächlich so, dass wir leider meist erst durch einen Schock oder in Anbetracht der Endlichkeit eines Lebens aufwachen und bereit sind, uns mal in eine andere Richtung in Bewegung zu setzen. Das Klima ist nur ein Spiegel dafür: Es wird Zeit … Kein Stein wird dabei auf dem anderen bleiben. Aber diese Arbeit gilt es zu leisten. Gemeinsam. Und das ist es auch wert. Wir sind das wert. Aus meiner Sicht.
Wenn Sie innerlich gerade bereit sind zu sagen »Ok. Leuchtet mir ein. Und wie geht das jetzt alles? Energie lesen lernen? Verstehen lernen?« Dann kann ich Ihnen nur eines anbieten: Schauen Sie nicht weg. Erlauben Sie sich einen aufrichtigen Blick. Auf die Welt und auf sich selbst. Und von da aus wieder auf andere. Wir müssen ja nicht jeder erst selbst einen Unfall oder eine Krankheit erfahren oder mit einem frühen Tod konfrontiert werden, damit wir mal umlenken. Aufrichtigkeit ist der erste Schritt hin zur Wahrheit. Irgendwo, irgendwann geht es los. Es ist nur ein Schritt. Ganz unaufgeregt. Mehr nicht. Kein Hexenhokuspokus. Sie entscheiden, ob und wann. Es gibt nichts, das Sie sich erst noch aneignen müssten. Nochmal: Wir sind immer – und damit meine ich: immer – ausführende Organe. Egal, für welchen Club Sie spielen. Wir folgen immer gehorsam einer Energie. Wir sind nie die Quelle selbst. Wir sind also letztlich egal. Und doch so wichtig … Weil wir nur durch unseren freien Willen an dieser Situation etwas ändern können. Um letztlich wieder zusammenzufinden.
Das schulische Prinzip sucht und fordert hier unmittelbar wieder Lösungen und Komplexität. Vermutlich wünschen auch Sie sich jetzt ein konkreteres Ergebnis. Eine Lösung. Aber es gibt keine Blaupause für das Menschsein. Wir sind alle unfassbar großartig. Einzigartig. Liebenswert in unserer Unvollkommenheit. Ein einzigartiger Blickwinkel des Universums. Lachen Sie nicht. Ich meine das vollkommen ernst. Jede und jeder von uns. Jede/r! Nur so kommen wir gemeinsam voran. Führungsqualitäten können wir alle haben, genauso wie die Fähigkeit mitzugehen, wenn ein anderer den Impuls für die Führung in einer Situation setzt. Im Zuhören findet sich, wessen Impulse dem Ganzen dienen und welche nur individuelle Bedürfnisse erfüllen.
Das Einzige, was ich Ihnen also für den ersten Schritt anbieten kann, ist: Schulen Sie Ihre Wahrnehmung. Nehmen Sie Ihren Körper an. Erlauben Sie, sich zu spüren und was Sie wahrnehmen. Erlauben Sie sich, auch mal in Stille zu sein, mit sich selbst zu sein und sich selbst zuzuhören – und dann erst zu handeln. Überprüfen Sie mal die Qualität Ihrer bisherigen Art zu agieren. Zack-Zack – schnell-schnell – oder präsent? Welche Rolle spielen Erwartungen für Sie – Ihre eigenen und die der anderen? Wofür stehen Sie wirklich ein? Wo sind Schablonen und Ideale Ihre Messlatte, und wo ist es Ihr eigener Standard, Ihr Wert: Ihr Selbstwert? Und: Setzen Sie die nur für Ihre eigenen Interessen um, oder haben Sie dabei einen weiten Horizont – auch über die Blutslinie hinaus? Ich spreche bei alldem nicht von selbstaufopferndem Altruismus. Ich spreche Ihren sechsten Sinn an. Stellen Sie sich nicht dumm. Sie spüren, welche Ihrer Handlungen aus der universellen Weisheit gespeist werden und welche aus der Enge der Ignoranz. Der Stagnation. Das können wir nicht denken. Das können wir nur spüren. Das eine ist weit, das andere ist eng. Das ist schon mal ein guter Anhaltspunkt in Ihrem Körpergefühl. Sie stehen dabei nicht bei null. Sie erinnern rückblickend garantiert Momente, in denen Sie spüren konnten, wenn in einer Situation etwas nicht gestimmt hat. Wenn etwas gefährlich, unehrlich oder manipulativ war. Wenn Sie zu hart mit sich oder anderen umgegangen sind, sich verkauft haben für ein bisschen Aufmerksamkeit. Auch wenn Ihnen die Erkenntnis erst später gekommen ist. Vertrauen Sie Ihrem Gespür. Der sechste Sinn ist nichts, was Sie ansteuern, kaufen oder erst noch erlernen müssten. Den haben Sie bereits. Ihre Körperpartikel sind multidimensional geeicht. Ich kenne so viele Menschen, die sagen: »Als Kind hatte ich ein Gefühl dafür, dass es mehr gibt …« Das ist keine Einbildung. Das ist der Beweis für dieses Gespür. Es liegt nur bei vielen brach, lange missachtet oder zu oft überschrieben, weil es keiner sehen oder hören wollte. Der Himmel, das Göttliche oder das Wir – wie Sie wollen –, das lässt uns wahrnehmen, dass wir im Team arbeiten. Die Kreation, das Normal, vielmehr der Ich-Horizont machen uns blind dafür. Uns wird sogar das Gegenteil eingetrichtert. Und wir glauben es gerne, weil es immer mit einer Belohnung verbunden ist: Aufmerksamkeit, Erfolg, Anerkennung, und sei es durch Schläge. Sogar das wählen manche lieber als die Liebe! Erlauben Sie sich den Blick hinter die Kulissen …
Den Körper zu stärken, ist dabei ebenfalls unterstützend. Nicht, um einem Fitness-Wettbewerb standzuhalten, sondern für Ihr eigenes Körperbewusstsein, Ihre innere Stabilität. Schließlich ist es ja der Körper, der so fein wahrnehmen kann, wenn wir ihn nicht permanent unter die Diktatur unseres Verstandes stellen. Ich empfehle Ihnen da Ihr eigenes Fitness-Studio. Spüren Sie mal, welche Bewegung in welchem Maß für Sie förderlich ist. Oder suchen Sie sich jemanden, der Sie anfänglich darin unterstützt oder begleitet, wenn Sie unsicher sind. Ich spreche hier nicht von Sportarten mit Wettbewerbscharakter. Die folgen ja wieder dem Belohnungsprinzip. Die Belohnung, wenn Sie so wollen, sind Sie selbst! Die Verbindung zu Ihnen. Das Durchbrechen sämtlicher Abhängigkeiten! Ich meine also Ihre Lust daran, sich zu bewegen. Zu gehen. Einfach nur zu gehen. Das kann schon unfassbar stärkend sein – wenn Sie dabei mit sich sind. Ihre Größe laufen. Nicht kleiner, nicht größer. Ihr Potenzial!
Ein bewusstes Im- und Mit-dem-Körper-Sein ermöglicht, einfach nur Ihre Feinsinnigkeit zu vertiefen. Spüren Sie mal in Ihre Bewegungen rein, in die Musik, die Sie hören, das Essen, das Sie essen: Wie fühlt sich das an, neben der Tatsache, dass sie gut klingt oder es gut schmeckt? Es gibt einen wunderschönen Spruch: »What’s candy to your eyes can be poison for your body!« Übersetzt: Was Ihren Augen gefällt, kann Gift für Ihren Körper sein. Studieren Sie sich und Ihr Umfeld. Kurz: das Leben. Was sieht schön aus, tut Ihnen aber nicht gut? Was schmeckt lecker, tut Ihnen aber nicht gut? Wer redet schön daher, fühlt sich aber nach einem Lügner an? Wählen Sie selbst. Sie werden es fühlen. Es gibt Unterschiede. Auch bei den Dingen, die uns zunächst gleich erscheinen. Man kann eine Spülmaschine grob, unachtsam und genervt oder sanft, achtsam und präsent ausräumen. Egal, was zu welcher Qualität beigetragen hat: Sie haben es selbst im Vorfeld entschieden.
Wenn ich sage: »Einfach ist es zunächst nicht«, spreche ich aus Erfahrung. Denn das Gewohnheitstier mit seinen Tentakeln greift beständig nach uns. Alles, was uns bisher Identifikation geschenkt hat, kämpft aufs Äußerste, nicht arbeitslos zu werden. Genauso wie die Bilder und Ideale, die wir zugelassen haben. Unsere Vorlagen für das »richtige« Menschsein. Ich habe auch schon mit zunehmend bewusster Wahrnehmung heulend in meinem Trailer am Set gesessen und wollte nicht mehr raus. Weil es weh tut zu sehen, wie wir alle blind sind für die Wahrheit hinter der Realität. Zu spüren, wie sämtliche Umgangsformen verrohen. Der Umgang miteinander, mit uns selbst, mit unseren Körpern. Ein Zerfleischen ums Überleben mit stets höflichem Gebaren. Bitte planen Sie jetzt nicht, dass Sie sich besser gleich zu Hause verbarrikadieren, bei alldem, was dauernd auf uns einprasselt! Nein: Wir müssen raus! Egal in welchem Alter. Ob im Beruf oder nicht. Reflektieren und lernen. Das ist unser einziger Job. Sonst kommen wir nicht vom Fleck. Das Leben ist da, um gelebt zu werden. Unsere Körper sind Leihgaben, damit wir lernen können. Klar, können Sie auch weiterhin sagen: Leihwagen mit Vollkasko – also schrotten im Namen der Lust oder des Genusses. Sie bekommen ja wieder einen neuen. Aber was werden Sie dann bekommen? Nur wenn wir achtsam mittendrin sind, können wir lernen, dieses Spiel zu verstehen.
Letztlich erleben wir dabei eine Menge. Täglich. So ist es ja auch gedacht. Alles ist zum Lernen da. Die Dinge werden von der einen oder anderen Kraft gespeist. Durch andere und uns selbst. Das ist manchmal zum Lachen und manchmal zum Heulen. Aber nur dabei lernen wir, auch Angriffe als Energie zu verstehen und sie nicht einem Menschen zuzuordnen. Wir können lernen zu entpersonifizieren. Ja, ein Mensch hat zugelassen, ein Instrument für das eine oder andere zu sein. Freier Wille! Sie sind bestimmt auch nicht immer nur ein Engel! Aber Sie können entscheiden, was Sie damit machen. Lassen Sie zu, dass ein Angriff Sie manipuliert, erschreckt, vielleicht sogar zum Schweigen bringt? Tragen Sie zur Verschmutzung der Welt durch Ihre emotionale Reaktion bei – oder sind Sie wie die Grünpflanzen, die beständig etwas anderes anbieten? Bleiben Sie bei sich. Und lernen damit, alles bei Ihrem Gegenüber zu lassen. Und manches sogar zu verstehen als Reaktion auf Ihr Angebot, beständig, weitblickend und ehrlich zu sein. Wir erleben, aber wir sind nicht die Ereignisse. Wir sind nur Teil einer Erfahrbarkeit. Die Kunst ist, den Unterschied in der Qualität der Dinge erkennen zu können. Und danach entsprechend zu entscheiden. Das ist mit Energie lesen gemeint.
Und dabei sitzen wir in unseren Wohnungen vor unseren Fernsehern, gehen in unsere Vereinsheime und kaufen an Weihnachten Tannenbäume … Wir sind bezaubernd!
Die gute Nachricht: Wir werden weiterleben, bis wir es kapieren. Womöglich werden wir dabei dieselben Dinge tun. Nur in einer ganz anderen Qualität. Und Krankheiten, Unfälle, alle Ereignisse werden eine andere Bedeutung bekommen. Wir werden lernen, sie im großen Zusammenhang zu verstehen. Etwas, das wir eigentlich seit Jahrtausenden bereits wissen. Ereignisse in unserem Erleben sind und waren immer da, um uns zu genau den entsprechenden Zeitpunkten in eine bestimmte Richtung anzuschubsen oder unsere Stabilität zu testen. Ob durch schmerzliche Stopps oder wohltuende Wertschätzung. Es ist einfach nur unsere Aufgabe, daraus zu lernen und daran zu wachsen – und nicht, uns gegenseitig für alles und jedes auf die Anklagebank zu zerren. Das klingt zu einfach …? Klar! Die Komplexität unseres bisherigen Seins hasst Simplizität. Sie ist der Tod der Komplexität. Es gelingt uns also nur, wenn wir die Energie hinter den Ereignissen, also die Clubstruktur verstehen wollen. Die Energiegeber. Die Auslöser der Ereignisse. Sind oder waren es Angriffe oder Wachstumsangebote? Wieder: Es ist eine Frage von Qualität, die Sie spüren können. Nur wahrhaft fühlen zu wollen, was gerade um uns herum geschieht – zu lesen, statt zu interpretieren – ist dabei der Kompass. Wir sind ständig gefragt, wach zu sein, ohne in Hab-Acht-Stellung zu gehen. Ehrlich und nicht protektiv. Offenherzig, dabei nicht bedingungslos hinnehmend. Urteilsfrei, aber absolut. Liebend, aber nicht gefällig … Ein Leben in der Gegenwart zu leben. Im Hier und Jetzt. Präsent und durchlässig.
So – und bevor Sie das jetzt vollkommen erschlägt, eine kleine, praktische Geschichte aus dem Alltag: Ich saß vor einigen Tagen mit einer namenhaften Kollegin bei einer Abendveranstaltung zusammen. Wir kennen uns schon eine Weile und schätzen uns sehr. Ich nenne sie mal Sabine. Sie fragt mich salopp: »Ey, Hecke, du lebst doch so gesund. Ich will mit’m Rauchen aufhören. Haste ‘nen heißen Tipp?« Ich musste schmunzeln. Hielt einen Moment inne und fragte »Willst du eine ehrliche Antwort?« Sie überlegte einen Moment und dann, entschlossen: »Schieß los!« Ich wiederum: »Erinnerst du dich an den Moment, als du deine Tochter zum ersten Mal im Arm gehalten hast?« Sie etwas erstaunt über die scheinbar zusammenhanglose Frage: »Ja, klar!« Und ihre Augen leuchten. Ich weiter: »Wenn du es schaffst, dich selbst mit diesen Augen zu sehen, dich selbst in dieser Qualität zu halten und dich so zu behandeln wie deine Kleine, dann wirst du dir nie wieder eine Zigarette in den Mund stecken …«
Schweigen.
Sabine: »Ich weiß nicht, ob ich das kann!« Ich wiederum: »Wenn du für einen anderen Menschen so viel Liebe empfinden kannst, hast du sie ja. In dir. Die Liebe. Wieso die nicht für dich einnehmen?« Worauf mir die verwunderte Antwort entgegen kam: »… ich glaube, ich will das gar nicht … Ich feier zu gerne …« Und in diesem Moment der Ehrlichkeit hat sich das Blatt gewendet. Denn sie hat gespürt, was sie da gerade zu mir gesagt hatte. Eigentlich war Sabines Subtext: »Ich habe viel mehr Spaß daran, mich zu schrotten, einem coolen Bild zu entsprechen, als mich wertzuschätzen, mich zu lieben.« Sie war selbst über diese Ehrlichkeit erschrocken. Soweit ich weiß, lebt sie seit einigen Wochen rauchfrei. Ihre Entscheidung. Was das sagen will, ist: Sie sind nie Opfer einer Situation. Sie können alles – und ich meine: alles – entscheiden. Auch wenn das Leben auf Sie eindonnert. Den Umgang damit haben Sie selbst in der Hand. Die Antwort auf Sabines Frage ehrt in dem Fall nicht mich als kluge Ratgeberin. Es ehrt sie. Denn Sabine war bereit für eine ehrliche Antwort. Und ich habe mich bereitgehalten, ihr zu antworten, was sie hören musste. Nicht, was ich Kluges dazu zu sagen hatte, also gute Tipps zu geben. Ich habe mich einfach aus dem Weg genommen: und mir wurde gegeben.
Wir sind einander Weggefährten. Ob wir uns schon gut und lange kennen oder gerade zum ersten Mal miteinander sprechen.
Einem Leben in der Gegenwart steht vor allem unser gedankliches Schielen auf das Gestern oder Morgen im Weg. Es ist die Flucht vor dem Jetzt. Das ist, als wären wir bereit zu schwimmen, würden uns aber konsequent am Beckenrand festhalten. Wir wissen, wie es geht – das Leben. Wir wissen, was Verantwortung ist. Aber die wollen wir nicht. Wir wollen festhalten, weil wir – vielleicht wie bei Sabine – einfach noch zu viel Freude an etwas anderem haben. Seien es emotionale Abhängigkeiten, Gewohnheiten, Rituale … Wenn es beispielsweise um den morgendlichen Kaffee geht, sagen die meisten »Ich könnte nicht ohne meinen Kaffee in den Tag.« Meine leise Frage: »Aus Gewohnheit oder weil Ihr Körper das wirklich braucht?« Sie werden es rausfinden, wenn Sie ihn einfach mal weglassen. Klar, er lässt uns funktionieren. Für den Moment. Aber auf lange Strecke? Und mal ehrlich: Er übermalt nur die Müdigkeit. Überschreibt die vielen Momente, in denen Sie nicht auf sich gehört oder für sich gesorgt haben. Die Frage beginnt also viel früher: Ist es wirklich Ihr Kaffee, den Sie brauchen, damit Sie den Tag bewältigen können, Ihr Marmeladen-Toast, das Feierabendbier – oder haben Sie im Vorfeld einfach nicht für genügend Ruhephasen gesorgt, sodass Sie schon entkräftet in den Tag starten mussten …? Oder haben Sie so viel »ausgehalten«, dass Sie am Abend Ihr Bier verdient haben …? Wir sind Meister unserer Geister! Wir stellen uns nur manchmal ein bisschen blöd an. Das meine ich, wenn ich von Identifikation spreche. Wir wollen diese Dinge, die Spaß machen. Die uns Aufmerksamkeit geben. Die uns »besonders« machen. Mal ehrlich: Das ist wie bei Unfällen mit Bäumen. In über 90 % der Fälle, wenn ein Auto gegen einen Baum fährt, trifft das genau die Mitte der Motorhaube. Warum? Weil wir, am Steuer sitzend, den Baum kommen sehen und sagen »Oh, Gott, ein Baum!« Damit fokussieren wir den Baum, anstatt zu schauen »Oh, je ein Baum – wo ist Platz zum Ausweichen?« Klar, man muss manches Trauma auch erstmal zulassen und die Bereitschaft haben zu sagen: »Ja, ich will sehen. Ich will fühlen. Ich will … Da steckt ein Pfeil. Da ist oder war ein Baum!« Das ist der erste Schritt. Dann kann die Arbeit beginnen!
Und die Arbeit ist also: Identifikationen, Idealbilder und Abhängigkeiten zu überwinden. Schmerzhaftes und Schönes. Das nimmt Ihnen niemand. Es bleibt Ihr Erleben. Wir können das Leben nicht festhalten. Es pulsiert. Wenn Sie das Gestern festhalten oder nur das Morgen immerzu planen, wie soll dann das Jetzt zu Ihnen durchdringen? Es kommt mit jedem Atemzug etwas Neues. Und sei es einfach mal eine Pause … Das hören die wenigsten gerne. Wir sind vielfach identifiziert mit den schönen Erinnerungen oder den traumatischen Erlebnissen, genauso wie mit der Vorfreude oder dem vollkommenen Stress bei der Planung des Morgen. Beweis dafür: Wir reden gerne immer und immer wieder darüber. Über die schönen wie die schlimmen Dinge. Über Ereignisse in der Vergangenheit oder der Zukunft. Alles, was ein bisschen Abstand zum Jetzt gewährt. Oder eben das Wetter …
Ich zeichne im Unterricht gerne eine Skala an mein Whiteboard. Nehmen Sie sich mal ein Blatt Papier und zeichnen eine Linie von rechts nach links, mit einem Anfangs- und einem Endpunkt. Und darüber schlängeln Sie eine andere, eine zweite Linie in Auf- und Ab-Bewegungen mit demselben Anfangs- und Endpunkt. So ein Zickzack, wie beim Messen von Hirnströmen. Diese beiden Linien liegen also übereinander. Wenn beides Wege wären, um von A nach B zu kommen: Das kann ein Tag sein von morgens bis abends, ein Jahr oder ein ganzes Leben. Und beide Wegstrecken wären ein Angebot an Sie, gegangen zu werden – welchen würden Sie wählen? Mich erschöpft die Zickzack-Linie schon beim Hinschauen. Es ist der deutlich längere Weg. Sinnbildlich steht die Zickzack-Linie für die Zustände von himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Die Ausschläge nach oben sind die schönen Ereignisse, die nach unten die nicht so schönen Dinge. Schon denkt der eine oder die andere: Die gerade Strecke könnte man auch als Nulllinie betrachten und würde rufen: »Boah, das wäre aber langweilig.« Was aber, wenn das die Qualität Ihrer inneren Stabilität, Ihrer Sensibilität ist? Ihre wahre Größe: Ihre Stärke! Und die Zickzack-Linie wäre die Ihres individuellen Vergnügens, des Verzögerns, des Chaos‘ und damit Sich-nicht-für-die-Gemeinschaft-Anbietens? Die nicht so schönen Dinge, die Ausschläge nach unten, sind wir relativ schnell bereit abzulegen. Schmerz, Gewalt, Trauer – die will keiner. Das ist mit den schönen Dingen anders. Spaß, Freudentänze, die Welt der Kicks, des Vergessens, des Ablenkens, die glorifizieren wir. Die guten Emotionen.
Gerne möchte ich kurz skizzieren, wie ich den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen begreifen konnte: Emotionen sind gebunden an Verletzungen oder Erwartungen. Sie haben ein Ziel. Sie suchen durch ihren Ausdruck etwas zu erreichen. Sie sind manipulativ. Ob auf uns selbst oder andere bezogen. Gefühle sind eher vergleichbar mit Informationen. Die wollen nichts. Sie sind ein Angebot zu verstehen: sich selbst und andere. Sie sind ein Sprachrohr des Wir. Emotionen sind schon verdammt verführerisch, denn sie stehen im Austausch mit etwas. Wir haben was davon. Warum sonst halten wir so wehmütig daran fest? Das gleiche gilt übrigens auch für die nicht so guten Emotionen. Wieder gilt: freier Wille … Das Problem bei der Sache mit den Amplituden ist nur, dass die Ausschläge nach oben nicht ohne die Ausschläge nach unten auskommen. Da fragen wir nur nicht gerne, woher das Angebot kam. Von welcher Energie es gespeist wurde, was uns illuster ablenkt von der Sensibilität des gegenwärtigen Wahrnehmens. Aber eins bedingt das andere. Wir sind also nur gefragt zu schauen: Zu welchem Preis halten wir an den Amplituden nach oben fest, an dem, was dem individuellen Vergnügen oder Sicherheitsgefühl dient? Was nehmen wir dafür in Kauf, welchen Schmerz oder Tiefschlag – womöglich immer wieder?
Das offeriert, nochmal aus einer anderen Perspektive: Sie sind der Dreh- und Angelpunkt für alles. Alles kommt irgendwann auf Sie zurück. Was die anderen angeht: Sie können nie für jemand anderen entscheiden, nur für sich selbst. Und wieder die Frage: mal ehrlich …? Wie oft versuchen wir andere zu überzeugen, zu manipulieren, anderen etwas scheinbar »Gutes« zu tun? Meist aus Selbstzweck, Selbstschutz oder entsprechend unserer Überzeugung, einem Ideal. Oder weil ein anderer seinen Freibrief für den Übergriff geliefert hat, indem er/sie sich selbst aus der Verantwortung gezogen hat. Jeder hat seinen Rhythmus. Den können wir von außen ohne die Zuarbeit des anderen gar nicht beeinflussen. Seien Sie einfach Sie selbst. Das ist das größte Geschenk an uns alle! Ihre Reflexion wird vielleicht nie gesehen, wahrgenommen oder erst in einem anderen Leben verstanden. Aber sorgen Sie im Hier & Jetzt für das Angebot. Wir sitzen eh gemeinsam an irgendeinem Tisch. Und ob sich da jemand selbst aufgeben möchte oder Sie als Inspiration begreift: Das liegt nicht bei Ihnen. Darauf haben Sie keinen Einfluss. Sie müssen auch nicht verzweifelt versuchen, irgendwem zu helfen, wenn derjenige das nicht hören will.
Alles freier Wille …
Ja: Dabei werden wir angegriffen. Fakt. Und sei es nur, weil wir sind. Die pure Reflexion dieser Lebensweisheit ist für andere schon Provokation. Wir attackieren uns gegenseitig. Aus Neid. Weil wir das wollen, was die anderen haben. Nur sind wir nicht bereit, dafür etwas zu tun, geschweige denn, unsere »Kinderstube« selbst aufzuräumen. Ich weiß, wie herausfordernd es sein kann, mit manchen Situationen umzugehen, weil sie sogar regelrecht darauf ausgelegt sind, uns zu zerschmettern. Was da zerschmettert werden soll? Unsere Verbindung zu unserer Seele. Das Vertrauen. In uns selbst und die göttliche Ordnung hinter den Dingen. Unsere Stabilität soll geschwächt werden. Damit wir wieder aufgeben. Diese »Ehe« mit uns selbst aufgeben, damit wir ja keine Andockstelle für die Wahrheit mehr sind und damit keine Reflexion mehr bieten für andere. Diese Verbindung mit uns selbst ist Intimität. Die bieten wir damit auch anderen an. Das Gegenteil von Trennung. Schweigen. Rückzug. Das ist das einzige Ziel von Attacken. Wir drehen uns dabei im Kreis. Vergessen Sie das nicht. Egal, wo Sie auf dem Globus sind: Sie sind nur an einem Punkt eines Planeten, der sich um die eigene Achse dreht. Faktisch sitzen wir in einem Karussell. Und weil wir das nicht mehr wahrhaben wollen, keiner mehr darüber spricht – sind wir mit Selbstzerfleischen beschäftigt. Lieben Gewinner und Verlierer. Deshalb lieben wir Fußball!
Ich verstehe alle Abzweige, Betäubungsversuche oder Entschuldigungen in diesem Zusammenhang nur zu gut. Ich habe ja auch eine ganze lange Strecke damit jongliert und bin noch nicht frei von allem. Wer angegriffen wird, sucht Verteidigung oder Schutz. Voll zuzulassen, was man da so alles wahrnehmen kann, kann richtig wehtun. Aber das ist nur so lange furchteinflößend, so lange wir nicht mit der Wahrheit gehen zu sehen: Es sind Attacken. Mehr nicht. Überlebensversuche einer Energie, die uns gegeneinander ausspielt – wenn wir das zulassen. Einmal Autsch oder ein Leben lang im Schmerz? Sie entscheiden. Es sind Angebote, uns dafür zu stabilisieren oder davor zu verbarrikadieren. Lerne ich ja selbst. Jeden Tag. Allein, mich an einem Filmset zu bewegen, ist manchmal eine Herausforderung. Da ist alles darauf ausgerichtet, dass ich an die Herrlichkeit meiner Individualität glaube. Die Entertainmentbranche lebt von den Amplituden. Ihre Nahrung ist das emotionale Auf und Ab. Dazu gehören auch Nebenschauplätze, wie der Starkult, die Wichtigkeit der einen im Verhältnis zu den anderen. Die Rangordnung am Set: Regie, Kamera und Schauspiel = wichtig; Setrunner, Praktikanten und Komparsen = unwichtig. Das ist doch überall so. Überall gibt es Ideale und Regeln, die Wertepyramiden begründen. Und darum versucht ein jeder, an die Spitze zu gelangen, um die Vorzüge dieser Position zu genießen. Oder man läuft davor weg. Es ist jedenfalls keine gleichberechtigte Ordnung, die einen Sinn ergibt. Überall gibt es dieses Spiel. Nur so lange, wie wir willens sind, diese Spielregeln oder jemanden anderen als Führung anzuerkennen – oder zu benutzen, um uns verstecken zu können, – werden wir das Spiel immer weiter am Laufen halten. Teilnehmer einer Rangordnung aus Besser & Schlechter gibt es nur, weil wir an irgendeiner Stelle unsere eigene Kraft, unsere Autorität, unseren Selbstwert abgegeben haben. An wen oder was auch immer. Wenn wir bei uns bleiben, mal nicht mitspielen, bieten wir schon etwas Neues an. Damit fallen wir womöglich auf. Da frage ich Sie leise …:
Ja Und …?
Zu sehr aufzufallen, das scheuen wir! Nicht, wenn es ums Ego geht, natürlich. Das liebt Aufmerksamkeit. Aber wenn es um Wahrheit geht. Wenn es darum geht, bestehende Bilder, Rituale oder Umgangsformen infrage zu stellen. Sie womöglich sogar zu dekonstruieren. Ob das innerhalb der Familie, des Jobs, der Beziehung, des Freundeskreises oder der Sportmannschaft ist. Diese Kraft sucht nicht Aufmerksamkeit, sie bietet Liebe. Und womöglich große Veränderungen. Und das ist unbequem! Wir sind keine Eremiten. Darum will auch keiner alleine dastehen. Dieses Gefühl entsteht, wenn die Verbindung mit uns selbst und dem großen Ganzen nicht wertgeschätzt wird, wir nicht die Vereinigung von Geist und Seele anstreben, sondern bekämpfen. Deshalb sehen wir lieber das Menschliche vor dem Energetischen. Dreidimensionalität vor Multidimensionalität. Aber wenn wir uns wieder nur um das eigene Glück sorgen, die gegenwärtige Gesellschaft von irgendwem vorziehen, nur um nicht alleine dazustehen – Was ist dann mit dem Uhrwerk – das habe ich zuvor symbolisch skizziert –, das nur im Gemeinsamen funktioniert? Niemand ist unwichtig. Das Ganze funktioniert nur durch jede und jeden Einzelnen.
Doch so viele gibt es nicht, die sich präsent und ehrlich durch die Welt bewegen. Deshalb fühlen wir uns auch alleine, wenn wir uns dafür entscheiden. Das gefühlte Wir besteht derzeit im praktischen Zusammenspiel, nicht dem unvermeidlichen, energetischen Zusammenhang. Das klingt für Sie jetzt vielleicht wie bei Star Wars. Der Krieg der Guten gegen die Bösen. Aber ehrlich: konsequenterweise ist es so. Es ist so absolut. Es gibt nur zwei Clubs. Den Himmelchor oder die Hells Angels. Schwarz oder weiß. Die Farben beziehen sich selbstverständlich nicht auf Hautfarben, versteht sich! Es gibt nicht Nichts.
Was, wenn es tatsächlich unsere einzige Aufgabe ist, das Bewusstsein über diese Zusammenhänge – die Allverbundenheit – wieder zu akzeptieren und diese Sensibilität zu kultivieren? Zurück in die Kraft, die wir sind. Jede und jeder Einzelne, als Teil des Ganzen. Wir alle – ein Uhrwerk!
Zu dieser Akzeptanzübung, der Rückkehr zu dem Eins-Sein, gehört auch das Training des eigenen freien Willens, den freien Willens anderer zu respektieren. Ob Sie den gutheißen oder nicht. Sie entscheiden, ob Sie reagieren und »in die Luft gehen« oder ob Sie bei sich bleiben und aus dem Beobachterstatus heraus agieren. Denn es passiert, dass sich jemand, den wir vertraut wähnen, den wir bisher als liebevoll eingeordnet haben, sich schockartig zu einem Monster entwickeln kann. Was uns dann tatsächlich attackiert, ist eben nicht die Person, sondern eine Energie, die durch die- oder denjenigen aktiv wird. Etwas, zu dem der- oder diejenige in dem Moment Ja gesagt hat. Türöffner sind all die unerfüllten Erwartungen, ungeheilten Verletzungen, willenlosen Entscheidungsaussetzer: letztlich alles, was nicht präsent und bewusst geschehen ist. Es sind Reaktionen. Auf irgendetwas. Erinnern Sie sich, als ich mit Ihnen geteilt habe, dass ich als Teenie auf meine Mutter losgegangen bin? Ich liebe meine Mutter. Das war nie mein wahres Ich. Aber meine Anspannung, meine Verletzung, meine Anklage der Umstände damals habe ich im Fokus gehabt – und nicht die Liebe. Nur deshalb war Platz für die Ausbrüche, Angriffe und Suizidideen. Ich habe nach einer Ausflucht gerufen: Und mir wurde gegeben. Die ganze Palette des Aufgebens. Das zu verstehen, hilft zu erkennen: Es hat nie etwas mit uns zu tun. Wir alle sind Instrumente. Ausgestattet mit einem freien Willen. Einem Geist, der sich seiner Partnerin – der Seele – annähern will oder nicht. Und bei diesem Manöver, dem Ja oder Nein zu dieser Verbindung, ist niemand je abgeschrieben, nur weil er oder sie mal eine Unverschämtheit oder Gewalttat zugelassen hat. So lange die Bereitschaft da ist, sich dem Wir wieder zuzuwenden. Konsequent weiter gesprochen ist es so, dass Suizid nur die radikalste Weise ist, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Es ist sogar mehr noch: Im nächsten Kreislauf stecken Sie nämlich noch viel tiefer in den emotionalen Verstrickungen drin und haben es noch schwerer, wieder auf die Hufe zu kommen. Es ist eine Illusion, dass wir aus diesem Miteinander-verwoben-Sein fliehen könnten. Es ist eine Auszeit, die Sie irgendwann schmerzlich bezahlen müssen. »Rauchen ist Selbstmord auf Raten«, sagt der Volksmund. Es ist genauso wie mit allen Betäubungsmitteln. Alles, was das bewusste Wahrnehmen hindert oder trübt, ist letztlich ein Akt der Feigheit, Bequemlichkeit oder Arroganz. Wie Suizid. Nur nicht so radikal und deshalb geduldet. Mancherorts sogar gefeiert! Vollkommen unemotional und unromantisch. Es ist schlichtweg verantwortungslos. Das eine wie das andere.
Wir sind aber nicht hier, um gemocht zu werden. Aber das denken wir immer noch, weil wir uns in Abhängigkeiten verwickelt haben. Menschlich, emotional oder wirtschaftlich. Wir sind hier, um irgendwann nicht mehr hier sein zu müssen.
Was glauben Sie, welche Auswirkungen das, was Sie hier alles zu lesen bekommen, auf mein Leben und damit auf mein Umfeld haben kann? Wenn meine Überzeugung und mein Handeln jemandem missfallen, bin ich für denjenigen fortan eine Zielscheibe. Es lauern all die Schablonen und Urteile dieses Gegenübers und womöglich auch noch die, in dich ich selbst noch verstrickt bin. Und die erneut versuchen werden, mich zu zerschmettern. Deren Selbsterhaltungsdrang nach Vernichtung schreit, wenn ich ihnen zu nahekomme. Ich bin mir dessen gewahr: Das ist eben das Spiel. Ich muss auch damit leben, dass sich Menschen, die ich liebe und die wissen, dass sie von mir geliebt sind, von mir abwenden, wenn denen das alles zu viel ist. »Christina, da gehe ich nicht mehr mit«, habe ich schon gehört. Und das kann wieder passieren. Meine langjährige Weggefährtin Gundi und ich haben vor Kurzem über den Tod gesprochen. Ein Bekannter von ihr war plötzlich verstorben. Ich sprach sanft von seiner Lebensuhr, davon, dass er bestimmt bald wieder irgendwo im Einsatz ist. Ich hörte sie die Worte sagen: »Ich wünschte, ich könnte das so sehen wie du …«, und sie fängt an zu weinen. Für sie gibt es nur den Verlust. Anfang und Ende. Für sie kommt nach dem Tod das große schwarze Nichts. Vielleicht kommen wir in dieser Lebensansicht niemals zusammen. Aber um einen Konsens geht es gar nicht. Grundsätzlich geht es nie darum. Jeder hat seine Sicht, und die zu respektieren, gegenseitig, das ist alles, was es braucht. Andere Blickwinkel als Befruchtung zu umarmen und nicht als Feindesland. Lieben, im Sinne von respektieren, tun wir uns also allemal. Auch wenn sich, nachdem sie dieses Buch gelesen hat, unsere Wege nicht mehr finden sollten, dann wäre das so. Meinem Gefühl nach wird es nicht so kommen, aber man weiß es nie. Denn auch wenn die, die mich schon lange kennen – also auch die Zeiten miterlebt haben, als ich noch um mich geschlagen, Emotionen, Depressionen und Suizidbestrebungen geäußert habe –, wissen, wie ich heute aufgestellt bin: Es bleibt bei denen, ob sie das »gut« finden oder nicht. Mit dem Risiko muss ich leben. Und das will ich auch. Denn ich habe mich für die Liebe, für das Wir entschieden. Das ist wie mit der Parabel vom Krieger, der gefragt ist, das Schwert gegen seine eigene Sippe zu erheben, die ein ganzes Volk unterdrückt. Die Frage bleibt: gegenwärtige Harmonie mit wenigen oder das Potenzial der Wahrheit für Tausende?
Und damit ist nicht nur mein unmittelbares Umfeld Teil meines Lebens. Es ist ein viel größerer Zusammenhang, in dem eine Qualität zählt. Und die ist für mich zunächst: die Ehrlichkeit. Das auszusprechen, was ich erfahren konnte. Alleine die Zuschauer, die meine Filme sehen, sind für mich täglich Ansporn, klar zu bleiben und eine aufrichtige Reflexion zu liefern. Mein Schweigen, der Versuch, diese innere Stimme zum Schweigen zu bringen, war – wie Sie wissen – nicht von Erfolg gekrönt! Es hätte mich beinahe zerschmettert …
Mir war der Preis zu hoch! Suizid oder Knechtschaft. Beides keine Optionen mehr für mich. Und jetzt, da ich nicht mehr schweige, warten womöglich noch ganz andere Risiken. Aber: Ich stelle mich ihnen. Ich bin auch hier bereit zu sein, zu lernen und zu wachsen. Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei. Ich habe lange genug geschwiegen. Auch über die Tatsache, dass ich mit einer Frau verheiratet bin. Aus Angst vor den Schablonen wie »Dann wirst du als Schauspielerin nicht mehr besetzt! Du bist dann keine neutrale Projektionsfläche mehr. Du wirst Follower verlieren.« Und wieder frage ich: Mal ehrlich …: Ja Und …? Das Armutszeugnis würde nicht ich einstecken. Das ginge an andere. Das steht fest.
Für diejenigen, die auf diese Verantwortung im Leben so überhaupt keine Lust haben, gibt es ja noch Kuchenteig zum Löffeln, vielfach aromatisierten Kaffee und Energydrinks. Dem Wahnsinn sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, der Resonanzkörper Körper wird stillgelegt, dauerstimuliert oder verlangsamt in seiner Empfangsfähigkeit, um der Sensibilität keinen Platz einzuräumen. Früher zum Beispiel gab es Karamelle im Krämerladen. Eine, vielleicht zwei Sorten. Heute gibt es eben alles, was man sich nur vorstellen kann. Um nur ein Beispiel zu zeichnen. Wir haben unsere Verhaltensweisen nicht geändert. Wir sind nur immer extremer und radikaler geworden. Die Folge davon, den Intellekt vor den Karren gespannt zu haben, statt das Leben aus dem Leben – dem Lebendigen: dem Körper heraus anzunehmen und zu leben. Offenbar ist immer mehr universelle Liebe im Angebot, sonst wäre die Gegenkraft nicht so erfinderisch. Ob rechtsradikales Gedankengut, Ganzkörpertattoos, das romantische Hollywood oder Extremsport: Suchen Sie sich was aus. Die Palette ist groß und vielfältig. Aber die Qualität dahinter ist dieselbe.
»Wir brauchen mehr Persönlichkeiten in unserem Land.« Das hat Martin Eich, zwischenzeitlich verstorbener freier Journalist, zu mir gesagt, als er für die Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein großes Porträt über mich gemacht hat. Gerade auf dem politischen Terrain und unter den Führungskräften unseres Landes wünsche er sich mehr Profil. Ich weiß, was er meinte. Es braucht mehr Menschen, die bereit sind, von der Komfortcouch aufzustehen. Und zu leben, was sie sagen: to walk the talk! Sich in den Wind zu stellen. Wenn aktuell beispielsweise der Klimawandel schreit, sind wir bereit, Veränderungen vorzunehmen. Dann denken wir darüber nach, wie man Autos bauen kann, die weniger Sprit brauchen, wie Kuhmist effizienter genutzt oder das Bienensterben verhindert werden kann. Wir sind bereit zu handeln. Nur: bis zu welchem Punkt? Wenn die Einsicht dazu führen müsste, dass Sie kein Auto mehr fahren könnten, wären Sie dann noch dabei? Oder was Existenzielleres: Wären Sie bereit anzusprechen, wenn in Ihrer Firma ein achtloser oder korrupter Umgang herrscht – oder ist der Kontostand am Ende des Monats verlockender und Grund zu schweigen? Wir sind bereit zu gehen, aber nur so lange, wie es uns nicht zu sehr einschränkt, so lange es uns die Komfortzone unserer eigenen Bequemlichkeit erhält. Deshalb sind Existenzangst, Verlust der eigenen Reputation oder Gefährdung der eigenen Familienmitglieder geeignete Mittel, uns im Zaum zu halten. Wir sind bereit, unsere Lebensenergie an das Schweigen, Mitspielen oder Anpassen abzugeben – den Preis zu bezahlen –, damit wir vermeintlich vor etwaigen Folgen geschützt sind …
Ein Gedankenexperiment: Wenn es die Möglichkeit einer Katastrophe gibt, also dem »negativen« Ausgang einer Situation – ziehen Sie in Erwägung, dass auch das Gegenteil möglich ist? Dass es auch ein Potenzial für Wachstum geben kann? Wer weiß, was wirklich passiert, wenn Sie mal Ihre Kraft einnehmen. Ihre Stimme erheben. Seien Sie nicht überrascht, wenn Folgen auf Sie zukommen, mit denen Sie nie gerechnet hätten. Der Himmel ist sehr reich an Angeboten! Vielleicht werden Sie erstmal gefeuert. Aber weil Sie etwas angesprochen haben, werden Dinge in Gang gebracht. Und vielleicht wartet dann schon ein ganz anderer Job auf Sie? Ein Arbeitsplatz, an dem man Ihre Qualität zu schätzen weiß … Das bekannte Gefängnis oder die unbekannte Freiheit? Nur im Loslassen lernen wir Vertrauen …
Manchmal inspiriert die Lässigkeit derer, die schon im Wind gestanden haben. »Die einen kennen mich, die anderen können mich!«, so Konrad Adenauer. Ich würde nur liebevoll ergänzen: »… können mich kennenlernen.« Und das meine ich nicht als Provokation, sondern als Angebot.
Ich kann sagen, dass diese unabhängige, esoterische Lebensweise mich mit jedem Tag mehr und mehr stärkt und wachsen lässt. Ich liebe es, rauszugehen. Meine Arbeit zu machen, Menschen zu begegnen, zu reisen. Ins Leben zu gehen! Energie lesen und leben zu lernen. Das Leben als Ort, zu wachsen und Hausaufgaben abzuarbeiten. Eines Tages haben wir vielleicht keine mehr abzuarbeiten. Dann können wir von Aufräumern unseres eigenen Chaos‘ zu Unterstützern der anderen werden. Neues entdecken – uns selbst noch weiter vertiefen. Wir werden das so lange machen, bis wir alle wieder im Wir angekommen sind.
Ich habe mir diesen Schritt erlaubt. Habe mich auf die allverbindende Wahrheit wieder eingelassen. Es ist ja nur der Anfang von etwas Großem. Lernbereit und bereit, Haltung zu beziehen. Bereit, im Sturm zu stehen. Ich stehe nicht mehr Kopf. Ich bin. Lieber ehrlich, als mich einem System zu verschreiben, dem mich anzupassen mich innerlich zerreißt. Sollen die Label doch kommen: Homo, Sekte, bekloppt, abgedreht, realitätsfern.
Ja Und …?
Ich werde weiter lieben und auf mein Inneres hören und das Wir im Fokus behalten. In meiner vollkommenen Imperfektion!
Und darin freue ich mich. Jeden Tag. Auf Sie. Auf mich. Auf das Lernen. Auf alles und jeden, was und wer meinen Weg noch kreuzen wird. Alles, was ich dabei tun kann, ist einfach nur, zuzuhören und stets offen, präsent und bereit zu bleiben, mutig auch nach den entsprechenden Impulsen zu handeln, die mir gegeben werden. Das Gleiche gilt für Sie.
In dieser Qualität ist dieses Buch entstanden. So ist sogar jüngst ein Album entstanden. Meine Frau hatte eines Tages ein Lied komponiert. Und ich sollte dazu Klavier spielen. »Kann ich nicht«, war meine spontane Reaktion. »Doch«, sagt sie nur und lässt mich mit einer Audioaufnahme am Klavier zurück. Sie hat eine wundervolle Stimme. Als ich versucht habe, in die Tasten zu bringen, was sie gesungen hat – vom Kopf –, war ich heillos aufgeschmissen. Ich habe früher Nie frei gespielt. Nach Noten: ja. Ich habe also Kenntnisse über den Quintenzirkel bemüht, leicht behäbig irgendwelche Tastenkombinationen ausprobiert. Nichts hat funktioniert. Mein Körper hat beständig gesagt: entweder ich führe, oder hier läuft gar nichts. Mein Verstand hatte sich demütig zu fügen. Qualität zuerst. Nicht Wissen. Gut: Irgendwann habe ich meine Finger auf die Tasten gelegt, die Augen geschlossen und vertraut … Wie damals bei meinem Unfall. Ich habe losgelassen – und: losgespielt. So spiele ich seitdem. Es fließt einfach aus den Fingern. Ohne hartes Proben oder Nachdenken. Da gibt es nämlich etwas, das können wir nicht erlernen. Das wird uns gegeben. Sicherlich erkennen Sie hier das Fundament, das in den Klavierstunden meiner Kindertage gelegt wurde. Das hat bestimmt nicht geschadet! Aber Musik zu machen, begleitend und komponierend – das hatte ich nie geplant! Aus der Synergie zwischen meiner Frau und mir ist so tatsächlich eine ganze Reihe von Songs entstanden. Ein komplettes Album! Ein Resultat unseres gemeinsamen Weges voran. Nicht für uns – ein Teil des Wir. Ob klangschön oder nichts für Ihre Ohren: Das entscheiden Sie und andere. Ob ich diese Urteile annehme, mich gar wieder zurückziehe oder sie bei den Adressaten lasse: Das ist wieder meine Wahl …
Mich überrascht nichts mehr.
So ging es mir auch beim Schreiben: Hätte ich versucht aus diesem Buch eine Profilierungsnummer zu machen, wäre ich gänzlich gegen die Wand gefahren. Und es war verlockend, das Ganze als solche so anzugehen. Die Verlockung: mich eloquent, intellektuell, sprachlich auszutoben. Mich darzustellen. Futter für den Ich-Modus. Die ersten Seiten drohten auch dahin abzudriften. Grund: Ich wollte mich doch irgendwie schützen. Mich nicht zu sehr zeigen. Mich hinter meiner sprachlichen Eloquenz verstecken. Aber ein leises Anklopfen von Lektoratsseite hat mich wachgerüttelt: »Wenn man Sie persönlich trifft, dann ist alles so nahbar, so ehrlich und berührend. Das bisher Geschriebene hat eine Distanz.« Das hat gesessen. Und gespürt hatte ich das schon während des Schreibens. Also landetet alles Geschriebene in der Tonne. Und ich habe ein halbes Jahr nicht geschrieben. Ich habe die Zeit genutzt, um in diese Aufgabe hineinzuwachsen und hinzufühlen: Was es wirklich braucht. Mich wirklich zu zeigen. Ohne Restriktionen. Im Sinne des Wir. Nicht des Ich. Und von da aus zu erzählen. Mehr nicht. Und an einem stillen Nachmittag habe ich mich darauf eingelassen und angefangen zu schreiben. Pur und ungeschönt.
Spätestens seit dieser Erfahrung erlaube ich mir, mich zurückzulehnen und zuzulassen, was da eben kommen mag. Wie bei meinem Klavierspiel. So arbeite ich auch vor der Kamera. Das Handwerk habe ich gelernt. Die Umsetzung übernimmt mein Körper. Ich bin in service. Mein Beruf als Schauspielerin, die Truth-in-Acting-Methode, Coaching, Musik machen, Schreiben …: Nichts von alledem habe ich je geplant oder mir vorgenommen. Ärztin wollte ich werden. Ich habe verstanden: Uns wird gegeben.
Es geht also nur um eins: um die Qualität, in der wir uns bewegen, in der wir sind – und damit um die Qualität, die unser Handeln, unser Denken – und damit die Produkte prägt, für die wir stehen. Die andere erreicht. Energie zuerst. Dabei gibt es kein Besser oder Schlechter. Es gibt nur Wahrheit oder Illusion.
Ich bin mit meinem Ausdruck, meinem Blickwinkel ein Angebot. Ob und was das für Sie bedeutet, entscheiden Sie.
With love. Always.