Für die Kultur unseres Bewusstseins ist eine wichtige Zeit angebrochen.
Durch die modernen Wissenschaften der Psychologie, der Neurowissenschaften, der Wissenschaften des Geistes sowie der Spiritualität haben wir Menschen das Verständnis darüber vertieft, dass Mythen und symbolträchtige Geschichten einen grossen Einfluss auf das Wohlbefinden in der Gemeinschaft haben.
Vorstellungen, Bilder, besonders auch bewusst geführte Imaginationen sind inzwischen ein wichtiger Bereich in der Therapie des Gemüts und der Seele des Menschen geworden.
Wir wissen, dass Natur heilt. Natürliche Heilweisen haben ein wichtiges Teilgebiet neu erobert: Bewusste Heilung durch das WORT.
In diesem Sinne verstehen sich die Geschichten in diesem Buch als Bilderfolgen und Vorstellungskräfte, welche einen klärenden und heilenden Einfluss auf die menschliche Bewusstseinskultur haben dürfen.
Hat der Leser zu einem bestimmten Lebensthema eine klärende Vertiefung nötig, so sucht er sich spontan im Inhaltsverzeichnis ein Thema aus, (Titel einer mythologischen Geschichte), welches ihn zur Zeit anspricht.
Die Bilder und Symbole werden ihm helfen, über das Bewusstsein in der Stille, eine Klärung in seinem Leben zu finden.
Wir wissen heute: die Kultur des Bewusstseins läuft entscheidend über einen entspannten Zustand unseres Zentralnervensystems ab.
Die moderne Forschung der Neurowissenschaften bewegt sich, mit ihren Frequenz-Messungen der menschlichen Hirnströme, auf den Wellen des Geistes im spannenden Meer voller unentdeckter Geheimnisse. Machen wir mit und bewegen wir uns…!
Wenn die Seerosen wachsen, dann ist es von Anfang an ihr inneres Bestreben, den Rhythmus der Natur zur Entfaltung zu bringen. Am Anfang, wenn sich der Spross durch den Schlamm erhebt, dann wächst er durch das Licht voran. Immer wenn die Sonne scheint und ihre Strahlen bis auf den Grund hinunter reichen, wird die Kraft des Wachstums in der Pflanze solchermassen angeregt, dass sie sich scheinbar ganz von alleine aus dem dunklen Grund erheben kann. Die Sonne scheint immer in einem bestimmten Radius auf einen Teil der Erde.
Und dort, wo das Licht die dunkle Erde und die undurchdringlichen Wasser berührt, da erhebt sich auch das, welches die Sehnsucht zum Licht in sich trägt. Wenn die Sonne untergeht und die Dunkelheit nicht nur am Grunde des Sees die Erde umhüllt, wie ein schwarzer Schleier, dann ruht das Wachstum, es kommt scheinbar nicht weiter voran.
Doch in Wahrheit ist es ganz anders.
Das Ruhen ist eine Konzentration, zurück bis in den Kern um sich zu sammeln, bevor die neuen Sonnenstrahlen an einem nächsten Tag das Wachstum zum regen Aufrichten bewegen können. Auf diese Art und Weise geht, noch in den Wassern verborgen, das Gedeihen der Seerosenpflanze voran.
Der Rhythmus ist seit undenklichen Zeiten dem Wesen vertraut. Es wächst und weiss, wenn auch nicht ganz bewusst, von den Stunden des Lichts und von den zerrinnenden Stunden in der Dunkelheit.
Alles, was zu schnell vorangetrieben werden kann ist in seinem Wesen schwach und gehetzt. Hingegen alles, was sich dem Rhythmus von Licht und Dunkelheit zu beugen weiss, wächst aktiv und wiederum in der Ruhe.
Und gerade in der passiven Zeit, in der sich scheinbar nichts wirklich im Sinne des Wachstums voranzutreiben weiss, liegt ein Schlüssel für die Vollendung bereit.