Inhalt |
Inhalt des AusspracheTrainers (separat erhältlich) |
Vorwort / Einleitung |
Track 1 |
Begleitendes Tonmaterial |
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Hinweise zur Benutzung |
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Die Sprache |
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Karte des Iran |
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Alphabet & Aussprache |
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Wörter, die weiterhelfen |
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Grammatik |
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Hauptwörter |
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Eigenschaftswörter |
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Persönliche Fürwörter |
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Hinweisende Fürwörter |
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Besitzanzeigende Fürwörter |
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Rückbezügliche Fürwörter |
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Unbestimmte Fürwörter |
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Das Wörtchen „digar“ & Verdopplungen |
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Steigern & Vergleichen |
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Liste wichtiger Tätigkeitswörter |
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Gegenwart |
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Sein & Haben |
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Vergangenheit |
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Zukunft |
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Zusammengesetzte Tätigkeitswörter |
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Befehlsform |
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Modalverben |
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Ja & Nein |
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Fragen & Fragesätze |
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Verhältniswörter |
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Bindewörter |
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Zahlen & Zählen |
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Zeitangaben |
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Konversation |
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Mini-Knigge |
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Anrede |
Track 5 |
Redewendungen |
Track 6 |
Religion & Alltagskultur |
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Zu Gast sein |
Track 7 |
Essen & Trinken |
Track 8 |
Übernachten |
Track 9 |
Unterwegs |
Track 10 |
Kaufen & Feilschen |
Track 11 |
Bank, Post, Behörden |
Track 12 |
Krank sein |
Track 13 |
Freizeit |
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Anhang |
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Literaturtipps |
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Wörterlisten |
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Wörterliste Deutsch – Persisch |
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Wörterliste Persisch – Deutsch |
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Die Autorin |
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Impressum |
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Das Wichtigste im Überblick |
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Nichts verstanden? – Weiterlernen! |
Track 4 |
Die wichtigsten Fragewörter |
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Die wichtigsten Fragen |
Track 3 |
Die wichtigsten Richtungsangaben |
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Die wichtigsten Zeitangaben |
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Die wichtigsten Floskeln & Redewendungen |
Track 2 |
Aussprache |
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Zahlen |
Track 14 |
Sie spielen mit dem Gedanken, die persische Sprache zu erlernen? Sie trauen es sich aber nicht ganz zu? Sie glauben vielleicht, dass Ihnen die Aussprache nicht gelingen würde, weil sie Ihnen sozusagen „spanisch“ vorkommt? Und diese gekritzelte Schrift, wie soll man das bloß lernen?
Habe ich Ihre Gedanken richtig erraten? Ja? – Vergessen Sie sie! Ich verspreche, Ihnen die persische Sprache auf so einfache Art und Weise beizubringen, dass Sie in kurzer Zeit und ohne Mühe eine kleine Unterhaltung führen können. Ich will Ihnen so viel Grammatik beibringen wie notwendig, ohne Sie mit 1001 Regeln und Ausnahmeregeln zu verwirren. Die Schrift können Sie lernen, wenn Sie möchten, aber es geht mit diesem Buch auch sehr gut ohne. Ich muss Ihnen aber gestehen, dass ich ohne Ihre aktive Beteiligung dieses Versprechen nicht einhalten kann. Ein bisschen Grammatik und Vokabeln büffeln, das müssen Sie schon.
Ich bin sicher, wenn Sie sich jetzt entschließen, die persische Sprache zu erlernen, werden Sie viel Spaß haben. Ich möchte Sie aber zu nichts überreden. Sie können es ja einmal probieren. Sie können auch persisch essen gehen. Mit Sicherheit bekommen Sie dann auch Appetit auf die Sprache.
Viel Spaß und / oder Guten Appetit!
Mina Djamtorki
Zu diesem Buch ist zusätzlich ein AusspracheTrainer als MP3-Download erhältlich unter
https://www.reise-know-how.de/produkte/kauderwelsch-aussprachetrainer-und-audio/aussprachetrainer-persisch-mp3-1318
Auch erhältlich auf Audio-CD unter
https://www.reise-know-how.de/produkte/kauderwelsch-aussprachetrainer-und-audio/aussprachetrainer-persisch-farsi-audio-cd-44968
Der AusspracheTrainer enthält alle Sätze und Redewendungen, die in diesem Buch mit einem markiert sind.
Hörproben: In ausgewählten Kapiteln im Konversationsteil dieses Buches können Sie sich unter den dort angegebenen Links Ausschnitte aus dem AusspracheTrainer anhören.
Der Kauderwelsch-Band „Persisch“ ist in drei wichtige Abschnitte gegliedert:
Die Grammatik beschränkt sich auf das Wesentliche und ist so einfach gehalten wie möglich. Deshalb sind auch nicht sämtliche Ausnahmen und Unregelmäßigkeiten der Sprache erklärt. Wer nach der Lektüre gerne noch tiefer in die Grammatik eindringen möchte, findet im Anhang einige Tipps zum Weiterlernen. Natürlich kann man die Grammatik auch überspringen und sofort mit dem Konversationsteil beginnen. Wenn dann Fragen auftauchen, kann man immer noch in der Grammatik nachsehen.
Im Teil Konversation finden Sie Sätze aus dem Alltagsgespräch, die Ihnen einen ersten Eindruck davon vermitteln sollen, wie Persisch „funktioniert“, und die Sie auf das vorbereiten sollen, was Sie später im Iran hören werden.
Jede Sprache hat ein typisches Satzbaumuster. Um die sich vom Deutschen unterscheidende Wortfolge der persischen Sätze zu verstehen, ist die Wort-für-Wort-Übersetzung in kursiver Schrift gedacht. Jedem persischen Wort entspricht ein Wort in der Wort-für-Wort-Übersetzung. Wird ein persisches Wort im Deutschen durch zwei Wörter wiedergegeben, werden diese zwei Wörter in der Wort-für-Wort-Übersetzung mit einem Bindestrich verbunden.
kif·e tscharmi·ye ßefid·e zan·am
Tasche-G ledern-G weiß-G Frau-mein
die lederne weiße Handtasche meiner Frau
„-G“ in der Wort-für-Wort-Zeile steht für das wortverbindende grammatische Element -e / -ye, das u. a. die Funktion eines Genitivs (2. Fall) erfüllt.
Werden in einem Satz mehrere Wörter angegeben, die man untereinander austauschen kann, steht ein Schrägstrich zwischen diesen:
ghāli·hā·ye / farsch·hā·ye ghaschang·e gerān
Teppich-Mz-G / Teppich-Mz-G schön-G teuer
die schönen teuren Teppiche
Bei Wörtern in Lautschrift dient ein kleiner, mittig angeordneter Punkt zur Identifizierung von wichtigen grammatischen Vor- und Nachsilben im Persischen.
Mit Hilfe der Wort-für-Wort-Übersetzung können Sie bald eigene Sätze bilden. Sie können die Beispielsätze als Fundus von Satzschablonen und -mustern benutzen, die Sie selbst Ihren Bedürfnissen anpassen. Mit einem kleinen bisschen Kreativität und Mut können Sie sich auf dieser Grundlage praktisch unbegrenzt viele neue Sätze „zusammenbauen“.
Die Wörterlisten im letzten Abschnitt des Buches helfen Ihnen dabei. Sie enthalten einen Grundwortschatz von je ca. 1000 Wörtern Deutsch–Persisch und Persisch–Deutsch, mit denen man schon eine ganze Menge anfangen kann.
Die Rubrik „Das Wichtigste in Kürze“ im Anhang hilft, die wichtigsten Sätze und Formulierungen stets parat zu haben. Hier finden sich schnell die wichtigsten Angaben zur Aussprache und eine kleine Liste der wichtigsten Fragewörter, Richtungs- und Zeitangaben. Sie müssen einfach die gewünschte Satzkonstruktion mit dem entsprechenden Vokabular aus den einzelnen Kapiteln kombinieren.
Wenn alles nicht mehr weiterhilft, dann ist vielleicht das Kapitel „Nichts verstanden? – Weiterlernen!“ der richtige Tipp. Es befindet sich ebenfalls in der Rubrik „Das Wichtigste in Kürze“, stets bereit, mit der richtigen Formulierung für z. B. „Ich habe leider nicht verstanden.“ oder „Wie bitte?“ auszuhelfen.
Und nun geht’s los. Viel Spaß dabei!
fārßi, das heute im Iran und in weiten Teilen Afghanistans gesprochene Persisch, gehört der indoeuropäischen Sprachfamilie an. Sie werden dies daran merken, dass Persisch im Satzbau und z. T. im Grundwortschatz dem Deutschen sehr ähnelt (Beispiele: mādar Mutter, dochtar Tochter).
Nach der Eroberung des Iran durch die Araber 642 n. Chr. hat die persische Sprache viele arabische Wörter aufgenommen. Die arabische Schrift wurde übernommen und um zusätzlich vier Buchstaben zur Darstellung speziell persischer Mitlaute, die im Arabischen nicht vorhanden waren, erweitert. Trotz der Übernahme der arabischen Schrift ist die Aussprache der einzelnen Buchstaben im Persischen zum Teil anders.
Die richtige Schreibweise der arabischen Lehnwörter kann allerdings manchmal Kopfschmerzen bereiten, weil diese persisch ausgesprochen werden und nicht arabisch. Um diese Wörter richtig schreiben zu können, gibt es nur eine gute Lösung, nämlich sie auswendig zu lernen. Hinzu kommt noch, dass es im Persischen für manche Laute zwei oder mehrere gleich klingende Buchstaben gibt, die im Arabischen unterschiedlich ausgesprochen werden.
Die persische Sprache weist wie jede andere Sprache verschiedene Dialekte auf. Hier wird die Aussprache der Teheraner als Maßstab genommen. Dabei ist zwischen der Schriftsprache und der Alltagssprache zu unterscheiden. Die Schriftsprache dient natürlich an erster Stelle zum Schreiben; gesprochen wird sie in Nachrichtensendungen des Rundfunks und Fernsehens, bei öffentlichen Reden oder förmlichen Gesprächen. Die Umgangssprache weicht insofern von der Schriftsprache ab, als einige Vor- und Nachsilben anders ausgesprochen werden, bestimmte Wörter zusammengezogen oder einfach weggelassen werden. Nicht selten entsteht im gesprochenen Wort eine Mischung aus beidem.
Zu den besonders auffälligen Merkmalen der Umgangssprache gehört, dass der lange Selbstlaut = ā vor dem Mitlaut
= n häufig als u ausgesprochen und z. T. auch so geschrieben wird (d. h. mit dem Buchstaben
).
farsch·hā·ye gerān / gerun
Teppich-Mz-G teuer / teuer(U)
die teuren Teppiche
Die umgangssprachlichen Formen stehen alternativ nach einem Schrägstrich und sind in der Wort-für-Wort-Übersetzung mit (U) gekennzeichnet. Allerdings können aus Platzgründen nicht alle Sätze auch in umgangssprachlicher Form wiedergegeben werden. Versuchen Sie, diese anhand der Erläuterungen selbst zu bilden. Das übt.
Andere umgangssprachliche Formen sind zwar in schriftlicher Form eher ungebräuchlich, werden aber in diesem Buch dennoch mitaufgeführt und ebenfalls in persischer Schrift wiedergegeben. Allerdings lassen sich nicht alle Ausspracheunterschiede zwischen der Schrift- und der Umgangssprache mit den persischen Buchstaben nachbilden. Bleibt bei unterschiedlich gesprochenen Varianten die persische Schreibung gleich, wird das entsprechende Wort in der Originalschriftzeile auch nur einmal aufgeführt (d. h. in der Lautschrift steht dann ein Schrägstrich, in der persischen Schrift aber nicht).
Ich möchte Ihnen in Kürze einiges über die Schrift mitteilen, damit Sie zumindest Hinweisschilder, Schlagzeilen in Zeitungen oder die Speisekarte „entschlüsseln“ können. Vielleicht möchten Sie auch mal einen Postkartengruß in fārßi schreiben.
Nachfolgend wird das persische Alphabet, das aus 32 Buchstaben besteht, aufgeführt. Zunächst nenne ich Ihnen den Namen des Buchstaben und in Klammern seine Position im Alphabet sowie in arabischer Schrift die Schreibweise des allein stehenden Buchstabens und seiner Varianten am Wortanfang, im Wortinneren und am Wortende. In der arabisch-persischen Schrift werden die Buchstaben nämlich ganz überwiegend wie in unserer Schreibschrift miteinander verbunden geschrieben (die Ausnahmen folgen festen Regeln!). Daraus ergeben sich oft verschiedene Buchstabenformen je nach der Position im Wort. Da gewisse Buchstaben nicht nach links verbunden werden können (siehe weiter unten), kann man die Anfangs- oder Endformen von Buchstaben durchaus auch im Wortinneren antreffen, nämlich eben immer dort, wo es nach links nicht mehr weitergeht.
In der Zeile darunter steht die verwendete Lautschrift für den Buchstaben mit weiteren Erklärungen. In der Tabelle finden Sie manchmal mehrere Buchstaben für einen Laut zusammengefasst. Diese werden dann im Persischen – anders als im Arabischen – gleich ausgesprochen. Die zusätzlichen vier Buchstaben im Persischen pe = , tsche =
, je =
und gāf =
, die im Arabischen nicht existieren, sind in der Umschrifttabelle mit einem * gekennzeichnet.
Beachten Sie, dass eine Reihe von Buchstaben dieselben Grundformen haben, aber durch ein bis drei zusätzliche Pünktchen darüber oder darunter voneinander unterschieden werden. Diese Pünktchen dürfen nicht verwechselt werden, weil sich sonst der Wortsinn ändern kann! Handschriftlich wird oft statt zwei Punkten ein und statt drei Punkten ein
gesetzt.
Buchstabe |
Ende |
Mitte |
Anfang |
einzeln |
alef (1) |
|
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Dient am Wortanfang als Selbstlautträger: für a in abr für e in ezdewādj für o in otu Das Zusatzzeichen madd über dem alef das lange ā am Wortanfang: ādam Zwei kleine Schrägstriche spricht man an: maßalan |
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be (2) |
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b wie in „Bier“: bā |
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che (9) |
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ch wie in „Koch“: chodā |
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dāl (10) |
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d wie in „da“: dāß |
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djim (6) |
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dj wie in engl. „job“: djā |
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eyn (21) |
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’ Leichter Knacklaut in der Kehle (Wortinneres oder Wortende). |
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Im Wortinneren wie der Stimmabsatz in „Be|amter“ oder „Ver|ein“: |
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ma’ruf |
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Am Wortende scharf und kurz abgehackt sprechen: rob’ |
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Am Wortanfang als Selbstlaut sprechen: |
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a in akß |
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e in elm |
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o in omr |
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ā in ādat |
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fe (23) |
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f wie in „fein“: fargh |
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gāf* (26) |
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g wie in „Geld“: garm |
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Am Wortende weicher: barg |
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gheyn (22) |
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ghāf (24) |
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gh: wie ein am Gaumen geriebenes (also nicht gerolltes) „r“: |
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ghurbāghe |
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hā (8) |
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he (31) |
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h wie in „heiß“: hab(b) |
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Am Wortende klingt der Buchstabe he wie ein kurzes betontes e: |
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teschne |
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Nach langem Selbstlaut steht he allein, weil es nicht nach links |
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verbunden werden kann. he wird dann voll ausgesprochen, z. B.: |
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kuh |
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je* (14) |
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j wie in frz. „bonjour“: ejdehā |
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kāf (25) |
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k wie in „Kind“: kaf |
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lām (27) |
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I wie in „Leid“. Zusammen mit einem nachfolgenden langen ā wird |
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mim (28) |
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m wie in „Mann“: mār |
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nun (29) |
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n wie in „Natur“: nān |
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pe* (3) |
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p wie in „Preis“: pā |
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re (12) |
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r wie in „raten“: rāz |
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ße (5) |
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ßin (15) |
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ßād (17) |
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ß wie in „Biss“: ßabt |
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schin (16) |
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sch wie in „schön“: schāch |
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te (4) |
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tā (19) |
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t wie in „Tee“: tā |
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tsche* (7) |
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tsch wie in „Deutsch“: tschāp |
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wāw (30) |
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w wie in „Wasser“: wazn |
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Als Selbstlaut: o in to |
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Als Doppelselbstlaut: ou wie in engl. „goal“: goud |
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wāw nach ch gefolgt von ā oder i wird nicht gesprochen: |
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chānande |
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Das Wort wa |
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In Wortzusammensetzungen wird es meist o ausgesprochen. |
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Am Wortanfang immer wa ausprechen! |
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ye (32) |
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y wie in „ja“: yā |
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Als langer Selbstlaut i am Wortanfang: irān |
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im Wortinneren und am Wortende bini |
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sowie als Doppelselbstlaut ey wie in engl. „made“: key |
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Bei Folgen von zwei ye kann das erste durch ein hamze |
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werden, welches über das ye gesetzt wird. Das zweite wird dann |
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als i ausgesprochen. Tee kann also wie folgt geschrieben werden: |
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tschāyi | ||||
zāl (11) |
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ze (13) |
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zād (18) |
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zā (20) |
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z stimmhaft wie in „Seide“: zāt |
Handschriftlich werden che (9) , hā (8)
, tsche (7)
und djim (6)
im Wortinneren und am Wortende so
geschrieben: z. B. in kodjā
wo, kadj
schief. Am Wortende wird ye (32) handschriftlich meistens auf die folgende Weise geschwungen wie folgt geschrieben:
.
Die Häkchen bei ßin (15) und schin (17)
müssen genau gezählt sein. Oft werden sie durch einen Längsstrich
bzw.
ersetzt. Aber Achtung: Auch andere Buchstaben könnenen auf diese Weise „kosmetisch“ gelängt werden!
Das Zeichen hamze dient entweder als stummer Selbstlautträger oder als Mitlaut und wird im letzteren Fall ebenso wie
= ’ ausgesprochen: ßo’āl
Frage.
Die arabisch-persische Schrift kennt keine Groß-und Kleinschreibung oder Blockschrift. Zur Wortbildung werden die Buchstaben von rechts nach links miteinander verbunden und gelesen. Ausnahmen bilden die folgenden Buchstaben, die nicht nach links verbunden werden können.
a |
az |
von, aus, seit | ||
ā |
āb |
Wasser | ||
d |
ārd |
Mehl | ||
z |
āzād |
frei | ||
r |
dar |
Tür; in | ||
z |
āzar |
9. Monat (iranischer Kalender); | ||
j |
dej |
Festung, Burg | ||
w |
āwāz |
Lied, Gesang |
Doppelte Mitlaute werden mit dem Zusatzzeichen taschdid über dem entsprechenden Buchstaben gekennzeichnet. Eine Verdopplung des Buchstabens ist daher nicht nötig: ammā
(aber). In unserer Lautschrift wird der betreffende Buchstabe aber dennoch doppelt geschrieben.
ā |
dunkler als in „Rasen“, eher wie in (amerikan.-)engl. „car“: |
|
chām |
|
am Wortanfang alef (1) |
|
am Wortende: chodā |
|
im Wortinneren: āzād |
u |
wie in „Musik“: musch |
|
am Wortanfang: alef |
|
im Wortinneren und am Wortende wāw (30) |
|
ghu |
i |
wie in „Idee“: schir |
|
am Wortanfang alef (1) |
|
imān |
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im Wortinneren ye (32) |
|
am Wortende ebenfalls ye (32) |
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chāli |
|
oder alef (1) |
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nāme’i |
Kurze Selbstlaute werden meist nicht geschrieben, manchmal aber doch mit speziellen Vokalzeichen markiert. Diese arabischen Hilfszeichen heißen fathe (für das a), kaßre (für das e) und zamme (für das o). Allerdings werden sie, wie auch das Zeichen für die Verdopplung von Mitlauten taschdid und oft auch das hamze
, im Persischen nur selten geschrieben. Sie stehen dann nur zur Vermeidung von Missverständnissen.
a norddeutsches „a“ wie in „kalt“: gard |
e offen wie in „Heft“: gerd |
o offen wie in „oft“: gord |
Merke: Der lange Vokal ā darf nicht mit dem kurzen a verwechselt werden, da es sonst leicht zu Missverständnissen kommen kann:
chār |
Dorn |
char |
Esel |
||
bād |
Wind |
bad |
schlecht |
||
tāb |
Schaukel |
tab |
Fieber |
||
tschāp |
Druck, Auflage |
tschap |
links |
||
māßt |
Joghurt |
maßt |
betrunken |
Im Allgemeinen wird die letzte Silbe eines Wortes betont. Bestimmte Vorsilben wie be oder mi sowie die Verneinung na bzw. ne, ni ziehen jedoch die Wortbetonung auf sich.
Um die Anwendung hilfreicher Ausdrücke wie „Wo ist … ?“, „Ich möchte …“, „Haben Sie … ?“ oder „Was kostet … ?“ zu erklären, bedarf es eigentlich einer näheren grammatikalischen Erläuterung.
Es wird Sie aber an dieser Stelle weiterbringen, wenn Sie folgende Ausdrücke erst einmal anwenden, ohne sich um die Grammatik zu kümmern. Suchen Sie sich aus der Vokabelliste Hauptwörter aus, die für Sie in Frage kommen und setzen Sie sie entsprechend den folgenden Beispielen ein:
hotel kodjā aßt / kodjā-ßt?
Hotel wo ist / wo-ist(U)
Wo ist das Hotel?
man otāgh mi·chāh·am / mi·chā.m.
ich Zimmer will(ich) / will(ich)(U)
Ich möchte ein Zimmer.
schomāotāgh dār·id / dār·in?
ihr Zimmer habt(ihr) / habt(ihr)(U)
Haben Sie ein Zimmer?
otāgh tschand mi·schaw·ad / mi·sch·e?
Zimmer wie-viel wird(es) / wird(es)(U)
Was kostet das Zimmer?