Ein Beitrag

zur Verbreitung

der Olympischen Idee

im Kinder- und Jugendgolfsport

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

2. Version: 01/2017

© Rainald Bierstedt 2017

Herstellung und Verlag:

BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-7386-7442-2

Die Beiträge des Autors zur Verbreitung des Olympischen Gedankens im Golfsport stützen sich im Wesentlichen auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus seinen zurückliegenden Tätigkeiten seit 1995 als ...

„Der Olympismus

ist eine Lebensphilosophie,

die in ausgewogener Ganzheit

die Eigenschaften von

Körper, Wille und Geist

miteinander vereint und überhöht.“

Aus der Charta 2016 des IOC

INHALT

Einleitung

Liebe Golffreunde,

Golf bei Olympia – das gab es bereits 1900 und 1904. Dann war lange Zeit Ruhe – 112 Jahre Olympia ohne Golf.

Und nun war Golf wieder im Olympischen Programm:

2016 in Rio. Zur Freude der Golfsportler.

Jetzt ist der Blick auf die kommenden Olympiaden gerichtet.

Anlass genug, sich weiterhin und tiefgründiger mit olympischen Themen zu beschäftigen. Vielleicht auch nur, um einfach mitreden zu können.

Dieses Büchlein könnte dabei eine Hilfestellung sein. Hier geht es um Golf-Olympisches Wissen in kompakter Form, zum Nachschlagen.

Ausgangsüberlegung ist der Olympische Grundsatz:

Der Olympische Sport besteht in seiner

Einheit von Körper und Geist.

Denn, Muskeltraining allein reicht nicht!

Ihr kennt sicherlich auch viele Topsportler, Olympiasieger, die nach ihrem Erfolg sinngemäß sagten:

Der Sieg wird im Kopf entschieden!

Eine andere Erkenntnis:

Wer mehr weiß, hat mehr Chancen!

Aber genug der Sprüche.

Dieses Büchlein enthält nur 2 Kapitel.

Eingangs, ein Golf-Olympisches Alphabet. Pro Buchstabe wird je ein Begriff aus den Bereichen Olympische Bewegung generell sowie Golf & Olympia erläutert.

Alles knapp gefasst. Es soll euch helfen, gezielt und auf kurzem Wege, spezielles Wissen zu erweitern oder wieder in Erinnerung zu rufen.

Wer mehr wissen will, der kann in meinem Handbuch „ASCHLAG OLYMPIA: JUGEND & GOLF“ nachlesen bzw. für den sind die umfangreichen Lesetipps gedacht, die das Kapitel 2 ausmachen.

Man kann nicht alles wissen. Man sollte aber wissen, wo was steht. Nun ist aber endlich Schluss mit den Sprüchen!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen!

Der Autor

I. Golf-Olympisches Alphabet

A wie ... Antikes Athen und …

In der Antike gehörte es zu den Grundsätzen jener Zeit, Körper und Geist zu Ehren der Götter zu formen. In diesem Sinne wurden in Olympia, einem keinen Ort im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes in Griechenland, Olympische Spiele als religiöses Nationalfest durchgeführt, um die Götter zu ehren.

Die 1. Spiele der Antike werden auf das Jahr 776 v. Chr. datiert. An den Wettkämpfen, die alle vier Jahre ausgetragen wurden, nahmen in der Regel nur wohlhabende griechische Männer teil. Zu den beliebtesten Disziplinen zählten Wettläufe, Diskuswerfen, Weitsprung, Ringkampf, Faustkampf und Wagenrennen.

In 393 n. Chr. fanden die 287. Spiele der Antike statt. Es waren zugleich die letzten, denn ein Jahr später hatte der römische Kaiser Theodosius I. alle heidnischen Zeremonien verbieten lassen, darunter auch diese Wettkämpfe.

Athen war 1896 der Austragungsort der 1. Olympischen Spiele der Neuzeit. Dazu wurde das antike Stadion des Herodes Atticus wieder aufgebaut (1906 vollendet). Erster Olympiasieger war der Amerikaner James B. Connolly, der den Dreisprung gewann (13,71 m). Insgesamt gingen 241 Teilnehmer (nur männliche) aus 14 Nationen an den Start, davon ca. 70 % Griechen.

Die Veranstaltung wurde ein großer Erfolg. Höhepunkt der zehntägigen Veranstaltung war der Marathonlauf. Der Grieche Spiridon Louis siegte auf der historischen Wegstrecke von Marathon nach Athen und avancierte zum Volkshelden.

... Abbott, Margaret Ives

Bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris gewann die US-Amerikanerin Margaret Ives Abbott im Alter von 21 Jahren das Olympische Golfturnier. Sie ist damit die erste und bisher einzige Golf-Olympiasiegerin. Mehr noch, sie ist überhaupt die erste

Olympiasiegerin der USA. Und dennoch war und ist sie in den USA wenig bekannt.

Kurz zu ihrer Geschichte:

Margaret Ives Abbott wurde am 5.6.1878 in Kalkutta geboren. Abbott war Tochter von Mary Ives Abbott, einer Chicagoer Autorin und Literaturkritikerin.

Margaret Ives begann 1897 mit dem Golfspiel im Chicago Golf Club. Dort trainierte sie mit einigen der besten Golfspieler, darunter mit dem ersten US-Open-Sieger der USA, Charles B. Macdonald. Ein Jahr später erreichte sie bereits ein Handicap von zwei und gewann einige Damen-Golfturniere.

1898 reisten Margaret und ihre Mutter Mary nach Paris. Margaret studierte an der Sorbonne Kunst. In der Freizeit nahmen sie regelmäßig an Golfbewerben teil. Durch ein Plakat wurden sie auf das Golfturnier anlässlich der Weltausstellung aufmerksam. Mutter und Tochter meldeten sich an und spielten am 3. Oktober 1900 das 9-Loch-Wettspiel mit. Margaret Ives Abbott war in guter Form und siegte mit zwei Schlägen Vorsprung vor ihren Landsmänninnen Polly Whittier und Daria Pratt. Da zu jener Zeit die Weltausstellung das Dominante war, spielte der Olympische Sport in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle. So ist zu vermuten, dass auch Margaret Ives Abbott nicht wusste, dass sie einen Olympiasieg errungen hatte. Erst im Rahmen der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta wurden Historiker auf ihren Namen und ihre Leistung aufmerksam. Sie starb am 10. Juni 1955 in Greenwich, Connecticut.

B wie ... Olympische Bewegung und ...

Unter der Olympischen Bewegung versteht man die von Pierre de Coubertin (siehe auch unter C) begründete pädagogische Bewegung, die auf eine verbesserte körperliche und ethische Erziehung der Jugend der Welt mittels Sport zielt.

Öffentlicher Höhepunkt dieser Bewegung sind die alle vier Jahre stattfindenden Olympischen Spiele. Von der Begegnung im friedlichen und fairen sportlichen Wettkampf versprach sich Coubertin auch eine bessere Verständigung und größere Achtung zwischen den Menschen und Völkern.

An der Spitze der Olympischen Bewegung steht das Internationale Olympische Komitee (IOC), das in der Olympischen Charta die fundamentalen Prinzipien des Olympischen Sports formuliert hat (siehe auch unter I, wie IOC).

Zur Olympischen Bewegung gehören all jene, die auf der Grundlage der Charta handeln und die Führung des IOC anerkennen, das sind: