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Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

Sofern nicht anders angegeben, werden in den Rezepten Weizenmehl Type 405 und Eier in Größe M verwendet.

EIN BUCH DER EDITION MICHAEL FISCHER

1. Auflage 2021

© 2021 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling

Rezeptfotografie: Emma Friedrichs, Herford

People-Fotografie Autor: Frank Peinemann, Köln

Familienfotografien: © privat

Illustrationen: © Susann Schroeter/Shutterstock

Covergestaltung, Layout & Satz: Alexandra Wolf

Redaktion: Eva Dotterweich, München

Lektorat: Eva Dotterweich, Katharina Steffelmaier

Projektmanagement: Katharina Steffelmaier

Herstellung: Carina Ries

ISBN 978-3-7459-0847-3

www.emf-verlag.de

Hi, hier ist euer Rossy!

Ich sitze in meinem Kinderzimmer und es ist noch dunkel, aus der Küche höre ich Geräusche... das Klappern von Töpfen, Schüsseln. Wie der Backofen sich öffnet und schließt, das regelmäßige „Wooosh“ des Schneebesens. Meine Oma Muffy backt. Gleich wird der süße Geruch meiner Lieblingskuchen durch das ganze Haus ziehen, und wenn ich mich jetzt beeile, darf ich bestimmt den Teig vom Löffel lecken.

Es kann nur ein guter Tag werden!

Einen Großteil meiner Kindheit verbrachte ich zusammen mit meiner Mama Vivien und meiner Oma Muffy in der Küche. Beide waren fantastisch darin, Kuchen zu backen. Diese gemeinsame Zeit hat uns immer miteinander verbunden, und daran denke ich noch heute gern. Das Backen hat mein Leben und meine Familie immer begleitet, und der Geruch von einem frisch gebackenen Kuchen katapultiert mich bis heute zurück in meine Kindheit, und dann wird mir ganz warm ums Herz.

Ich habe es schon immer geliebt, für meinen Mann Paul und mich sonntags Scones zu backen, so richtig englisch mit Clotted Cream und Marmelade und natürlich schwarzem Tee mit Milch! Wann immer meine Mama aus England zu Besuch kam, musste sie für mich backen, ich schaute ihr über die Schulter und versuchte, mir so viel wie möglich abzuschauen.

Eines Tages kam der Anruf von meinem Management „Sat.1 hat angerufen, sie hätten dich gern beim großen Promibacken dabei – hast du Lust?“ Ob ich Lust habe? Ich bin wie ein Flummi durch mein Haus gesprungen. „Yes! Yes! Yes!“ Und was für eine Lust ich hatte! Dass diese Sendung meine Liebe zum Backen nicht nur stärken, sondern ein wahres Backfeuer in mir zum Brennen bringen würde, ahnte ich noch nicht!

Ich bekam ein intensives Coaching und merkte: 5 Stunden in der Backstube stehen? Kein Problem! Eine Torte superaufwendig verzieren: I love it! Mit jeder Stunde Coaching merkte ich: Das ist genau MEIN DING!

Auf einmal backte ich nicht nur Scones und Bananenkuchen, sondern Torten!

Eine Einhorntorte? Auf jeden Fall! Eine Hochzeitstorte? Na klar! Orangenkuchen? Mache ich dir! Morgen eine Tarte? Was meinst du?

Die Zeit beim Promibacken war wunderschön, anstrengend, schwierig und lustig und einfach eine Erinnerung, die ich nun nicht mehr missen möchte. Ich habe jeden Tag genossen, egal ob auch mal etwas schiefging. Von Woche zu Woche wuchs meine Liebe zum Backen und bis heute ist es eine große Leidenschaft, mein liebstes Hobby geblieben.

Corona kam, und wir alle mussten zu Hause bleiben. Wie viele von euch habe ich mir die Zeit im Lockdown mit Backen vertrieben. Mir fehlte aber der Kontakt zu euch schrecklich – und schon war „Backen mit Ross“ geboren. Zusammen backten wir wochenlang, über das Internet und Social Media verbunden. Nicht immer klappte alles, aber der Austausch mit euch (Was soll ich als nächstes backen? Welche Zutat hat gefehlt, wie sind euch eure Kuchen gelungen?) – all das war eine willkommene Abwechslung in dieser schwierigen Zeit.

Als dann wieder ein Anruf von meinem Management kam – „Ross, ein Verlag möchte gern ein Backbuch mit dir rausbringen!“ – war ich völlig aus dem Häuschen. Wenn das meine Oma wüsste! Ich rief gleich meine Mama in England an und ich glaube, da rollte doch die eine oder andere Träne vor Stolz!

Im Laufe der Jahre habe ich viele Rezepte von meiner Familie und Freunden gesammelt und nach Promibacken sogar einige eigene Rezepte kreiert. Denn ich möchte euch nicht nur zeigen, wie man diese Kuchen macht, sondern auch, dass die Briten nicht nur für Fish & Chips bekannt, sondern auch überaus gute Bäcker sind, die es süß lieben. Ob ein Lemon Cream Sponge (Rezept siehe hier) oder ein traditioneller englischer Scone (Rezept siehe hier), jedes dieser Rezepte erzählt eine wundervolle Story aus meinem Leben. Jeder Kuchen ist für mich ein Stück persönliche Geschichte, und ich kann mich genau daran erinnern, wo ich ihn gebacken habe, und mit wem ich zusammen war, als ich ihn zum ersten Mal probierte. Dabei ging es nicht nur ums Backen, sondern um die gemeinsame Zeit mit meinen Liebsten – wir haben auch immer darüber gesprochen, wie wir die Rezepte verändern müssen oder etwas ganz Neues probieren könnten. Deshalb findet ihr in diesem Buch nicht nur meine liebsten Backrezepte, sondern auch ein paar Einblicke in mein Familien-Fotoalbum – beides ist für mich untrennbar verbunden.

Meine Oma Muffy ist nicht mehr bei uns, aber ihre Rezepte sind nicht mit ihr gestorben. Ich weiß, dass sie sich sehr freuen würde, wenn sie ihre Rezepte, Erfahrungen und Tipps mit vielen anderen teilen könnte, und noch dazu mit Menschen aus einem anderen Land! Was für eine schöne Hommage an sie, und wie besonders für mich und meine Mama, all unsere Erfahrungen in meinem ersten eigenen Backbuch (Ich kann es kaum glauben!) niederzuschreiben.

Backen ist für mich ein bisschen wie Musik, es ist ein kreativer Prozess, der Vorbereitung, Risiko und Emotion erfordert. Es klappt nicht immer, aber die Belohnung, wenn es funktioniert, ist unglaublich!

Oftmals sagen Leute zu mir: Meinst du wirklich, ich kann das? Meine Antwort ist: Ja! Mit etwas Übung, vielleicht ein bisschen Hilfe und Beratung kann jeder fantastische Kuchen für sich, seine Familie und seine Freunde zaubern. Schon das Zusammensitzen bei einem selbstgebackenen Kuchen ist ein tolle Erinnerung, die ich jedem wünsche.

So hoffe ich, dass ihr diese Reise mit mir genießen werdet, durch meine Kindheit in England weiter zu meinen Erfahrungen in Deutschland und auch darüber hinaus – immer mit einem besonderen Kuchen auf jedem Schritt des Weges.

Noch einmal Danke an EUCH:

Meine Schnuckies, ihr macht das

alles möglich! Jetzt aber:

Ready, Steady, Bake!

Euer

I bake - what‘s your superpower?

Fehlt euch die richtige Form?

Nicht jeder hat die gleichen Backformen zu Hause. Ihr möchtet unbedingt ein bestimmtes Rezept nachbacken, habt aber nicht die Form, die in der Anleitung steht? Kein Problem! Mit dieser Tabelle könnt ihr das Rezept ganz einfach auf die Größe der Form umrechnen, die ihr habt.

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