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Inge Hanschke

Digitalisierung und Industrie 4.0 – einfach und effektiv

Systematisch und lean die Digitale Transformation meistern

Inhalt

Titelei

Impressum

Inhalt

Vorwort

1 Digitalisierung & Industrie 4.0

1.1 Was ist Digitalisierung und Industrie 4.0?

1.2 Treiber und Enabler der Digitalisierung

1.3 Digitale Strategie

1.3.1 Wesentliche Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation

1.3.2 Disruptive und evolutionäre Geschäftsmodelle

1.3.3 Produktlebenszyklus und Technologie-Adoptionszyklus

1.3.4 Innovator‘s Dilemma

1.3.5 Operationalisierung der digitalen Strategie

1.4 Beispiele für digitale Geschäftsmodelle

1.4.1 Banken

1.4.2 Versicherungen

1.4.3 Produzierende Unternehmen

1.4.4 Automotive

1.4.5 Smart Home

1.4.6 Gesellschaft

1.4.7 Digitalisierung der Arbeitswelt

2 Digitalisierungs-Ordnungsrahmen

2.1 Dimensionen der Digitalisierung

2.2 Digitalisierungsframework

2.2.1 Zielgruppen

2.2.2 Kundenkontaktpunkte

2.2.3 Strategische Stoßrichtungen

2.2.4 Produkte und Dienstleistungen

2.2.5 Business-Eco-System

2.2.6 Business Capabilities, Geschäftsprozesse und Organisation

2.2.7 Daten und technische Assets

2.2.8 Skills und Kultur

2.3 Digitale Technologien

2.3.1 3D-Druck

2.3.2 Social Media

2.3.3 Business Analytics und Big Data

2.3.4 Bots, KI und Machine Learning

2.3.5 Augmented und Virtual Reality

2.3.6 IoT, M2M und RFID

2.3.7 Cyber-Security

2.3.8 Blockchain

3 Industrie 4.0 Essentials

3.1 Wesentliche Aspekte von Industrie 4.0

3.2 Plattform Industrie 4.0

3.3 Industrie 4.0 Best-Practices

4 Leitfaden für die Digitalisierung

4.1 Erfolgsvoraussetzungen für die digitale Transformation

4.2 Reifegrad-Analyse

4.2.1 Digitale Fähigkeiten

4.2.2 Reifegrad-Modell

4.3 Leitfaden für die systematische digitale Transformation

4.3.1 Digitale Stoßrichtung festlegen

4.3.2 Geschäftsmodellentwicklung

4.3.3 Digitale Roadmap entwickeln

4.3.4 Agile Umsetzung

4.3.5 Controlling und Enabling

5 Best-Practices

5.1 Digitale Kultur und Organisation

5.1.1 Innovationsmanagement und Innovationskultur

5.1.1.1 Design Thinking

5.1.1.2 Innovation Labs

5.1.1.3 Open Innovation

5.1.1.4 Netnography

5.1.1.5 Techniken im Innovationsmanagement

5.1.1.6 Trendanalyse

5.1.2 Digital Leadership

5.1.2.1 Servant Leadership (siehe [Han17])

5.1.2.2 Holacracy (siehe [Han17])

5.1.3 Lean (IT-)Management

5.2 Geschäftsmodellentwicklung

5.2.1 Business Model Canvas

5.2.2 MVP und Lean Startup

5.2.3 Business Capability Management

5.2.3.1 Best-Practices Business Capability Management

5.2.3.2 Leitfaden für die Gestaltung Ihrer Business Capability Map

5.3 Strategische Vorgaben

5.3.1 Sourcing-Strategie

5.3.2 Cloud-Strategie

5.4 Customer Experience Management

5.5 Datenmanagement

5.5.1 Herausforderung 360°-Sicht auf Kunden und das Unternehmen

5.5.2 Datenlandkarte

5.5.3 Datenmanagement-Reifegradmodell

5.5.4 Datenmanagement-Ebenen

5.5.5 Vorgehen für die Einführung und Verankerung vom Datenmanagement

5.5.6 Organisatorische Verankerung des Datenmanagements

5.6 Enterprise Architecture Management

5.6.1 Best-Practice-Unternehmensarchitektur

5.6.2 Digitales Zielbild und Roadmap zur Umsetzung gestalten

5.6.3 Technologiemanagement

5.6.4 Tragfähige und flexible Referenzarchitekturen

5.6.5 EAM im Zusammenspiel mit den anderen Disziplinen

5.6.6 Lean EAM

5.7 Demand Management

5.7.1 Aufgaben einer Demand-IT

5.7.2 Wesentliche Erfolgsfaktoren für ein schlagkräftiges Demand Management

5.7.3 Effizienzsteigerung und End-to-end-Geschäftsprozessoptimierung

5.8 Agiles Vorgehen und Agile Planung

5.8.1 Agile Planung

5.8.2 Agiler Festpreis

Glossar

Abkürzungen

Literatur

Fussnoten

Die Autorin:

Inge Hanschke, München
www.Lean24.com

Alle in diesem Buch enthaltenen Informationen, Verfahren und Darstellungen wurden nach bestem Wissen zusammengestellt und mit Sorgfalt getestet. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen. Aus diesem Grund sind die im vorliegenden Buch enthaltenen Informationen mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art verbunden. Autorin und Verlag übernehmen infolgedessen keine juristische Verantwortung und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieser Informationen – oder Teilen davon – entsteht.

Ebenso übernehmen Autorin und Verlag keine Gewähr dafür, dass beschriebene Verfahren usw. frei von Schutzrechten Dritter sind. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Waren­bezeichnungen usw. in diesem Buch berechtigt deshalb auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdruckes und der Vervielfältigung des Buches, oder Teilen daraus, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) – auch nicht für Zwecke der Unterrichtsgestaltung – reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Lektorat: Brigitte Bauer-Schiewek
Herstellung: Irene Weilhart
Copy editing: Petra Kienle, Fürstenfeldbruck
Layout: Manuela Treindl, Fürth
Grafiken: Inge Hanschke, München, und Frank Fischer, Ottobrunn
Umschlagdesign: Marc Müller-Bremer, www.rebranding.de, München
Umschlagrealisation: Stephan Rönigk

Print-ISBN: 978-3-446-45293-0
E-Book-ISBN: 978-3-446-45299-2

Verwendete Schriften: SourceSansPro und SourceCodePro (Lizenz)
CSS-Version: 1.0

Vorwort

Am besten erledigt man die Dinge systematisch.

Hesiod von Böotien (um 700 v. Chr.)

Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern Organisation, Prozesse und IT-Landschaften jedes Unternehmens nachhaltig. Informations- und Kommunikationstechnik findet Einzug in allen administrativen und wertschöpfenden Prozessen des Unternehmens. Geschäfts­modelle und Produkte des Unternehmens verändern sich ebenso wie die Wertschöpfungsketten gravierend. Innovative maßgeschneiderte Produkte und Time-to-market entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Der Kunde erwartet maßgeschneiderte und einfach zu benutzende Produkte und Leistungen passend zu seinen sich über die Zeit verändernden Anforderungen über alle für ihn interessanten Kanäle (Omnikanalfähigkeit), wie z. B. Kundenportal, Mail, Fax, Telefon oder Social Media und Mobile. Das Unternehmen muss flexibel und schnell diese Produkte und Leistungen zur Verfügung stellen. Hierzu muss das Unternehmen seine End-to-end-Prozesse optimieren und soweit möglich automatisieren sowie insbesondere für die Business-Agilität enablen.

Renommierte Unternehmen in allen Branchen werden quasi über Nacht von neuen Wettbewerbern herausgefordert. So ist z. B. der Gebrauchtwagenmarkt über klassische Inserate irrelevant und durch Gebrauchtwagenplattformen abgelöst worden. Jeder kann sich einfach und schnell über den erzielbaren Preis für sein Wunschauto informieren. Über Vergleichsplattformen können auch Strom- oder Gasanbieter leicht verglichen werden. Diese Plattformen bieten zudem Services für einen einfachen und schnellen Wechsel. In anderen Branchen werden z. B. Dienstleistungen anstelle konkreter Produkte vertrieben, da nur noch über eine „Rund-um-sorglos-Leistung“ eine Differenzierung möglich ist. Die Digitalisierung bietet Chancen; hat aber auch Risiken. In Bild 1 finden Sie einige Beispiele:

Bild 1 Beispiele für Auswirkungen der Digitalisierung

Für jedes Unternehmen gibt es unterschiedliche Handlungsfelder. Beispiele hierfür sind:

Weitere Handlungsfelder finden Sie in Kapitel 1.

Die Vielfalt der Handlungsfelder und der sich daraus ergebenden Chancen und Risiken ist riesig; auch schon bevor die Buzz-Words „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ Einzug gehalten haben. Hier stellt sich die Frage, was ist die Digitalisierung bzw. Industrie 4.0 und wie kann man systematisch Digitalisierung bzw. Industrie 4.0 umsetzen.

Der Begriff der Digitalisierung wird unterschiedlich verwendet und interpretiert. Die Schwerpunkte und Sichten können sich von Branche zu Branche durchaus unterscheiden. Von daher muss jeder für sein Unternehmen seine Inhalte und Definition finden und mit konkreten Anwendungsfällen für alle im Unternehmen veranschaulichen. Wie dies konkret aussieht, hängt stark vom aktuellen Digitalisierungsgrad ab.

Den höchsten Digitalisierungsgrad haben im Branchenvergleich Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie gefolgt mit einem gewissen Abstand von den Versicherungen und Banken sowie ebenso mit einem Abstand die Medienbranche. Elektronik-, Automotive- und Energieversorgungsunternehmen hinken im Vergleich etwas hinterher. Weiter abgeschlagen sind die Pharma- und Chemie-Industrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie der Handel. Schlusslicht ist die Logistik. Siehe hierzu [dve16].

Im Idealfall startet die Digitalisierung mit einer Digitalisierungsstrategie, die top-down von der Unternehmensführung vorgegeben wird. Treiber und der Bedarf der Kunden zur Digitalisierung sind ebenso zu berücksichtigen wie die konkreten Ziele und Randbedingungen des Unternehmens, wie z. B. der aktuelle Digitalisierungsgrad.

Doch häufig ist es umgekehrt. Viele Unternehmen und Verantwortliche werden getrieben durch den Wettbewerb und den Bedarf von Kunden. Dieser „digitale Aktionismus“ ohne Digitalisierungsstrategie birgt ein hohes Risiko.

Hier setzt dieses Buch an. Das Buch liefert einerseits einen ganzheitlichen schlanken und handhabbaren Ordnungsrahmen und andererseits einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die systematische maßgeschneiderte Ableitung Ihrer individuellen Digitalisierungsstrategie sowie deren Operationalisierung durch direkt anwendbare Hilfestellungen.

Im Buch werden die wesentlichen Treiber der Digitalisierung, die daraus entstehenden Heraus­forderungen auf Business- und IT-Seite und die für deren Bewältigung erforderlichen Bausteine anhand von Beispielen aufgezeigt. Ein wesentlicher Schwerpunkt bildet insbesondere das Digitalisierungs- und Industrie-4.0-Framework als ganzheitlicher Rahmen sowie Plattformen für die Umsetzung. Mithilfe eines Schritt-für-Schritt-Leitfadens werden Hilfestellungen für die individuelle Ableitung und für die Umsetzung der digitalen Transformation gegeben. Die Schritte werden anhand von Beispielen erläutert.

Der Lean-Gedanke ist sowohl für den Ordnungsrahmen für die Digitalisierung und Industrie 4.0 als auch für die Leitfäden und Lösungsbausteine zentral. Kundenwertorientierung steht im Vordergrund. Verschwendung ist, wo auch immer möglich, zu vermeiden („Werte schaffen ohne Verschwendung“). Dies ist die Voraussetzung für eine nachhaltige digitale Transformation. Durch die konsequente Anwendung der Prinzipien und Methoden werden die Organisation und die Prozesse befähigt, sich schnell und effizient auf die immer größer werdenden Herausforderungen einzustellen. Dies sichert langfristig die Existenz des Unternehmens und dessen Wirtschaftlichkeit.

Über einen gesteuerten Veränderungsprozess muss die digitale Transformation in leistbaren Schritten eingeführt und ausgebaut werden. Die Größe der Schritte hängt stark von der Unternehmenskultur ab. Eine offene Leistungskultur basierend auf Vertrauen, Respekt, Toleranz, Fairness, Partizipation und Integrität muss schrittweise etabliert werden. Auf dieser Basis kann dann schrittweise der Ausbau erfolgen. Quick-wins sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die nachhaltige Verankerung.

München, im Frühjahr 2018

Inge Hanschke

Danksagung

Vielen Dank an die vielen Digitalisierungs- und Industrie-4.0-Experten und Kollegen aus befreundeten Unternehmen für den intensiven Austausch.

Danke an meine Diskussionspartner, Reviewer und Unterstützer, die durch wertvolle Kommentare und Feedback das Buch maßgeblich mitgestaltet haben. Hier sind insbesondere Sebastian Hanschke und auch Frau Brigitte Bauer-Schiewek sowie Frau Irene Weilhart vom Hanser-Verlag für ihr wertvolles Feedback und ihre Unterstützung zu nennen.

Besonderen Dank an Jörg Krüger, meine Familie und Freunde, die mir den Rücken freigehalten haben und mich auch durch Feedback tatkräftig unterstützt haben.

Wegweiser durch dieses Buch

Die Gliederung des Buchs ist in Bild 2 dargestellt. Sie können die Kapitel in der genannten Reihenfolge oder aber auch selektiv lesen. Sie sind inhaltlich in sich abgeschlossen.

Bild 2 Kapitelstruktur

Kapitel 1 führt in die Digitalisierung und Industrie 4.0 ein. Sie finden hier Begriffsdefinitionen, die aktuellen Herausforderungen und Treiber der digitalen Transformation. Ein Schwerpunkt bildet die Digitalisierungsstrategie sowie Beispiele für digitale Geschäftsmodelle, um den möglichen Nutzen der Digitalisierung anschaulich zu machen.

Kapitel 2 stellt das Digitalisierungsframework mit allen Aspekten vor. Anhand dieses Frameworks kann systematisch eine Reifegrad-Analyse durchgeführt werden.

In Kapitel 3 finden Sie alle wesentlichen Aspekte zu Industrie 4.0 sowie eine Übersicht über Frameworks und Best-Practices in diesem Umfeld.

Kapitel 4 liefert einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die Ableitung Ihres spezifischen Digitalisierungs-Frameworks sowie zur Ermittlung Ihres Digitalisierungsreifegrads.

Kapitel 6 liefert Ihnen eine Best-Practice-Sammlung zur Operationalisierung Ihrer digitalen Transformation. Weitere Best-Practices finden Sie auf der Webseite zum Buch www.leanITM.de.

Jedes Kapitel enthält darüber hinaus zahlreiche Literaturhinweise als Empfehlung für die Vertiefung des jeweiligen Themas.

Wer sollte dieses Buch lesen?

Das Buch adressiert alle Personengruppen in Business und IT, die die digitale Transformation gestalten oder von ihr betroffen sind.

Webseite zum Buch

Auf der Webseite zum Buch http://Lean42.com und unter http://downloads.hanser.de finden Sie weitergehende Informationen.