© Zweite Auflage: 2019 by Horst Hanisch, Bonn
© Erste Auflage: 2017 by Horst Hanisch, Bonn
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Die Ratschläge in diesem Buch sind sorgfältig erwogen, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird auf das geschlechtsneutrale Differenzieren, zum Beispiel Mitarbeiter/Mitarbeiterin weitestgehend verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.
Idee und Entwurf: Horst Hanisch, Bonn
Lektorat: Alfred Hanisch, Bonn; Annelie Möskes, Bornheim
Buchsatz: Guido Lokietek, Aachen; Horst Hanisch, Bonn
Umschlag: Christian Spatz, engine-productions, Köln; Horst Hanisch, Bonn
Zeichnungen: Horst Hanisch, Bonn
Herstellung und Verlag: BOD – Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN: 978-3-7448-2909-0
Nun haben Sie so fantastisch präsentiert und warten auf die Rückmeldung Ihrer Zuhörer. Endlich meldet sich einer. „Ja, das war ja alles ganz nett, was Sie uns erzählt haben. Aber – das lässt sich in unserem kleinen Unternehmen gar nicht so umsetzen.“
Zack, das hat gesessen. Sie versuchen, Ihre Gesichtszüge nicht entgleisen zu lassen. Was war das denn eben? Tagelang haben Sie sich vorbereitet, an jedem Argument gefeilt, ansprechende Folien eingefügt – und dann fegt das einer mit einer einzigen Aussage als nicht umsetzbar vom Tisch.
Hier verwendet der Zuhörer eine sogenannte Killerphrase, mit der viele Argumente schnell und wirkungsvoll ins Schwanken gebracht werden können.
Keine Angst – glücklicherweise gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten der Einwandbehandlung, um den ‚verbalen Angriff‘ des Zuhörers sofort zu entkräften.
Arbeiten Sie erfolgreich mit der Isolationstechnik, der Bumerang-Methode, der Vorwegnahme-Methode und anderen. So sind und bleiben Sie auf der Gewinnerseite.
Entkräften Sie sprachgewandt unqualifizierte Einwände!
Praxisnah, zeitgemäß und kompakt. Das sind drei interne Vorgaben für unsere Rhetorik-Ratgeber. In unserer Reihe der kleinen Rhetorik-Handbücher wird jeweils ein wesentlicher Teil aus dem umfangreichen Bereich der Rhetorik kompakt vorgestellt.
Die Themenbereiche sind beispielsweise den Büchern ‚Das große Buch der Rhetorik 2100‘ oder ‚Trickreiche Rhetorik 2100‘ vom selben Autor entnommen.
Die Zahl 2100 steht dabei für das 21. Jahrhundert, was die Aktualität der Themen unterstreicht. Diese entsprechen den heutigen Anforderungen im beruflichen Umgang miteinander.
Im vorliegenden Ratgeber „Rhetorik – Einwände entkräften“ wird schwerpunktmäßig auf folgende Themen eingegangen:
Viel Erfolg bei der Vertiefung bestehenden Wissens und erfolgreichen Einsatz im Berufsleben.
„Das ist doch kein Argument!“ Leicht entrüstet stößt ein Gesprächspartner diesen Satz aus, kreuzt die Arme vor der Brust und lehnt sich schon schmollend in seinem Stuhl zurück.
Was war geschehen? Zwei Personen tauschen sich in einem Dialog zu einem strittigen Thema aus.
Beide versuchen nachvollziehbarerweise den Dialogpartner von ihrer Meinung zu überzeugen.
Das ist absolut legitim, solange verbal fair miteinander umgegangen wird.
Saubere Gesprächssituation
Am besten kann jemand in einer sauberen Gesprächssituation überzeugt werden, wenn ehrlich vorgegangen wird – gemeint ist, bei der Wahrheit zu bleiben.
Weiter müssen die genannten Informationen nachvollziehbar sein. Das sind sie, wenn sie logisch aufgebaut werden.
Ausflug in den Beginn der rhetorischen Logik vor 2.000 Jahren
Hierzu werden wir einen kleinen Ausflug machen in die Vergangenheit, die mehr als 2.000 Jahre zurückliegt.
Große und bekannte Köpfe haben sich hier schon Gedanken über die Logik im Dialog und Argumentation gemacht.
Stammtischparolen
Ein Gespräch wird nicht zum Erfolg kommen, wenn nur ‚Stammtischparolen‘ in den Dialog geworfen werden. Auch sogenannte Killerphrasen führen nicht zum Erfolg.
In diesem ersten Teil, liebe Leserin, lieber Leser, wird gezeigt, was ein Argument ist beziehungsweise wie dieses aufgebaut wird.
Dabei wird schnell klar, dass es verschiedene Qualitätsstufen von Argumenten gibt.
Schwache Stufe – die No-Power-Argumente
In der schwächsten Stufe finden sich die No-Power-Argumente, die genau genommen gar keine sind.
Da sie in Dialogen trotzdem oft (gezielt oder unbedarft) eingesetzt werden, wird sich diesem Bereich besonders gewidmet.
Trainieren Sie, gut zu argumentieren, damit Ihre Aussagen eine überzeugende Schlagkraft erzielen.
Ihrem Gesprächspartner wird es dann schwerer fallen, geeignete Gegenargumente zu finden.
Wird über Argumente geredet, soll zuerst klargestellt werden, was Argumente überhaupt sind.
Was ist ein Argument?
Das Wort Argument kommt aus der lateinischen Sprache. Dort heißt es ‚argumentum‘, das wir heutzutage als ‚Veranschaulichung‘ beziehungsweise als ‚Beweisgrund‘ bezeichnen.
Auch das Wort Prämisse kommt aus der lateinischen Sprache. Dort heißt es ‚praemissa‘ und bedeutet so viel wie ‚das Vorausgeschickte‘. In der logischen Argumentation ist die Prämisse eine Voraussetzung beziehungsweise eine Annahme und wird beispielsweise als Vordersatz bezeichnet. Aus der Annahme wird später die logische Schlussfolgerung (Konklusion) gezogen.
Wen wundert es, dass das Wort Konklusion auch der lateinischen Sprache ‚conclusio‘ entnommen ist. Es steht in der Argumentation für ‚Schlussfolgerung‘. Das Wort Konklusion wird im rhetorischen Zusammenhang auch als Zusammenfassung einer Rede bezeichnet.
Die ‚Großen‘ Sokrates, Platon und Aristoteles
Schon die altbekannten Rhetoriker Sokrates, Platon und Aristoteles übten sich erfolgreich in der Redekunst. Sie lebten unmittelbar hintereinander und einer kannte immer den nächsten.