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Jacqueline Baird, Natalie Anderson, Cathy Williams

JULIA EXKLUSIV BAND 287

IMPRESSUM

JULIA EXKLUSIV erscheint in der HarperCollins Germany GmbH

Cora-Logo Redaktion und Verlag:
Postfach 301161, 20304 Hamburg
Telefon: +49(0) 40/6 36 64 20-0
Fax: +49(0) 711/72 52-399
E-Mail: kundenservice@cora.de

Erste Neuauflage in der Reihe JULIA EXKLUSIV
Band 287 - 2017 by HarperCollins Germany GmbH, Hamburg

© 2010 by Jacqueline Baird
Originaltitel: „The Sabbides Secret Baby“
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
Übersetzung: SAS
Deutsche Erstausgabe 2008 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg,
in der Reihe JULIA, Band 2008

© 2011 by Natalie Anderson
Originaltitel: „Dating and Other Dangers“
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
Übersetzung: Emma Luxx
Deutsche Erstausgabe 2012 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg,
in der Reihe JULIA, Band 092012

© 2011 by Cathy Williams
Originaltitel: „In Want of a Wife?“
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
Übersetzung: Annette Strathmann
Deutsche Erstausgabe 2012 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg,
in der Reihe JULIA, Band 2026

Abbildungen: Harlequin Books S.A., alle Rechte vorbehalten

Veröffentlicht im ePub Format in 07/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.

E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN 9783733709273

Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY

 

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Schenk mir dein Herz, keine Diamanten

1. KAPITEL

Jed Sabbides setzte sich rastlos in seinem Sitz auf. Das Flugzeug begann mit dem Landeanflug. Endlich. Ein gewisser Teil seines Körpers machte sich bemerkbar, als er an die atemberaubende Phoebe dachte, die in London auf ihn wartete. Für drei volle Wochen hätte er in New York sein sollen, doch er hatte seinen Aufenthalt in Amerika um einen Tag verkürzt und seinen Terminkalender so umgelegt, dass er vom Londoner Büro aus arbeiten konnte, um sich mit Phoebe zu treffen. Pünktlich landete der Sabbides-Firmenjet nun in London Heathrow.

Samstagabend musste er in Griechenland sein, zum Geburtstag seines Vaters. Doch schon jetzt wusste er, dass eine einzige Nacht mit Phoebe nicht genug sein würde …

Jed runzelte die Stirn. Wann hatte er jemals seinen Terminkalender wegen einer Frau geändert? Bisher noch nie.

Dieses Eingeständnis erzeugte ein mulmiges Gefühl in ihm. Seine Gedanken wanderten zurück zu der Zeit, als er Phoebe zum ersten Mal begegnet war …

Im Erdgeschoss des Hotels, das er besichtigt hatte, um es eventuell aufzukaufen, blickte Jed hinüber zu der jungen Frau, die durch das Foyer ging. Einen Moment blieb er stehen, um sie genauer zu betrachten.

Ungefähr eins siebzig groß, fiel ihr das hellblonde Haar in weichen Wellen bis auf die Schultern. Schon im Profil war sie umwerfend, und der schlichte schwarze Rock und die weiße Bluse lenkten in keiner Weise von ihrer großartigen Figur ab. Sie glitt geradezu über den marmornen Boden, auf Beinen, die den Blutdruck eines jeden Mannes in die Höhe treiben würden.

Mit dem Blick folgte er ihr und sah, wie sie sich hinter den Empfangstresen stellte und sich lächelnd dem nächsten Gast zuwandte. Ihr Lächeln raubte ihm den Atem, seine Reaktion darauf erfolgte prompt und breitete sich im ganzen Körper aus. Momentan hatte er keine Beziehung, doch in dieser Sekunde beschloss er, dass dieses Mädchen ihm gehören würde. Nicht einen Moment zweifelte er an seinem Erfolg.

Er ging an den Tresen und erkundigte sich nach einem guten Restaurant. Sie legte ihren Kopf ein wenig in den Nacken, um ihn ansehen zu können, und er stellte fest, dass sie aus der Nähe noch schöner war. Sie hatte ein perfektes Gesicht mit feinen Zügen und samtener Haut, einen vollen Mund und strahlend blaue Augen, die sich jetzt unmerklich weiteten, als sie instinktiv sein Interesse spürte. Sie lief sogar rot an.

Jed lud sie spontan zum Dinner ein, doch sie lehnte ab. Es sei ihr nicht erlaubt, mit den Gästen auszugehen. Immerhin brachte er sie dazu, ihm zu erzählen, dass sie nur am Wochenende im Hotel arbeitete, um sich etwas für ihr Studium hier an der Universität – sie studiere Politik und Geschichte – hinzuzuverdienen.

So meldete er sich nur aus dem Hotel ab, kehrte aber am nächsten Tag zurück, um sie wiederum einzuladen, und dieses Mal nahm sie seine Einladung an.

Keine Frau hatte bisher eine Einladung von ihm ausgeschlagen, es war eine neue Erfahrung für ihn. Normalerweise stellten die Frauen ihm nach.

So wie es auch eine neue Erfahrung war, dass es über einen Monat dauerte, bevor er Phoebe in sein Bett bekam.

Hauptsächlich lag es daran, dass sie sich ein Haus mit drei anderen Kommilitonen teilte – zwei Frauen, Kay und Liz, und einem jungen Mann, John –, sodass es keinerlei Privatsphäre gab. Aber sie weigerte sich auch strikt, mit Jed in der Suite zu dinieren, die er hier in einem der Londoner Hotels der Familie Sabbides unterhielt. Sie fühle sich unwohl, so ihr Argument, als eine von den Frauen zu gelten, die für wenige Stunden mit Männern aufs Hotelzimmer gingen.

Phoebe stand kurz vor ihrem einundzwanzigsten Geburtstag, und ihre Jugend bereitete Jed ernsthafte Sorgen. Er konnte nicht beurteilen, ob ihre Zurückhaltung von echter Scham herrührte oder ob sie, wie so viele Frauen, darauf aus war, mehr von ihm zu erhalten, als er zu geben bereit war.

Die weitere Entwicklung ihrer Beziehung war purer Zufall. An einem Abend, an dem er sich wieder einmal frustriert von Phoebe verabschiedet hatte, traf er im Empire Casino im Herzen Londons einen alten Bekannten. Bei einem Drink erzählte der Mann ihm, dass er nach Amerika müsse und jemanden suche, der für die Zeit auf sein Apartment achtgebe und Marty, seinen Kater, versorge. Beim nächsten Treffen mit Phoebe fragte Jed, ob sie an dem Job interessiert sei. Er stellte sie seinem Bekannten vor, und als der Kater ihr laut schnurrend um die Beine strich, stimmte sie zu.

Es war die perfekte Situation, und endlich kam Jed weiter als nur bis zum Gutenachtkuss. Dennoch ließ Phoebe ihn noch immer einige weitere Tage warten. Doch Jed war ein Kenner, was die Frauen anbetraf, und so war er sicher, dass das Warten sich lohnen würde.

Die neue Situation reizte ihn … und Phoebe überraschte ihn. Sie war tatsächlich noch Jungfrau. Auch das war neu für ihn. Aber nicht nur war sie eine sehr gelehrige Schülerin, sie war auch die leidenschaftlichste Geliebte, die er je gehabt hatte …

Das war vor zwölf Monaten gewesen, wurde ihm jetzt jäh bewusst. Noch ein Novum für ihn. Er war dreißig, aber in seinem gesamten Erwachsenenleben war noch keine Geliebte so lange an seiner Seite geblieben. Seiner Erfahrung nach übte sein Vermögen den größten Reiz auf die Frauen aus. Sein Vater, der inzwischen zum vierten Mal verheiratet war, lieferte da den besten Beweis.

Nicht dass Jed sich daran störte. Mit fünfundzwanzig hatte er es aus eigener Kraft zum Multimillionär geschafft, dank des Internets. Als Student hatte er zuerst gepokert, dann an den Finanzmärkten gehandelt – was eigentlich nichts anderes als Glücksspiel war, nur dass er seinen messerscharfen Verstand an der Börse besser einsetzen konnte. Er hatte seine eigene Firma gegründet – JS Investments – und nie wieder einen Blick zurückgeworfen.

Bis er schließlich der Bitte seines Vaters zugestimmt hatte, in den Familienbetrieb einzusteigen. Seine eigene Firma führte er weiter, obwohl er schon bald die Leitung der Sabbides Corporation übernommen hatte – Hotels und Freizeitindustrie weltweit. Das Geschäft lief mit enormem Erfolg, doch Jeds Beziehung zu seinem Vater, schon immer schwierig, hatte sich mehr und mehr verschlechtert.

Wenn Jed etwas von seinem Vater gelernt hatte, dann, dass die Ehe nichts für ihn war und er sein Intimleben strikt von Geschäft und Familie getrennt hielt. Seine Beziehungen dauerten nie länger als ein paar Monate. Die mit Phoebe war bis jetzt also die längste. Als er ihr direkt zu Anfang seine Einstellung zur Ehe erklärt hatte, hatte sie nur gelacht. Das Letzte, worauf sie spekuliere, sei eine Ehe. Sie wolle ihren Abschluss machen, eine Karriere für sich aufbauen und – hoffentlich – um die ganze Welt reisen. Hatte er auf ihre Frage nach seinem Beruf nur geantwortet, er sei Geschäftsmann, hatte ihre Freundin Liz in den Zeitungen von dem „griechischen Tycoon“ – eine Bezeichnung, die er verabscheute – gelesen und ihr davon berichtet.

Dennoch schien es für Phoebe keinen Unterschied zu machen. In all der Zeit, die sie miteinander verbrachten, hatte sie ihn nie um etwas gebeten und auch keine Versprechen von ihm verlangt. Er war auch ziemlich sicher, dass sie keine Hintergedanken hatte. Also brauchte er sich um nichts Sorgen zu machen. Ein Jahr, vielleicht zwei … solange die Leidenschaft anhielt, gehörte Phoebe ihm.

Vor sieben Wochen hatte sie ihr Examen bestanden und ihn zur Abschlussfeier eingeladen. Ihre Tante wollte auch anwesend sein. Er vermied es grundsätzlich, Angehörige seiner Freundinnen kennenzulernen. Und da er sowieso nach New York musste, war das die perfekte Entschuldigung gewesen, nicht hinzugehen.

Er hatte sie an dem Morgen angerufen, ihr viel Spaß gewünscht und ihr gesagt, dass er eine Überraschung für sie habe. Er hatte schon oft Geschenke für sie gekauft, und sie hatte ihre Dankbarkeit im Bett gezeigt. Dieses Mal hatte er eine wunderschöne Diamantkette ausgewählt … denn wenn er ehrlich war, hatte er ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Abschlussfeier.

Aber nun kam er ja einen Tag früher an, und das, so konnte er ohne Einbildung behaupten, würde Phoebe freuen.

Das Flugzeug war zum Stehen gekommen. Jed richtete seine Krawatte, erhob sich und zog sein Jackett über. Groß, mit breiten Schultern, dunkelhaarig und extrem attraktiv, war er sich seiner männlichen Wirkung durchaus bewusst. Er nahm seinen Laptop, lächelte der Stewardess noch einmal zu und ging von Bord der Maschine.

Phoebe drehte das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Es war nach neun. Sie wollte früh zu Bett gehen, um frisch und ausgeruht zu sein, wenn Jed morgen ankam.

Bei dem Gedanken flatterte es in ihrem Magen.

Das Badelaken in der Hand, betrachtete sie sich im Spiegel. Wie lange würde sie diese schlanke Figur noch haben? Vorfreude breitete sich in ihr aus.

Sie musste Jed erst noch sagen, dass sie schwanger war.

Jed Sabbides war als Finanzier erfolgreich und zudem die treibende Kraft hinter dem Thron der Sabbides Corporation. Von Anfang an hatte sie vermutet, dass er enorm reich sein musste, schon wegen seines selbstsicheren Auftretens. Deshalb hatte sie ja anfangs auch solche Scheu gehabt. Er spielte weit außerhalb ihrer Liga. Aber sie war hoffnungslos verliebt, zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich verliebt … in ihn. Liz hatte ihr nicht nur von dem riesigen Vermögen berichtet, sie hatte sie auch davor gewarnt, den Job als Haussitter anzunehmen. Weil Jed nichts anderes damit bezwecke, als sich eine bequeme und immer zur Verfügung stehende Gespielin in London zu halten.

Wie sehr Liz sich doch irrte.

Nun, es stimmte, dass sie und Jed schon bald, nachdem sie in diese Wohnung umgezogen war, miteinander geschlafen hatten, aber Jed respektierte sie und wohnte in seiner Suite in dem Londoner Luxushotel der Sabbides-Kette. Natürlich hatte er übers Jahr das eine oder andere Teil von sich hier in der Wohnung gelassen, aber sie wohnten nicht zusammen. Er war viel unterwegs, teilte seine Zeit zwischen zwei Kontinenten. Und auch wenn er nicht viel von seiner Arbeit erzählte, so war er definitiv ein Workaholic. Phoebe hatte nicht lange gebraucht, um das herauszufinden. Aber er hatte ihr von seiner älteren Schwester und deren beiden kleinen Töchtern erzählt, die er anbetete. Das war doch sicher ein gutes Zeichen, oder? Er würde das Baby ebenso sehr wollen wie sie, davon war sie überzeugt.

Selbst jetzt, nach zwölf Monaten, konnte sie noch immer nicht den Blick von ihm wenden, genau wie damals, als sie an den Wochenenden an der Hotelrezeption gearbeitet und ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Bei seinem Anblick war ein Prickeln durch ihren Körper gefahren, das sie bis dahin noch nie gefühlt hatte. Sie hatte gemerkt, wie ihr das Blut in die Wangen geschossen war. Auch heute noch spürte sie manchmal die Hitze in ihrem Gesicht brennen …

Phoebe Brown … vielleicht schon bald Phoebe Sabbides. Einen Moment lang erlaubte sie es sich, von der Zukunft zu träumen. Sie griff nach einem Handtuch und rubbelte sich das Haar trocken.

„Aah!“

Eine Hand legte sich auf ihre Schulter, das Handtuch versperrte ihr die Sicht. „Wer, zum Teufel …!“

Handtuch und Haar waren vergessen, als sie Jed anschaute. Ihr Puls beschleunigte sich. Groß, dunkel und attraktiv – diese Beschreibung tat ihm nur unzureichend Genüge. Er strahlte eine dynamische Energie aus, besaß eine Präsenz, die die Blicke aller Männer und Frauen anzog – vor allem die der Frauen. Und wieso auch nicht, dachte Phoebe. Er sah überwältigend aus.

„Jed!“

Er grinste sie an. „Wen sonst hattest du denn in deinem Bad erwartet?“ Das Badelaken fiel zu Boden, seine Hände strichen fieberhaft über ihre Seiten, seine lachenden Augen wurden dunkel. „Davon träume ich seit Wochen.“ Sein Blick kam auf ihre vollen Brüste zu liegen, auf die rosigen Spitzen, die sich aufgerichtet hatten. „Aber die Realität übersteigt bei Weitem meine wildesten Träume.“

„Oh, Jed, ich habe dich so vermisst.“ Mit einem Seufzer schlang Phoebe die Arme um seinen Nacken. Er beugte den Kopf und nahm ihren Mund in Besitz. Der Kuss drückte all ihre Leidenschaft füreinander aus, so lange zurückgehalten und unterdrückt in der Zeit, die sie sich nicht gesehen hatten.

Er streichelte ihren Rücken, zog sie fest an sich heran. Dann beugte er sie über seinen Arm zurück und reizte erst die eine vorwitzige Knospe mit Zunge und Lippen, dann die andere.

„Verdammt, Phoebe, ich kann nicht länger warten.“

Ihre Finger wühlten in seinem Haar, dann ließ sie die Hand in den offen stehenden Kragen seines Hemdes gleiten, gierte danach, endlich wieder die Wärme seiner samtenen Haut zu fühlen. Sie konnte die Röte auf seinen Wangen sehen, sah das verlangende Glitzern in seinen braunen Augen und ließ ihre Hand weiter an seinem Körper hinabwandern, bis sie den Beweis seiner Erregung fühlte. Sie wusste genau, was er meinte.

Denn auch sie wollte nicht mehr warten. So lange waren sie noch nie voneinander getrennt gewesen. Die Hitze zwischen ihren Schenkeln war unwiderlegbarer Beweis für ihr Verlangen nach ihm.

Jed schob ihre Hand fort und drängte sie gegen die Wand zurück. Ein schneller Handgriff, und der Reißverschluss seiner Hose bildete kein Hindernis mehr. Beide Hände an ihren Po gelegt, hob er sie hoch. Sie schlang die Beine um seine Hüften …

In fiebriger Hast verschmolzen sie miteinander.

Die Hände hinter seinem Nacken verschlungen, hieß Phoebe seinen Hunger willkommen. Ihr ganzer Körper pulsierte, als der Rhythmus immer heftiger wurde. Sie fühlte die Ekstase heranziehen und schrie seinen Namen heraus. Mit einem letzten wilden Stoß riss er sie beide über die Klippe, hinein in den Strudel eines überwältigenden Höhepunkts.

Ihr Kopf fiel an seine Schulter, ihr Atem ging rasselnd. Sie konnte seinen hämmernden Herzschlag an ihrer Brust fühlen, und lange Zeit war sie zu keiner noch so winzigen Bewegung fähig.

„Verzeih, Phoebe.“ Seine Stimme klang rau. Phoebe hob den Kopf und schaute in seine glühenden Augen. „Aber ich habe dich so sehr gebraucht.“

„Ich dich auch“, murmelte sie an seinen Lippen, als er sie vorsichtig auf den Boden stellte. Er stützte sie mit einem Arm um die Taille, als ihre Beine sie nicht recht tragen wollten. „Alles in Ordnung mit dir?“

„Mir geht’s bestens, vor allem jetzt. Ich brauche dich nur anzusehen, um dich schon wieder zu wollen“, gab sie freimütig zu.

„Behalte den Gedanken im Kopf, während ich mir das hier ausziehe.“ Mit einem trockenen Grinsen sah er auf seine Hose, die bis auf seine Knie gerutscht war.

Phoebe sah ihm zu, wie er sich auszog. Mein eigener griechischer Gott, war alles, was sie denken konnte. Jed war eins neunzig große Perfektion. Das schwarze, leicht lockige Haar, das sie mit ihren gierigen Fingern zerzaust hatte. Die hellbraunen Augen, die in der Hitze der Leidenschaft fast schwarz wurden. Die gerade Nase, der sinnliche Mund, das markante Kinn. Sie könnte dieses Gesicht ewig anschauen, doch die breiten Schultern, der flache Bauch, die schmalen Hüften, die langen muskulösen Schenkel und die gold getönte Haut übten eine zu große Faszination aus. Jed faszinierte sie, anders ließ es sich nicht ausdrücken.

„Gefällt dir, was du siehst?“

Ertappt hob sie den Blick. Selbst jetzt, nach all der Zeit, wurde sie noch immer rot.

„Ja.“ Gefallen? Sie liebte ihn. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um ihm die Neuigkeit mitzuteilen. Doch bevor sie die passenden Worte finden konnte, hatte er sie schon auf seine Arme gehoben und trug sie zum Schlafzimmer.

„Jed, warte … willst du nach der langen Reise nicht erst etwas trinken oder essen? Und wieso bist du überhaupt schon hier? Einen Tag früher?“

„Weil ich nicht einen Tag länger warten konnte. Alles, was ich will, bist du.“ Er legte sie auf das Bett und streckte sich neben ihr aus.

Überwältigt von seinem Verlangen nach ihr, streckte sie die Arme nach ihm aus. Was dann folgte, war eine Nacht wie keine andere zuvor. Sie liebten sich mit einer Intensität, die Phoebe schier zum Wahnsinn trieb. Jede Zurückhaltung, die noch in ihr verblieben war, löste sich auf. Jed führte sie in eine ihr bisher unbekannte Welt, trieb sie von einem Gipfel zum nächsten. Es war, als könnte er nicht genug von ihr bekommen – und sie nicht von ihm.

Stunden später lag sie matt und ausgelaugt in seinem Arm, ohne Schlaf zu finden. Sie wandte den Kopf, schaute in sein geliebtes Gesicht und fragte sich, ob ihr Kind aussehen würde wie er. Dann drängte sich ein anderer Gedanke vor. Er hatte von einer Überraschung gesprochen. Dumm, aber insgeheim hoffte sie darauf, dass es vielleicht ein Ring sein könnte. Dass er vielleicht um ihre Hand anhielt, bevor sie ihm von der Schwangerschaft erzählte.

„Ich kann die Gedanken hinter deiner Stirn wirbeln sehen, Phoebe. Was ist los?“, fragte er sie.

Eine Hand auf seiner Brust, richtete sie sich leicht auf und blickte in seine schläfrigen Augen. „Nichts. Ich überlegte nur gerade, ob du mit der Überraschung, die du erwähntest, deine frühere Rückkehr meintest. Denn das war die beste Überraschung überhaupt.“ Sie küsste ihn.

„Immer gern zu Diensten, aber … nein.“ Er rollte sie auf den Rücken und stand auf. „Bleib, wo du bist. Ich bin gleich zurück.“

Sie folgte ihm mit dem Blick, wie er nackt das Schlafzimmer verließ und keine Minute später mit einem schwarzen Lederetui in der Hand zurückkam.

„Das hier ist für dein bestandenes Universitätsexamen.“ Er hob den Deckel und entnahm dem Etui ein faszinierend schönes Diamantcollier aus Platin, das er ihr um den Hals legte. „Und für dein Examen im Schlafzimmer.“ Zart umfasste er ihre Brüste und reizte die Spitzen. „Ich hätte nie gedacht, dass es noch schöner werden kann, aber ich habe mich geirrt. Ich habe mich selbst überrascht, und du bist jeden Schritt mit mir gegangen und hast mich noch mehr überrascht, mein kleines hemmungsloses Weib.“

„Danke, Jed“, murmelte sie. „Die Kette ist atemberaubend.“ Sie schaute auf die Kaskade von Edelsteinen an ihrem Hals, um die Enttäuschung nicht zu zeigen. Doch als sie dann seine Hände sah, die ihre Brüste liebkosten, verdrängte erneutes Verlangen jedes andere Gefühl. Sie schlang die Arme um seinen Nacken und strich mit ihren Lippen über seinen Mund. „Ich liebe dich“, sagte sie schlicht.

Sie hatte diese Worte schon oft zu ihm gesagt. Doch plötzlich wurde ihr klar, dass Jed es noch nie zu ihr gesagt hatte. Er hatte sie schön genannt, hatte auch immer wieder gesagt, dass er ihren Körper liebe. Sie hatte immer angenommen, dass er „Ich liebe dich“ wohl in Griechisch zu ihr gesagt haben musste, denn das war die Sprache, die er sprach, wenn die Leidenschaft ihn mitriss. Doch jetzt war sie sich nicht mehr so sicher …

Sei nicht albern, ermahnte sie sich. Nach dieser Nacht war sie ganz bestimmt nicht länger die errötende Unschuld. Und deshalb entschied sie, dieses Mal die Initiative zu übernehmen …

Phoebe wachte am nächsten Morgen auf und seufzte zufrieden über das Gefühl einer liebkosenden Hand an ihrer Brust und dem eindeutigen Beweis männlicher Erregung an ihrem Po.

„Ah, Phoebe. Du fühlst dich so gut an“, murmelte Jed heiser an ihrem Ohr und ließ seine Hand weiter über ihren Bauch zu ihrem Schoß wandern.

Sie rekelte sich genüsslich und streckte sich aus, um es sich bequem zu machen. Doch ihr Magen hatte andere Vorstellungen, für Bequemlichkeit blieb keine Zeit. Mit hektisch wedelnden Armen sprang Phoebe aus dem Bett und stürzte zum Bad.

„Phoebe, was zum Teufel ist los?“, hörte sie Jed ihr nachrufen.

Sie konnte ihm jetzt nicht antworten. Sie schloss die Tür und drehte den Wasserhahn auf. Vielleicht würde ein Glas Wasser helfen …

Eine vergebliche Hoffnung. Zwei Sekunden später lag sie auf den Knien vor der Toilette und würgte erbärmlich – allerdings ohne Resultat.

Langsam richtete sie sich wieder auf. Sie wusch sich den Mund aus und spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht. Vielleicht hatte sie ja Glück, vielleicht würde die morgendliche Übelkeit bald vorüber sein.

Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, als sie sich in dem großen Spiegel betrachtete. Noch sah man ihr die Schwangerschaft nicht an, sie sah lediglich aus wie eine Frau, die eine exquisite Liebesnacht hinter sich hatte. Alle Zeichen dieser Nacht waren zu sehen, einschließlich der diamantenen Halskette.

„Phoebe?“

Sie hörte, wie er nach ihr rief. Und weil sie sich so unglaublich wohl und sicher nach dieser Nacht fühlte, beschloss sie, dass es der richtige Zeitpunkt war, um Jed von der Schwangerschaft zu erzählen. „Komme gleich“, rief sie aufgeräumt und wickelte ein Badelaken um sich, bevor sie ins Schlafzimmer zurückging.

„Was hast du so lange gemacht?“ Humor blitzte in seinen Augen – und unverhohlenes Verlangen. „Ich warte noch immer auf meinen Sex am Morgen“, meinte er grinsend.

„Und ich …“, sie erwiderte sein Grinsen und ging auf ihn zu, „… bin schwanger. Ich dachte, ich müsste mich übergeben, aber jetzt geht es mir wieder gut.“

Sie konnte mitverfolgen, wie das erwartungsvolle Glühen in seinen Augen jäh erlosch. Ein gewisser Teil seines Körpers hatte ebenfalls alle Erwartung verloren. Sie sah es, als er sich ruckartig aufsetzte, die Beine aus dem Bett schwang und aufstand.

„Jed …?“

Sie wollte noch mehr sagen, doch seine Miene ließ sie verstummen. Die Veränderung vom heißen Liebhaber zum kalten Fremden hätte nicht deutlicher sein können. Lange starrte er sie an, und sie erbebte. Doch dieses Mal nicht aus Leidenschaft, sondern weil die ungute Vorahnung sie erdrücken wollte.

2. KAPITEL

Schwanger. Phoebe war schwanger. Unmöglich. Er hatte immer für den nötigen Schutz gesorgt. Doch hatte sie das auch?

Wut stieg in ihm auf, so heiß, dass sie ihn blendete. Er zählte bis zehn, doch es half nicht. Erst als er bei hundert angekommen war, vertraute er sich so weit, dass er sich zu ihr umdrehte.

„Du bist wahrscheinlich sehr überzeugt davon, dass es zwischen uns beiden gut läuft.“ Zynismus troff aus jeder Silbe. Noch immer hatte er Mühe, seine Selbstbeherrschung zu wahren. „Mit einer Diamantkette um deinen schlanken Hals und schwanger mit einem Kind, das vermutlich von mir sein soll, oder?“

„Natürlich ist das Baby von dir.“

Er konnte es nicht fassen. Er hatte sich von Phoebes sogenannter Unschuld einfangen lassen und war auf den ältesten Trick der Welt hereingefallen.

„Du weißt, dass du der einzige Mann bist, mit dem ich je geschlafen habe. Ich liebe dich … Ich dachte, du liebst mich auch.“

„Du hast dich geirrt. Ich glaube gar nicht an die Liebe.“

„Wieso bist du so?“ Mit verwirrt aufgerissenen Augen starrte sie ihn an.

„Wieso? Weil ich keine Lust habe, mich durch einen Trick zum Vater machen zu lassen“, lautete seine Antwort. „Denk mal zurück. Ich habe immer für Schutz gesorgt – bis du vorgeschlagen hast, du würdest die Pille nehmen. Ich habe dich zu einem befreundeten Arzt geschickt, habe sogar mit Dr. Marcus arrangiert, er soll dir die Rezepte zuschicken, damit du sie nicht abholen musst. Auf meiner Seite liegt der Fehler also nicht. Dann sage mir doch bitte, wann diese ungewollte Schwangerschaft zustande gekommen sein soll.“

Welche Reaktion Phoebe sich auch immer ausgemalt hatte, damit hatte sie nicht gerechnet. Der kalte, zynische Fremde, der da vor ihr stand, hatte nichts gemein mit dem Jed, den sie zu kennen und zu lieben geglaubt hatte. Schockiert antwortete sie schlicht die Wahrheit. „Das Wochenende in Paris. Ich habe vergessen, die Pille einzupacken.“

„Das hätte ich mir denken müssen.“ Nicht länger von Sex abgelenkt, begann sein analytischer Verstand zu arbeiten. Jed zählte zwei und zwei zusammen und erkannte Phoebes hinterlistigen Plan. „Das einzige Mal, dass du dich über irgendetwas beschwert hast, war, als ich nach Ostern aus Griechenland zurückkehrte. Du hast dich beklagt, dass ich dich nirgendwo mit hinnehme und dass du noch nie in Paris warst. Also habe ich dich nach Paris mitgenommen. Jetzt willst du mir weismachen, du hättest vergessen, die Pille einzupacken? In den ganzen drei Tagen in Paris hast du kein Wort davon gesagt. Wie ausgesprochen günstig für dich“, spottete er beißend. „Das war Ende April, jetzt haben wir Anfang Juli. Das heißt, du musst jetzt im dritten Monat schwanger sein.“

„In der elften Woche“, ergänzte sie leise. Vielleicht lag es ja nur an dem Schock, weshalb Jed sich wie das größte Scheusal der Welt benahm, versuchte sie sich einzureden.

„Und warum hast du es mir nicht schon früher gesagt? Nein, lass mich raten. Du wolltest warten, bis du dein Examen bestanden hast. Nur hattest du nie vor, auch tatsächlich eine Karriere zu verfolgen, sondern dich auf meine Kosten ins gemachte Nest zu setzen. Du bist eine sehr intelligente Frau, Phoebe, dein Timing ist absolut perfekt. Aber ich lasse mich von niemandem zum Narren halten. Diese berauschende Nacht sollte mich wohl nachgiebig stimmen, damit ich dich heirate, oder? Nun, du hast dich getäuscht. Kein Mann heiratet seine schwangere Geliebte.“

Wie betäubt hörte Phoebe seine Anschuldigungen. Hielt er sie wirklich für so hinterhältig und kalkulierend? Und was die Bezeichnung ‚Geliebte‘ betraf … das war der letzte Tropfen. „Ich war nie deine Geliebte. Für keinen Mann der Welt will ich lediglich die Geliebte sein. Ich dachte, du wärst mein Freund. Ich dachte …“

„Komm schon, Phoebe“, fiel er ihr ins Wort. „So naiv kannst du nicht sein. Ich habe dir dieses Apartment beschafft.“

„Ja, als Haussitter für deinen Freund und damit ich mich um Marty kümmere.“

„Er hat mir die Wohnung drei Monate nach seiner Abreise verkauft, einschließlich des Katers. Scheinbar hat er ein anderes Schmusekätzchen gefunden. Hoffentlich eines, das nicht so berechnend ist wie du.“

„Berechnend?“, schrie sie auf. „Wie kannst du so etwas sagen, nach allem, was wir zusammen hatten?“

„Sehr einfach sogar. Ich habe dir ein Auto, Schmuck und Kleider gegeben. Ein Ehering gehörte nie zum Angebot. Das wusstest du von Anfang an. Wenn du meinst, du kannst mich mit einem Kind einfangen, das nie auf meiner Agenda stand … überleg lieber noch einmal genauer.“

Phoebe ließ sich auf die Bettkante sinken. Plötzlich verstand sie mit erschreckender Klarheit all die kleinen Dinge, die immer an ihr genagt hatte, ergaben jetzt einen Sinn. Kein Wunder, dass er sie nie nach Griechenland eingeladen hatte, um seine Familie und seine Freunde kennenzulernen, kein Wunder, dass er Tante Jemma nie hatte treffen wollen. Immer hatte er eine Ausrede gefunden, wenn ihre Tante aus Dorset nach London zu Besuch gekommen war. Jed war mit ihr ausgegangen, hatte sie beschenkt und mit ihr geschlafen. Doch während sie sich hoffnungslos in ihn verliebt und sich eingeredet hatte, er sei ihr Freund, hatte er sich nur eine Geliebte in London gehalten.

Ein anderer Gedanke schlug mit Wucht auf sie ein. Wenn sie nur seine Geliebte in London war, wie viele andere hielt er sich noch? In anderen Städten?

Sie ließ den Kopf hängen, ihre Schultern fielen herab, während sie mit den Tränen kämpfte. Wie hatte sie nur so dumm sein können? Wie hatte sie sich nur so sehr in Jed irren können, in ihrem ersten und einzigen Mann?

Liz hatte die ganze Zeit über recht gehabt …

Jed schaute zu Phoebe. Dass sie vollkommen am Boden zerstört war, ließ sich nicht übersehen. Der erste Schock und die erste unbändige Wut in ihm hatten sich gelegt. Sollte sie wirklich schwanger sein, würde er sich natürlich um sie kümmern. Aber erst würde er sich von Marcus bestätigen lassen, dass das Kind wirklich von ihm war, bevor er überhaupt an eine Heirat dachte. Sein Kind würde nicht außerehelich geboren werden. Ehe, wiederholte er abfällig in Gedanken. Eine Ehe bedeutete unweigerlich das Ende seiner Junggesellenfreiheit.

Er hatte jetzt keine Zeit, sich mit Phoebe zu beschäftigen. In einer Stunde fand ein wichtiges Meeting statt.

Jed ging zu ihr und legte ihr die Hand auf die Schulter. Dass sie diese ruckartig abschüttelte, verärgerte ihn erneut. „Für so etwas habe ich jetzt keine Zeit. Der ganze Tag ist verplant mit Meetings, und morgen Abend muss ich in Griechenland sein, zur Geburtstagsfeier meines Vaters.“ Viel wichtiger jedoch war die Tatsache, dass sein Vater sich zur Ruhe setzte. Die Anwälte standen alle bereit, ab morgen Abend wäre Jed offiziell der Kopf der Sabbides Corporation. Doch das brauchte Phoebe nicht zu wissen. Was er geschäftlich machte, ging sie nichts an. „Vor meiner Abreise werde ich mit Marcus sprechen, mach dir also keine Sorgen. Er ist ein exzellenter Arzt und zudem absolut diskret. Er wird sich um deine Schwangerschaft kümmern. Ich komme natürlich für alles auf.“

Sie hob langsam den Kopf und starrte ihn lange an. Sie weinte nicht, im Gegenteil. Ihre blauen Augen blickten völlig leer. „Ich mache mir keine Sorgen.“ Sie senkte den Blick zurück auf ihre verschränkten Hände im Schoß.

„Gut.“ Noch nie hatte Jed Phoebe so erstarrt und leblos gesehen. Vielleicht sollte er etwas sagen … Aber diese Emotionen waren ihm fremd, und er selbst stand ebenfalls unter Schock. Daher sagte er nur: „Ich brauche eine Dusche“, und verschwand im Badezimmer.

Unter der Dusche hatte er Zeit zum Nachdenken. Vielleicht war er zu harsch zu Phoebe gewesen. Ob nun kalkuliert oder unbeabsichtigt – sie war trotz allem eine schwangere Frau. Zügig zog er sich an und ging, um nach ihr zu suchen. Er fand sie in der Küche, eine Tasse Tee in der einen Hand, mit der anderen streichelte sie den Kater, der sich auf ihrem Schoß zusammengerollt hatte. Sie liebte diesen verdammten Kater, während der Kater ihn selbst nicht einmal zur Kenntnis nahm. Was Jed aus einem unerfindlichen Grund nur noch mehr ärgerte.

„Ich muss gehen. Heute Abend besprechen wir die notwendigen Arrangements.“ Eine monatliche Unterhaltszahlung würde er wohl sofort für sie einsetzen müssen. Und was den Rest anbelangte … das würde er entscheiden, wenn die Vaterschaft feststand.

Phoebe hatte die Tasse abgestellt und sah zu Jed hin. Der maßgeschneiderte dunkelgraue Anzug saß makellos, dazu trug er ein blütenweißes Hemd und eine seidene Krawatte. Wie hatte sie sich je einbilden können, dieser Mann könnte ihr Freund sein? Jetzt war sie entsetzt über ihre Naivität. Letzten Monat war er dreißig geworden, sie hatte ihr Sparbuch geplündert und eine Kette mit einem massiv goldenen Herz aus dem neunzehnten Jahrhundert für ihn gekauft. Das Schmuckstück hatte sie in einem Antiquitätengeschäft gesehen und gehofft, Jed würde in dem Geschenk erkennen, dass sie ihm ihr Herz schenkte.

Himmel, wie dumm konnte man sein? Er hatte nie mehr als ihren Körper gewollt. Er war jeder Zoll der reiche und mächtige Tycoon, und sie … sie hatte im Wolkenkuckucksheim gelebt, wenn sie je etwas anderes geglaubt hatte.

Sie nickte nur stumm. Ein Wort an diesen … diesen skrupellosen, arroganten Widerling zu richten, war ihr unmöglich. Mit seiner Reaktion auf ihre Schwangerschaft hatte er ihr Herz in Fetzen gerissen, mit seiner Unterstellung, sie wäre eine gierige Goldgräberin, mit seinem Vorschlag, dass sein Arzt sich um die Schwangerschaft ‚kümmern‘ würde, so als wäre ihr ungeborenes Kind gar nichts wert.

Es war vorbei. Jed wollte kein Baby. Das stand nicht auf der Agenda dieses mächtigen Geschäftsmannes. Aber das Geschäft hatte ja bei ihm immer an erster Stelle gestanden, alles andere war nebensächlich gewesen. Jetzt schlug er ihr eine Abtreibung vor und keinesfalls die Liebe und Unterstützung, die sie naiverweise erwartet hatte. Sein Arzt-Freund würde sich darum kümmern, dass das Baby verschwand. Jed war von seiner Arbeit, seinem Geld und der Macht, die damit einherging, besessen. Und sie war die größte Närrin der Welt, weil sie sich eingebildet hatte, es könnte anders sein.

Die Tür fiel zu. Phoebe stand auf und ging ins Schlafzimmer, ließ sich flach auf das Bett fallen. Das Gesicht in den Kissen geborgen, konnte sie den Tränen endlich freien Lauf lassen. Sie weinte über den Verlust ihrer unschuldigen Illusionen, bis sie keine Tränen mehr hatte und in den Schlaf der Erschöpfung fiel.

Phoebe wachte mit einem Ruck auf. Desorientiert blickte sie sich um. Was tat sie um drei Uhr nachmittags im Bett? Dann stürzten die Geschehnisse wieder auf sie ein …

Matt lag sie auf dem Bett und rief sich jede einzelne Szene seit Jeds Ankunft gestern Abend noch einmal in Erinnerung, die leidenschaftliche Liebesnacht, die ihrer Meinung nach bedeutet hatte, dass er sie liebte … Jetzt war jedoch klar, dass sie für einen einflussreichen, virilen Mann wie Jed nur wenig mehr als eine willige Gespielin gewesen war, bereit, alles zu tun, was er ihr sagte. Bilder aus dem letzten Jahr blitzten auf … Seine Geschenke waren nur eine Bezahlung für geleistete Dienste gewesen. Heute Morgen, als sie ihm gesagt hatte, dass sie schwanger war, da hatte sich der wahre Jed Sabbides gezeigt, der skrupellose Tycoon mit dem Pokerface.

Phoebe erschauerte. Heute Abend wollte er zurückkommen, um die nötigen Arrangements zu besprechen. Panik stieg in ihr auf. So lange würde sie nicht bleiben, denn sie vertraute sich selbst nicht mehr. Sie war sich nicht sicher, gegen eine Abtreibung standhaft bleiben zu können, denn so traurig es auch war, aber sie konnte die Liebe, die sie für ihn fühlte, nicht einfach ablegen. Auch wenn sie wusste, dass er ein schuftiger Mistkerl war.

Sie musste Jed und dieses Apartment verlassen. Sie würde packen. Sofort.

Das war der einzige Gedanke, der sie beherrschte, als sie aus dem Bett aufsprang, um zur Kommode zu eilen, und dabei über den Kater stolperte …

Jed Sabbides beendete die Konferenzschaltung mit der anderen Seite des Atlantiks. Das Meeting, an dem er eigentlich in New York hätte teilnehmen sollen, war ein voller Erfolg – noch ein großer Finanzdeal war über die Bühne gebracht worden. Er fuhr sich mit einer Hand durch das dichte schwarze Haar. Es war halb acht abends, bis jetzt hatte er Phoebe und ihre verwirrenden Neuigkeiten mit Arbeit ausblenden können, nun jedoch hatte er keine Entschuldigung mehr.

Er sah auf, als die Tür aufgeschoben wurde und Christina, seine Assistentin, hereinkam.

„Brauchst du mich noch?“

„Nein, geh nach Hause“, erwiderte er knapp.

„Du siehst müde aus, Jed. Ich hole dir einen Drink, und dann massiere ich dir die Schultern.“

„Ja zum Drink, nein zu der Massage.“ Er warf seiner Assistentin einen fragenden Blick zu. Wann hätte sie ihm jemals eine Massage angeboten? Das passte so gar nicht zu der dunkelhaarigen, keineswegs unattraktiven und über alle Maßen effizienten Christina. Er konnte sich glücklich schätzen, sie zu haben. Bei Christina brauchte niemand Angst zu haben, dass sie ungewollt schwanger wurde, sie machte niemals Fehler. Aber Phoebe …? Phoebe war sehr viel jünger, und er … er war ihr erster Liebhaber gewesen. Vielleicht war diese Schwangerschaft ja wirklich unabsichtlich und ohne Hintergedanken passiert.

„Hier ist dein Drink.“ Christina stellte das Gas mit dem Whisky vor ihn hin, zusammen mit der Flasche. Sie selbst blieb hinter ihm stehen. „Bist du sicher, dass du keine Massage möchtest? Das entspannt.“ Plötzlich lagen ihre Hände an seinem Nacken.

„Nein, danke.“ Er schüttelte ihre Hände ab. „Geh nach Hause, Christina. Ich komme schon zurecht.“

„Na gut.“ Sie richtete sich wieder auf, jedoch hauchte sie vorher an seinem Ohr: „Vergiss nicht, wir fliegen morgen nach Griechenland. Ruh dich aus.“

Schlichte Anteilnahme, dachte er, als sie die Tür hinter sich ins Schloss zog. Und wie viel Anteilnahme hatte er heute Morgen gegenüber Phoebe gezeigt? Er nippte an dem Whisky, fühlte das Brennen des Alkohols in seiner Kehle. Wann war er zu einem so hartherzigen, zynischen Lump geworden?

Jetzt, nachdem der erste Schock darüber, dass er Vater werden würde, abgeklungen war, konnte er wieder klar denken. Er hatte nie wirklich heiraten wollen, aber ihm war immer bewusst gewesen, dass er irgendwann in entfernter Zukunft ein Kind haben wollte – einen Erben für all das, was er erreicht hatte. Er selbst hatte eine glückliche Kindheit verlebt, mit zwei liebenden Eltern und einer Schwester. Das Verhältnis zu seinem Vater war dann nicht nur wegen des Geschäfts immer schwieriger geworden, sondern auch wegen der diversen Ehen seines alten Herrn nach dem Tod der Mutter.

Die jetzige Ehefrau seines Vaters – Nummer drei seit seiner Mutter, die verstarb, als Jed siebzehn gewesen war – war fünfunddreißig Jahre jünger als sein Vater und machte Jed jedes Mal unmissverständlich schöne Augen, wenn er nach Hause kam.

Jed trank sein Glas aus und griff nach der Flasche, um es nachzufüllen. Er misstraute den Frauen, mit Ausnahme seiner Mutter und seiner Schwester. Deshalb hatte er wohl auch nie an eine Ehe gedacht. Allerdings war er auch der festen Meinung, dass sein Kind nicht außerehelich geboren werden sollte.

Phoebe, die wunderschöne, reizende Phoebe … Wäre es denn so schrecklich, mit ihr verheiratet zu sein? Er war ihr Erster gewesen, und seltsamerweise gefiel ihm der Gedanke von Phoebe mit einem anderen Mann überhaupt nicht.

Er nahm noch einen Schluck Whisky. Er glaubte nicht an die Liebe. Aber er war Grieche, und damit glaubte er an den Fortbestand des Familiennamens. Wenn er sich unbedingt eine Ehefrau nehmen musste, wäre Phoebe eine gute Kandidatin. Die Chemie zwischen ihnen war auf jeden Fall fantastisch, und er hatte auch keine Lust, sie aufzugeben. Seit einem Jahr waren sie jetzt zusammen, und sie war schwanger mit seinem Kind.

Er leerte sein Glas und griff nach dem Telefon, um die Limousine vorfahren zu lassen. Ja, er würde sie heiraten. Erstaunlich, aber er fühlte sich gar nicht mehr so gefangen, wie er zuerst gedacht hatte.

Er würde Marcus anrufen und sich mit ihm zum Dinner treffen. Er vertraute Marcus, mit ihm konnte er offen reden. Auch wenn er im Grunde nicht glaubte, dass Phoebe ihm untreu gewesen war, konnte es nicht schaden, die Vaterschaft bestätigt zu bekommen.

Als er das Gebäude verließ und dem Portier eine gute Nacht wünschte, fühlte Jed sich sogar richtig gut. Er würde Phoebe sagen, wie er sich entschieden hatte, und freute sich schon auf das Strahlen in ihren blauen Augen, wenn er ihr sagte, dass er eine ehrbare Frau aus ihr machen würde.

Seine selbstzufriedene Hochstimmung dauerte während des Dinners mit seinem Freund an, den er über seine Heiratspläne informierte, auch noch auf der Fahrt zum Apartment, wobei er Marcus zuerst zu Hause absetzte, bevor er sich zu Phoebe bringen ließ …

Der Kater war das einzige Lebewesen in der leeren Wohnung, und auf dem Tisch in der Diele lag eine offiziell wirkende Nachricht.

Phoebe lag in dem nüchternen Krankenhausbett und starrte an die weiße Decke, ohne etwas zu sehen. Sie fühlte sich leer und ausgehöhlt. Die Geräusche und das hektische Gemurmel auf dem Gang hörte sie nicht wirklich, nur die Worte des Arztes hallten in ihrem Kopf nach.

Sie hatte ihr Baby verloren.

Der schon etwas ältere Dr. Norman hatte sie zu trösten versucht. Tausende von Schwangerschaften endeten noch im ersten Trimester. Sie sei doch noch so jung … und gesund … und sie könne später noch immer Kinder bekommen …

Sie wusste, er hatte nur nett sein wollen, doch für sie gab es keinen Trost. Vor zehn Tagen hatte sie bestätigt bekommen, dass sie schwanger war, und von der ersten Sekunde an hatte ihr mütterlicher Beschützerinstinkt eingesetzt.

Nun, jetzt nicht mehr. Ihr Baby war nicht mehr da, und mit ihm war auch ihr dummes vertrauensseliges Herz gestorben. Ihr Leben hatte sich auf einen Schlag geändert. Nie würde sie das Entsetzen, den Schmerz und die Verzweiflung des heutigen Tages vergessen.

„Phoebe.“

Sie erkannte Jeds Stimme und drehte langsam den Kopf zur Tür. Er stand da, noch immer im maßgeschneiderten Anzug, und schaute mit schockierter und abweisender Miene zu ihr hin. Es überraschte sie, dass sie nie erkannt hatte, wie kalt und mitleidlos er sein konnte.

„Ich habe schon mit dem Arzt gesprochen, er hat mir berichtet, was passiert ist. Phoebe, es tut mir so leid. Aber es wird wieder alles in Ordnung kommen, dafür sorge ich. Vertrau mir.“ Er schaute sich in dem Zimmer um. „Ich kann nicht glauben, dass man dich hierher gebracht hat. Du hättest mich anrufen sollen. Oder Marcus. Ich habe ihn angerufen und ihm den Wagen geschickt. Er müsste jede Minute ankommen. Dann bringen wir dich aus diesem Chaos hier weg.“

Als der Name des Arztes fiel, schloss Phoebe die Augen. Hätte Jed diesen Arzt nicht beauftragen wollen, sich um sie zu ‚kümmern‘, läge sie jetzt nicht hier. Dann wäre sie nicht in Panik ausgebrochen und gestolpert.

Sie erinnerte sich an den Schmerz bei ihrem Sturz. Vorsichtig hatte sie sich aufgerappelt und war in die Küche gegangen, um sich einen Tee aufzubrühen. Schmerzmittel hatte sie nicht nehmen wollen, um des Babys willen. Doch als sie dann am Küchentisch gesessen hatte, war ihr klar geworden, dass etwas nicht stimmte. Sie hatte die Tasse fallen lassen und sich vor Schmerzen gekrümmt, und plötzlich hatte sie etwas Warmes an den Innenseiten ihrer Schenkel entlangfließen gespürt. Sofort hatte sie zum Telefon gegriffen und die Notarztnummer gewählt, doch da war es schon zu spät gewesen …

Langsam öffnete sie jetzt wieder die Augen und sah den Vater ihres Kindes an. Jed besaß tatsächlich die Arroganz, zu behaupten, dass sie ihn hätte anrufen sollen. Was für ein Witz. Es war inzwischen fast Mitternacht, sie lag jetzt seit sechs Stunden hier. Ganz offensichtlich hatte Jed keine Eile gehabt. Für ihn war nichts so wichtig wie der nächste Geschäftsdeal.

„Nein.“ Dr. Marcus’ Dienste waren nicht mehr nötig. Den Job hatten bereits ihre Panik, der Kater und die Kommodenecke erledigt. „Das hier ist kein Chaos, sondern ein normales Krankenhaus für uns Normalsterbliche. Ich brauche nicht in eine andere Klinik verlegt zu werden, ich habe mein Baby doch schon verloren. Du solltest dich freuen, dass das Problem sich von allein gelöst hat.“

„Mein Gott.“ Entsetzt starrte Jed sie an, als er den Sinn ihrer Worte begriff. „Phoebe, ich habe das Kind niemals als derartiges Problem betrachtet, und es tut mir leid, dass du das Baby verloren hast, das musst du mir glauben.“ Schuldgefühle fraßen an ihm, als er in ihr bleiches Gesicht schaute. Alles Leben war aus ihren blauen Augen gewichen. Er kam sich wie ein Scheusal vor. Behutsam setzte er sich zu ihr auf das Bett und nahm ihre Hand. Es erschreckte ihn, wie kalt ihre Finger waren. „Du musst mir glauben“, wiederholte er. „Ich habe nie daran gedacht, dass du das Baby nicht bekommen solltest. Heute Morgen war ich wütend, ja, aber im Laufe des Tages habe ich den Schock verarbeitet. Ehrlich gesagt, ich habe mich schnell an den Gedanken gewöhnt, dass wir eine Familie werden. Mir gefiel die Idee sogar mehr und mehr. Ich wollte es dir heute Abend sagen.“

Auch wenn er ihre Finger drückte, auch wenn Mitgefühl und Schmerz in seinen dunklen Augen standen … nie wieder würde sie sich von ihm zum Narren halten lassen. „Ja, nette Idee, aber nicht mehr notwendig“, sagte sie tonlos. „Mein Baby ist tot. Aber sieh’s von der positiven Seite, Jed. Ich habe dir damit ein kleines Vermögen erspart.“

„Was soll das heißen?“ Er kämpfte mit sich, um den Ärger zu unterdrücken, der aufflammen wollte. In ihrem Zustand war es das Letzte, was sie brauchte, wenn er sich jetzt mit ihr stritt. „Man kann mir viele Sachen vorwerfen, Phoebe, aber Geiz gehört ganz bestimmt nicht dazu. Was immer du haben willst, bekommst du.“

Sie wollte nur ihr Baby zurückhaben, und das war unmöglich. Nein, geizig war Jed wirklich nicht – nicht mit materiellen Dingen, im Gegenteil. Nur bei seinen Emotionen … da war er der geizigste Mann der Welt. Er würde sich nie ändern. Selbstbeherrschung und Selbstsicherheit, genau das zu erreichen, was er wollte, bestärkten Jed Sabbides in der Überzeugung, immer recht zu haben.

„Natürlich“, stimmte Phoebe zu. „Die Kosten für einen persönlichen Arzt sind ein Klacks für dich, ich weiß.“

Jed hatte das ungute Gefühl, dass ihm hier irgendetwas entging, doch in diesem Moment kam Marcus zusammen mit Dr. Norman in das Zimmer.

Letztendlich wurde Phoebe nicht verlegt, stimmten doch beide Ärzte überein, dass sie zu erschöpft für einen Transport sei, und Phoebe weigerte sich auch schlicht.

„Ich gehe nirgendwohin“, murmelte sie. „Ich will einfach nur schlafen.“

Phoebe stand in der Küche und unterhielt sich mit dem Kater.

„Du hattest völlig recht mit dem Mann, Marty. Ich hätte deinen Instinkten vertrauen sollen. Jed Sabbides, so reich er auch sein mag, ist emotionell und moralisch bankrott. Er ist ein skrupelloser Mann … und ich hasse ihn.“ Der Kater schnurrte laut, wie um ihr zuzustimmen. „Aber du gehörst nun zu mir, und wir beide gehen jetzt.“

Sie setzte den Kater in sein Körbchen, nahm noch die Schmuckschatulle und verließ das Apartment. Der Portier war dabei, ihre Koffer in den Wagen zu laden. Sie dankte ihm, sicherte den Katzenkorb auf der Rückbank, glitt hinter das Steuer und fuhr davon.

Als sie am Morgen nach der Fehlgeburt aufgewacht war, hatte Jed an ihrem Bett gesessen. Phoebe wurde entlassen, allerdings würde sie noch die Nachbehandlung wahrnehmen müssen. Als Jed darauf bestanden hatte, sich um sie zu kümmern, hatte sie nicht die Kraft gehabt, sich dagegen zu wehren. Ihr war gleich, was mit ihr passierte, und so ließ sie sich von ihm zum Apartment zurückbringen. Sowohl die ihr zugeteilte Pflegeschwester als auch Phoebe hatten alle Mühe, ihn überhaupt dazu zu bringen, dass er am Nachmittag nach Griechenland zu der Feier seines Vaters abflog.