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Unterwegs mit Ralf Nestmeyer
Ralf Nestmeyer ist Historiker und lebt seit 1995 als freier Autor in Nürnberg. Er hat nicht nur zahl­reiche Reiseführer für den Michael Müller Verlag (»Südengland«, »Cornwall & De­von« etc.) ge­schrie­ben, sondern auch Kriminal­romane (»Roter Lavendel«, »Die Toten vom Mont Ventoux«) sowie mehrere Sachbücher, so beispielsweise »Hotelwelten« (Reclam Verlag).
Nä­he­re Infos unter www.nestmeyer.de
Schlechte Schulnoten können durch­aus das weitere Leben beein­flus­sen - dies kann ich aus eigener Er­fah­rung be­stätigen. Denn ich ge­hör­te zu je­nen Ju­gendlichen, die von ihren El­tern we­gen mangeln­der Eng­lisch­kennt­nisse zu einer Sprach­reise „ver­pflich­tet wur­den“. Vier Wo­chen Süd­eng­land waren der Lohn da­für, dass mir nicht nur die er­füll­ba­ren und nicht ­er­füllbaren Be­din­gun­gen von If-Sätz­en ein Mys­te­ri­um ge­blieben waren. Auch wenn ich rück­bli­ckend be­fürch­te, dass sich mir die Fein­hei­ten der eng­li­schen Gra­m­ma­tik in je­nem Au­gust 1978 noch immer nicht erschlos­sen hat­ten, so hat diese Eng­land­reise, zu der auch ein drei­tä­gi­ger London-Auf­ent­halt ge­hörte, meine Be­geis­terung für die eng­li­sche Le­bens­art ge­weckt. Eine Lei­den­schaft, die ihren Nie­der­schlag nicht nur in zahl­rei­chen Rei­sen nach Eng­land fand, son­dern die schließ­lich auch in ei­nen Lon­don-Rei­se­füh­rer mün­de­te. Seit­her habe ich das Ver­gnügen, auf der Su­che nach neu­en Trends sowie hip­pen Res­tau­rants und Shops re­gel­mäßig durch Lon­don zu strei­fen. Und je­des Mal bin ich über­rascht, in welch kurzer Zeit sich die Them­semetropole neu er­fin­det, ohne da­bei aber ihre ehr­wür­di­gen Tra­di­tionen zu verleugnen. Als ich zu­letzt vom Prim­rose Hill fas­zi­niert auf die Lon­doner Sky­line blickte, ha­be ich mich ge­fragt, was wohl aus mir ge­wor­den wäre, wenn ich im Eng­lischun­ter­richt bes­ser aufgepasst hätte ...
Viel Spaß an der Themse!
Orientiert in London
Stadt und Stadtviertel
London ist die größte Stadt Euro­pas. Was aber nicht bedeutet, dass die Orientierung vor Ort schwer­fallen muss. Die tou­ris­ti­schen High­lights konzentrieren sich auf die Innenstadt und sind mit der Tube schnell und un­kom­pli­ziert zu erreichen. Vom Tower im Osten zur Westminster Abbey im Westen ist man weniger als eine halbe Stunde unterwegs.
Mit der Tube, der Londoner U-Bahn, lässt sich so ziemlich jede Ecke der Stadt in relativ kurzer Zeit erreichen. Einen Linienplan finden Sie hier.
Great, Greater, London ...
Londons Ausmaße sind gigantisch. Grea­ter London mit seinen über 8 Mil­lio­nen Einwohnern weist einen Durch­mes­ser von rund 50 Kilometern auf und er­streckt sich vom Bezirk Enfield im Nor­den bis nach Croydon im Süden, in west­östlicher Rich­tung vom Flughafen Heathrow bis zum Vorort Upminster. Ring­för­mig umschlossen wird der Groß­raum London von der stau­träch­tigen 188 Kilometer lan­gen Auto­bahn M25 (London Or­bi­tal). Es gibt Lon­doner, die sich rühmen, die­sen magi­schen Zirkel nie ver­las­sen zu ha­ben.
Jede Ecke Londons hat ihren eige­nen Cha­rak­ter - ge­rade das macht den un­ver­wechselbaren Reiz der eng­li­schen Me­tro­pole aus. Besucher soll­ten sich viel­leicht vom Londoner Autor Hanif Kureishi ins­pi­rie­ren lassen: „Lon­don kam mir vor wie ein Haus mit fünf­tausend ver­schie­de­nen Zimmern; der ganze Reiz lag da­rin, zu entdecken, wie die Zimmer un­ter­ei­nan­der ver­bun­den wa­ren, und sie all­mäh­lich alle zu durch­laufen.“
Ein Fluss, zwei Welten?
Wie ein breites Band schlängelt sich die Them­se durch London und teilt die Stadt in zwei Hälften, in Nordufer (North Bank) und Südufer (South Bank). Bereits die Römer ließen sich am Nordufer der Themse nieder und grün­deten Londinium. Auch den Nor­man­nen und allen englischen Königen dien­te das nördliche Ufer als Macht­zen­trum, hier findet man Tower, West­mins­ter Abbey und Saint Paul’s Ca­the­dral. Und das Herz der Londoner Fi­nanz­welt schlägt hier ebenfalls seit Jahr­hunderten.
Das Südufer der Them­se hat­te lange Zeit ei­nen eher schlech­ten Ruf. Hier stan­den die zur Zeit des Pu­ri­ta­nis­mus als las­ter­haft gel­ten­den The­a­ter, an die heu­te noch der Nach­bau des Glo­be-The­a­ters er­in­nert. Städ­te­bau­lich lan­ge ver­nach­läs­sigt, er­fuhr das Südufer­ durch die Er­öff­nung der Tate Gal­lery of Mo­dern Art oder den Bau des Shard-Wol­ken­krat­zers zu Be­ginn des 21. Jahr­hun­derts eine Aufwertung. Auch das London-Eye-Rie­sen­rad mit seinem ein­drucks­vollen Aus­blick auf die Them­se ist hier zu finden.
Bis ins Industriezeitalter führte mit der Lon­don Bridge nur eine einzige Brücke über den Fluss, erst danach ka­men wei­te­re wie etwa Waterloo Bridge oder Tower Bridge und zuletzt die filigrane Mil­lennium Bridge hinzu. Und im Os­ten der Docklands führt seit 2012 mit der Emirates Air Line sogar eine Seil­bahn über den Fluss. Die vie­len Brü­cken und andere am Wasser ge­le­gene Wahr­zeichen der Stadt be­trach­tet man am besten während einer Boots­tour, bei­spielsweise von West­mins­ter bis hi­nun­ter nach Greenwich.
City, Boroughs und Stadtteile
Das historische, wirtschaftliche und geo­gra­fische Zentrum der Stadt ist der Be­zirk City of London. Er besitzt aus his­torischen Gründen noch heute einen po­li­tischen und ver­wal­tungs­tech­ni­schen Sonderstatus. Um ihn herum grup­pieren sich die übrigen 32 Stadt­be­zir­ke, die sogenannten Boroughs, die man in Inner und Outer London un­ter­teilt. Sie setzen sich jeweils aus meh­re­ren Stadtteilen zu­sammen. Touristisch re­le­vant sind lediglich einige Stadtteile aus den Inner London Boroughs.
Wer noch nie da war, für den sind die City und der Bezirk Westminster mit Stadt­teilen wie Soho und Covent Gar­den natürlich Pflicht. Aber auch das ehe­dem berüchtigte East End wird im­mer attraktiver, und das ver­hält­nis­mä­ßig unbekannte Viertel Primrose Hill lohnt ebenfalls einen Besuch. In der City of London sind die St Paul’s Ca­the­dral und der Tower die touristischen High­lights, Kensington lockt mit dem Hyde Park und seiner Museumsvielfalt, und im alternativ-bunten Stadtteil Cam­den Town muss man sich einmal durch den Camden Market treiben las­sen.
Natur pur
Aufgrund von rund 1700 Parks im Groß­raum London herrscht kein Man­gel an Natur in der Haupt­stadt. Mehr als 80 Qua­drat­kilo­me­ter von Grea­ter Lon­don sind als Grün­flä­chen aus­ge­wie­sen. Die beein­dru­ckende Aus­dehnung man­cher Parks wie etwa Hyde Park oder Rich­mond Park rührt daher, dass sie aus königlichen Jagd­grün­den her­vor­gin­gen. Es finden sich aber auch zahl­rei­che klei­nere lau­schi­ge Plät­ze wie der Ber­ke­ley Squa­re oder der Chel­sea Phy­sic Gar­den mit sei­nen Heil­pflan­zen. Auch die gestalterische Viel­falt ist ver­blüf­fend: Un­weit der ak­ku­rat ge­stutz­ten Mus­ter­gül­tigkeit des Re­gent’s Park kann man sich in der nor­d­um­bri­schen Wild­nis von Hamp­stead Heath ver­gnü­gen.
Sightseeing-Klassiker
Tower, Tate und Madame Tussauds - das sind die Klassiker an der Themse. Je nach per­sön­li­chen Vorlieben kann man London von Highlight zu Highlight er­kun­den. Selbstverständlich gilt: Man muss sich nicht für jeden tou­ris­ti­schen Hotspot interessieren.
UNESCO-Welterbe
Mit dem Tower of Lon­don, mit West­minster Abbey und West­minster Palace, dem ma­ri­timen Green­wich sowie den botanischen Gärten Kew Gar­dens be­sitzt London vier Kul­tur­denk­mäler, die von der UNESCO zum Welt­erbe er­klärt wur­den.
Im Museumsrausch
British Museum: Das kulturhistorisch be­deu­tendste Museum Groß­bri­tan­niens lockt mit seiner ge­ra­de­zu un­über­schau­ba­ren Vielfalt an ar­chä­o­lo­gi­schen und ethno­grafischen Schätzen, allen voran den Elgin Marbles und dem Ro­setta Stone, mit dessen Hilfe es ge­lang, die Hieroglyphen zu entziffern. Wer will, kann hier ganze Tage ver­brin­gen. → Tour 4
Tate Gallery of Modern Art: ein Muss für alle Freunde moderner Kunst! Die in einem ehemaligen Kraftwerk un­ter­ge­brach­te Tate Modern gilt als „Ka­the­dra­le der mo­der­nen Kunst“. → Tour 14
National Gallery: eines der meist­be­such­ten Museen der Welt! Zum Fun­dus der Na­tio­nal Gallery gehören mehr als 2000 Gemälde aus der Zeit vom Spät­mit­telalter bis 1900. Egal ob Dü­rer, Breughel, Renoir oder Picasso - alle sind hier vertreten. → Tour 9
Museum of London: Das größte stadt­ge­schichtliche Museum der Welt er­mun­tert zu einem so kurzweiligen wie ge­lehrsamen Spaziergang durch die His­torie Londons, zudem gibt es im­mer wie­der inter­es­san­te Sonder­aus­stel­lun­gen. → Tour 1
Flanieren und Amüsieren
♦ Soho und Chinatown: Soho ist ein un­ge­brochen beliebter Treffpunkt im Lon­do­ner Nachtleben. Doch aufgrund sei­ner hippen Geschäfte und stylischen Res­tau­rants ist der Stadtteil zu allen Ta­geszeiten viel besucht. Im Süden Sohos öffnet sich Londons China­town mit ihren Restaurants als eine ei­ge­ne Welt, die man durch drei mit viel Gold und Rot de­ko­rier­te Torbögen betritt. Am westlichen Rand von Soho lockt mit der Regent Street eine der prunk­volls­ten Einkaufsstraßen Londons, in der die großen Ketten alles feilbieten, was das Herz be­gehrt. → Tour 8
♦ City of London: Be­kannt als eu­ro­pä­i­sches Fi­nanz­zen­t­rum wird die Lon­do­ner City von Wol­ken­krat­zern do­mi­niert, aber auch der Tower und St Paul’s Ca­the­dral sind hier zu ent­de­cken - am Wo­chen­ende ru­hen Bör­se & Co., und dann herrscht fast Fried­hofs­ruhe. → Tour 1
Für Royalisten und Schlossliebhaber
Tower of London: Der Tower ist nicht nur die am besten er­hal­te­ne mit­tel­al­ter­liche Festung Groß­bri­tan­niens, son­dern bis heute ein mystischer Ort - Kron­juwelen in­klu­sive. → Tour 1
Buckingham Palace: Wenn die kö­nig­li­che Standarte weht, dann ist die Queen zu Hause. Der königliche Palast mit seinen 600 Räumen ist allerdings nur zwei Monate im Jahr für das Pu­bli­kum geöffnet. → Tour 10
Windsor Castle: Ein Ausflug nach Wind­sor gehört zum Pflichtprogramm aller Royalisten. Der Round Tower, die State Apartments und die St George’s Chapel besitzen viel historisches Flair.
Grünes London
Hyde Park: Was wäre Lon­don ohne sei­nen Hyde Park? Die grüne Lun­ge im Her­zen der Themsemetropole eig­net sich zum Jog­gen, Spa­zie­ren­gehen oder Pick­nicken. → Tour 12
Regent’s Park: Die größte und schöns­te Londoner Gartenanlage wird von präch­tigen Wohnpalästen ein­ge­rahmt. Im nordöstlichen Teil findet sich der Lon­doner Zoo. → Tour 7
Kew Gardens: Mit ihren riesigen vik­torianischen Ge­wächshäusern und der welt­weit größ­ten Orchideensammlung sind die königlichen Gärten zu jeder Jah­reszeit ein reizvolles Ziel für Gar­ten­lieb­haber.
Kirche und Kommerz
Westminster Abbey: Wie kein an­de­res Bau­werk erinnert das alt­ehr­würdige Got­tes­haus an die Königs­häu­ser und den Glanz der englischen Na­tion. Bis auf we­ni­ge Aus­nah­men wur­den hier alle eng­lischen Kö­nige und Kö­ni­ginnen ge­krönt. Mehr als hun­dert Mit­glie­der des eng­li­schen Kö­nigs­hau­ses lie­gen zu­dem in der Abbey be­gra­ben. → Tour 10
St Paul’s Cathedral: Viele Jahr­hun­der­te dominierte die Kuppel der Ka­the­dra­le die Londoner Stadtsilhouette, doch in­zwi­schen wird sie von den gläsernen Bü­ro­türmen mehr und mehr ein­ge­zwängt. → Tour 1
London Eye: 30 Minuten dauert die Reise mit dem 135 Me­ter hohen Rie­sen­rad, wobei sich immer wieder herr­li­che Pa­no­ra­ma­blicke über die Them­se­me­tro­pole bieten. → Tour 15
Madame Tussauds: Die Mar­ke­ting­maschine läuft, und so zieht das be­rühm­teste Wachs­figurenkabinett der Welt mit sei­nen Nachbildungen be­rühm­ter Per­sön­lich­keiten die Massen wei­ter in Scha­ren an. → Tour 7
Sightseeing-Alternativen
Glücklicherweise besitzt London mehr Sights als die üblichen Verdäch­tigen Tower, Tate oder Mada­me Tussauds. Die Them­se­metropole hat abseits der Haupt­tou­ris­ten­pfade viele un­be­kann­te­re Ecken und Sehens­wür­dig­keiten zu bieten, etwa den Highgate Ce­me­tery oder das Museum of Lon­don Docklands.
Eintritt frei!
Der Besuch des Mu­seum of London Docklands sowie der des Na­tio­nal Maritime Museum in Greenwich ist kostenlos.
Versteckte Museen
Dickens House: In Charles Dickens’ ehe­ma­li­gem Wohnhaus erinnern neben einer um­fang­reichen Biblio­thek Por­traits, Fotos, Ma­nus­krip­te, Briefe sowie wei­tere Ge­gen­stände aus seinem per­sön­lichen Besitz an Englands Lieb­lings­schrift­stel­ler und beschwören die At­mos­phäre des vikto­ri­a­ni­schen Zeit­alters herauf. → Tour 4
Museum of London Docklands: Das Mu­seum erinnert eindrucksvoll da­ran, dass die Them­se jahr­tau­sen­de­lang die wich­tigs­te Verkehrs- und Le­bens­ader der Stadt war. Vom All­tag der Dock­ar­bei­ter bis zur Sklaverei spannt sich der Bogen der fas­zi­nie­ren­den Dau­er­aus­stel­lung. → Tour 17
Cabinet War Rooms: In die­sen im Ori­gi­nal­zustand erhaltenen Bun­ker­räu­men ko­or­di­nierte Chur­chill im Zwei­ten Welt­krieg den Kampf ge­gen Hit­ler. Eine Au­dio­guide-Tour führt durch die ehe­ma­ligen „Ka­bi­netts­räume“, den be­rühm­ten Kar­tenraum und Churchills Schlaf­zimmer. → Tour 10
Quirlige Märkte
Camden Market: Der Cam­den Market ist Lon­dons buntester Stra­ßen­markt. Am Wo­chen­ende stöbern fast eine hal­be Mil­lion Men­schen nach den neues­ten Mo­de­trends, und der gesamte Stadt­teil vibriert. → Tour 5
Portobello Market: Die Marktstände auf der Por­to­bel­lo Road in Notting Hill lo­cken vor allem freitags und samstags mas­senhaft Besucher an, wenn der Schwer­punkt auf Antiquitäten liegt: viel Ramsch, aber auch das eine oder an­dere Schnäpp­chen.→ Tour 13
Out and about
♦ Greenwich: Durch sei­ne Kö­nig­liche Stern­war­te und den Null­me­ri­di­an ist Green­wich ge­wis­ser­ma­ßen zum Na­bel der Welt ge­wor­den. Be­son­ders loh­nend ist eine Boots­fahrt auf der Them­se nach Green­wich. Dort spa­ziert man dann durch den Green­wich Park zum Ob­ser­va­to­ri­um hinauf. Das Old Royal Naval Col­lege und das Na­tional Ma­ri­time Mu­seum erinnern an die glor­rei­chen Zei­ten der eng­lischen Seefahrt, zudem liegt mit der „Cutty Sark“ der wohl schöns­te Teeklipper des 19. Jahr­hun­derts auf einem Trockendock. → Tour 18
Thames Path: Ein Spa­zier­gang am Süd­ufer der Themse ist eine der schöns­ten Möglichkeiten, die Stadt zu er­kun­den. Ungestört vom Autoverkehr, bie­tet der Weg tolle Blicke auf den Fluss und die Londoner Skyline, zudem kommt man direkt an der Tate Modern vor­bei, sodass man ein wenig Kunst­luft schnup­pern kann. → Touren 14/15
Hampstead Heath: Nur ein paar Tube-Sta­tionen vom Zentrum ent­fernt fin­det man in Hampstead eine rie­si­ge Grün­anlage mit Wei­hern, Grashügeln und kleinem Wald, selbst drei Ba­deseen gibt es. Man will gar nicht glauben, wie länd­lich London sein kann. Schon John Cons­ta­ble hat hier seine Staffelei auf­ge­stellt. Sehenswert ist dort auch das kos­tenlos zu besichtigende neoklas­si­zis­tische Kenwood House aus dem 18. Jahr­hundert, das von einem herrlichen Park umgeben ist und mit einer Gemäl­de­sammlung lockt. → Tour 6
Highgate Cemetery: Ein Spaziergang über den berühmtesten Friedhof Lon­dons ist ein stimmungsvolles Erlebnis. Die alten Steingrabmäler sind mit Efeu und Farnen über­zo­ge­n, schmale Pfade schlän­geln sich durch die Anlage. Im­mer wieder stößt man auf be­ein­dru­cken­de Mau­so­leen und Katakomben. Die meisten Be­su­cher wollen das mo­nu­mentale Grab­mal von Karl Marx se­hen, aber auch George Eliot und Her­bert Spencer ha­ben hier ihre letzte Ru­he­stätte ge­fun­den. → Tour 6
Szeneviertel
♦ East End: Jack the Ripper treibt hier schon lange nicht mehr sein Unwesen, statt­dessen hat sich das East End zu­sam­men mit den angren­zen­den Stadt­teilen Shoreditch und Hoxton zu einem der beliebtesten Londoner Szeneviertel ge­mausert. Es gibt noch immer alte Fa­brik­hallen, verwilderte Grundstücke, viel Graffiti und den Brick Lane Mar­ket, aber die Gentrifizierung ist in vol­lem Gange. Neue Clubs und coole Bars ver­drängen die alten Ge­schäfte und die zu­meist aus Bang­la­desch stammenden Im­migranten. → Tour 16
♦ Clerkenwell: Der lebendige Stadtteil mit vielen Architekturbüros und Wer­be­agenturen liegt nördlich der City of Lon­don. Günstige Mie­ten und die Nähe zur In­nen­stadt ließen Künstler sich hier ihre Ate­liers einrichten, Galerien und Szene­knei­pen folg­ten nach und in­zwi­schen auch Banker, die in schicken Lofts die Nähe zum Exmouth Market ge­nießen. → Tour 3
Essen gehen
In London kann man sich auf eine kulinarische Weltreise begeben: Von Italienisch über Thailändisch und Türkisch bis hin zu den all­ge­gen­wärtigen Indern gibt es kaum ein Nation, die nicht in Form von Lo­kalen an der Themse vertreten ist. Selbstverständlich kredenzen Restaurants auch die klassische englische Küche, die heute meist unter der Bezeichnung „Modern British“ serviert wird.
Mehr zur neuen englischen Küche lesen Sie ab hier.
Ausführliche Restaurant­be­schrei­bungen befinden sich am Ende jeder Tour.
Eine Liste aller Restaurants finden Sie ab hier.
Mehr als Fish & Chips
London hat sich längst vom ku­li­na­ri­schen Entwicklungsland zum gas­tro­no­mischen Trendsetter gemausert. Nicht nur wegen Jamie Olivers nim­mer­müden Bemü­hungen ist das Vor­ur­teil, die englische Küche sei un­ge­nieß­bar, längst wider­legt. Die traditionelle eng­lische Kü­che hat er­hebli­che Fort­schrit­te ge­macht. Jen­seits von „Steak and Kid­ney Pie“ bietet innovative Koch­kunst unter dem Namen „Mo­dern British“ heute so manchen Gau­men­kit­zel: In pu­ris­tischem Am­biente wer­den tra­ditio­nelle Ge­richte mit medi­ter­raner Leich­tig­keit und in­ter­nationa­ler Nou­vel­le Cui­sine kom­bi­niert. Das Ergebnis sind dann auf den ersten Blick ge­wöh­nungs­bedürftige Kreationen wie gebra­tenes Knochenmark auf Voll­korn­brot mit Peter­silien­salat oder ein lau­warmer Schweins­kopfsalat ...
Für diese Veränderungen ist auch die kul­turelle Viel­falt der Hauptstadt mit ihren mehr als 6000 Res­tau­rants ver­ant­wortlich. Zahl­rei­che in­di­sche, chi­ne­si­sche, karibi­sche, afri­ka­ni­sche und thai­län­d­i­sche Lo­ka­le haben mit ihren Kü­chen Spu­ren im Geschmack der Lon­doner hinterlassen, deren Lieb­lings­gericht inzwischen nicht mehr Fish & Chips, sondern Chicken Tik­ka Masala ist und die nicht einfach nur in­di­sche Curry­gerichte, sondern vor allem schar­fe indische Cur­ry­gerichte lie­ben. Wenn bei den anderen Tisch­ge­nos­sen der Mund bereits in Flammen steht und der Schweiß in großen Per­len von der Stirn tropft, hört man richtige Hard­core-Fans nur müde lä­chelnd fragen: „You think that’s spicy?“
Eating out
Prinzipiell kann man in London zu je­der Tageszeit essen gehen. Abends emp­fiehlt sich bei den angesagtesten Res­taurants eine recht­zei­tige Tisch­re­ser­vie­rung. Die Preise auf der Spei­se­karte sind in­klu­sive Mehr­wert­steu­er (VAT) ver­zeich­net. Wo auf der Rech­nung nicht au­to­ma­tisch eine Ser­vice Cha­rge von 10 bis 15 % erhoben wird, er­war­tet das Per­so­nal ein Trink­geld (tip) in glei­cher Hö­he. Alter­nativ wird auch eine Co­ver Charge von £ 1 oder £ 2 erho­ben, man be­zahlt also für Gedeck, Brot, But­ter usw. In­te­res­sant zu wis­sen ist, dass es auch ein paar Restaurants gibt, die keine Lizenz für den Ausschank von al­ko­ho­li­schen Ge­trän­ken besitzen.
Übrigens wird nicht nur in Res­tau­rants, sondern auch in den zahlreichen Lon­doner Pubs meist eine an­spre­chen­de Küche geboten.
Schnelle Küche für zwischendurch
In keiner anderen Stadt Europas sind Schnellrestaurants so stark verbrei­tet wie in London. Die Rede ist hier al­ler­dings nicht von McDonald’s & Co, son­dern von Unternehmen, die sich der ja­pa­nischen, indischen oder ita­lie­ni­schen Kü­che und ei­nem oft sehr an­spre­chen­den gas­tro­no­mi­schen Konzept ver­schrie­ben ha­ben. Die derzeit belieb­tes­ten Ketten sind Waga­mama, Bill’s, Au­ba­ine, Brasserie Blanc, Giraffe, Nando’s, Itsu, Yo! Sushi, Dishoom, busaba eathai, Thai Square, The Real Greek oder Jamie’s Italien, Spag­hetti House, Car­luc­cio’s, Ask und Piz­za Ex­press.
Gegen den kleinen Hun­ger zwi­schen­durch helfen Sand­wichbars wie bei­spiels­weise Pret-a-man­ger, EAT. oder Ben­jy’s mit frisch zu­bereiteten Häpp­chen - das Ganze täglich frisch. Wer sparen will, bestellt „take-away“, denn dann wird auf die kal­ten Spei­sen keine Mehrwertsteuer er­hoben.
Selbst­ver­sor­ger können sich zudem mit le­ckeren Häp­pchen und exotischen De­li­ka­tessen bei Marks & Spencer Simply Food oder ei­nem ande­ren Foodstore ein­decken. Wer Lust auf ei­nen Café ver­spürt, fin­det an fast jeder Lon­doner Stra­ßen­ecke einen der all­ge­gen­wär­tigen Coffee­shops wie Star­bucks, Costa oder Caffè Nero.
5 Tipps für 5 Abende
The Churchill Arms: Ein uriger Pub in Not­ting Hill mit vielen Churchill-De­vo­tio­nalien und leckerem Thaiessen. → Tour 13
St John: Englische Küche auf hohem Ni­veau in Clerkenwell, getreu dem Mot­to from nose to tail. → Tour 3
Nopi: Kochbuchautor Yotam Otto­len­ghi bittet in Soho zu Tisch - auf den kom­men mediterrane und asiatische Ge­richte. → Tour 8
Masala Zone: Authentische indische Kü­che in modernem Ambiente in Soho. → Tour 8
Fifteen: Fernsehkoch Jamie Oliver führt dieses italienische Restaurant als So­zialprojekt für benachteiligte Ju­gend­li­che im East End. → Tour 16
Ausgehen
Egal, ob Szeneclub im East End, Theater oder Musical im West End, Konzert oder Kino im Art-déco-Ambiente oder einfach ein Pint in gemütlicher Runde im Pub - die Möglichkeiten zur Abend­ge­staltung sind in London mehr als viel­fältig.
Alle Clubs, Pubs und Bars sowie Theater- und Musicalbühnen finden Sie im Kapitel Kultur- und Nachtleben
Soho und andere Szeneviertel
Soho ist der Klassiker im Londoner Nacht­leben. Hier finden sich angesagte Clubs und Pubs, darunter auch Privat­clubs wie das Soho House, zu denen nur Mitglieder Zugang haben. In der Old Crompton Street und ihrer Ne­ben­straße schlägt das Herz der Gay Com­mu­nity, bei Ron­nie Scott’s geben die Stars der Jazz-Szene Konzerte, und am frü­hen Morgen treffen sich die Nacht­schwär­mer in der rund um die Uhr ge­öffneten Bar Italia in der Frith Street.
Neben Soho gibt es aber auch noch wei­tere Viertel, in denen man sich abends einfach durch die Straßen trei­ben lassen und dabei coole Clubs ent­de­cken kann, zum Beispiel im East End, in Shore­ditch, Hoxton, Notting Hill oder Cler­ken­well, wo in den letzten Jah­ren zahl­reiche neue Locations er­öff­net wurden.
Pubs, Clubs und Megadiscos
Pubs gehören zu London wie die roten Dop­peldeckerbusse - die Pub-Kultur ist le­gendär. Dementsprechend reicht das Spek­trum von historischen Pubs wie dem The Princess Louise über Gastro-Pubs bis hin zu coolen Pubs mit DJ. Nach der Arbeit oder am Wochenende trifft man sich hier bei entspannter, geselliger Atmosphäre mit Freunden zum Essen oder einfach nur auf ein Pint. Auch Fußball- oder Rugbyspiele kann man sich in vielen Pubs ge­mein­sam ansehen.
Wer will, kann sich in einer der Mega­discos wie dem Home, dem Ministry of Sound oder der Fabric die Nacht um die Oh­ren schla­gen. Im Home wird auf meh­re­ren Eta­gen jeweils eine andere Mu­sikrichtung ge­spielt, sodass jeder den passenden Sound findet. Zu den be­lieb­testen Clubs und Bars der Stadt zäh­len der Notting Hill Arts Club sowie das 93 Feet East oder die Big Chill Bar im East End.
Bühnen im West End
Neben dem New Yor­ker Broad­way gilt das Lon­do­ner West End als Zen­trum des mo­der­nen Mu­sicals, und für viele Rei­sen­de ist der Be­such eines der vie­len West-End-Theater fester Be­stand­teil im Abend­pro­gramm ei­nes Lon­don-Trips. Die ge­bo­tene Pa­lette reicht von Rock­musicals wie „Je­sus Christ Su­per­star“ über Mu­si­cals der 1980er-Jahre („Cats“, „Starlight Ex­press“, „Phantom of the Opera“) bis hin zu „Mamma Mia“ und „Lion King“.
Theaterkarten zum halben Preis für nicht aus­ver­kaufte Vorstel­lun­gen des je­wei­li­gen Abends gibt es am Half Price Ti­cket Booth (TKTS) auf dem Leices­ter Square.
Livemusik
Es gibt wohl keinen einzigen Pop- oder Rock­star von Bedeutung, der nicht schon einmal auf einer Londoner Büh­ne gestanden hat. Für viele Musiker wa­ren die Auftritte in London der Be­ginn ihrer Weltkarriere, etwa für die Rol­ling Stones, die im Juli 1962 ihr ers­tes Konzert im legendären Marquee Club in Soho gaben. Auch David Bowie, The Clash und George Michael de­bü­tier­ten in London.
Die englische Hauptstadt verfügt über zahl­lose klei­nere und größere Konzert­säle, darunter so be­kann­te wie die Brix­ton Academy oder das Roundhouse in Camden. Jeden Abend kann man zu­dem aus mehr als 50 ver­schiedenen Kon­zer­ten aus­wäh­len. Egal, ob man Jazz, Reg­gae, Hard­rock oder Folk­musik be­vor­zugt, für je­den Geschmack ist et­was Pas­sendes da­bei. Und es ver­geht kaum eine Wo­che, in der nicht irgend­ein Su­per­star in der „mu­si­ka­li­schen Haupt­stadt der Welt“ ein Kon­zert gibt. Über das aktuelle Konzert­programm in­for­miert das kostenlose Stadt­ma­gazin Time Out (auch online unter www.timeout.com).
5 Tipps für 5 Abende
Heaven: In Europas größter Gay-Disco un­ter den Bögen des Charing-Cross-Bahnhofs tanzt aus­ge­las­sen die Schwu­len­szene, es mischen sich aber auch vie­le Heteros unter die Gäste.
Ronnie Scott’s: Der Jazz-Club in Soho ge­hört zu den ältesten und renom­mier­tes­ten weltweit und bringt regelmäßig die Topstars der Szene auf die Bühne. Am besten sichert man sich hier einen Platz im Voraus.
Ministry of Sound: In dem Club in Lam­beth legen die bekanntesten DJs aus dem In- und Ausland auf, bis die bei­den Tanzflächen vibrieren - eine der bes­ten Discos der Stadt!
Club Aquarium: Der Club im East End ver­fügt tatsächlich über einen Swim­ming­pool - und ist nicht nur deshalb ziem­lich cool.
Culpeper: Sehr angesagter Pub im In­dus­trial-Design in der Commercial Street. Bis 2 Uhr nachts ist hier der Tre­sen am Wochenende dicht umlagert.
Shopping
„Shop un­til you drop“ - kein Pro­blem in London! Vom Luxus­ac­ces­soi­re bis zur Vintage-Mode gibt es wirklich alles. Die einen finden ihr El­do­rado in den zahl­rei­chen Se­cond­hand-Shops im East End oder auf dem Cam­den Mar­ket, die an­de­ren bummeln lieber durch die ex­klusiven Bou­tiquen und Waren­häuser. Und wer un­be­dingt das Neueste vom Neues­ten erhaschen möch­te, ist in Lon­don auch gold­rich­tig - in Sachen Trends hat die Stadt die Nase ganz vorn.
Ausführliche Beschreibungen einzelner Einkaufsmöglichkeiten in den Vierteln befinden sich am Ende jeder Tour.
Eine Liste aller Geschäfte und Märkte finden Sie ab hier.
Shoppingstraßen und -viertel
In der Slo­ane Street und der Bond Street ha­ben sich die gro­ßen Na­men der Modewelt wie Gucci, Ver­sace und Cha­nel nieder­ge­las­sen. In der Oxford Street und in der Regent Street findet man in den Me­gasto­res der inter­na­tio­nal vertretenen Ketten alles von der De­signer­jeans bis zur Socke. An­ge­neh­mer ist aber das Einkaufen auf der Ken­sing­ton High Street, an der sich eben­falls die einschlägigen Ket­ten an­ge­sie­delt ha­ben. Die legendäre Carnaby Street, die durch diverse Modedesigner der Swinging Sixties berühmt wurde, ist heute Fußgängerzone. Noch heute fin­den sich dort zahlreiche individuelle Mo­deläden. Ein Klassiker ist und bleibt die langgestreckte King’s Road in Chel­sea, wo einst die Hippie- und Punk-Kul­tur „erfunden“ wurde.
Ein Paradies speziell für Bücher­freunde ist die Charing Cross Road: Zwischen Lei­cester Square und Cam­bridge Circus reiht sich dort eine Buch­handlung an die andere, vor allem Fachbuch­hand­lun­gen und Anti­qua­riate sind ver­tre­ten.
Viele Bou­ti­quen und kleinere, indi­vi­duel­le Ge­schäf­te finden sich in Soho, mehr noch im East End sowie in Cler­ken­well und den angrenzenden Stadt­be­zirken. Eine Art Shopping Guide für sol­che Läden ist die Website www.independentlondon.com, auf der man sich über An­ge­bot und Lage informie­ren kann.
Kaufhäuser: „All Things for All People, Everywhere“
Wer weite Wege scheut, kann si­cher sein, dass alle seine Wünsche in den 230 Ab­tei­lungen des Nobelkaufhau­ses Har­rods er­füllt werden. Vor allem die Food Halls verursachen mit ihrem kunst­voll drapierten Überangebot ei­nen wahren Sinnesrausch. Gleich ne­ben­an gilt Harvey Nichols als Paradies für Modefans, was be­reits die krea­ti­ven Schau­fenster­deko­ra­tionen er­ah­nen las­sen. Peter Jones am Slone Square be­geis­tert eben­so wie Selfridges in der Ox­ford Street mit seinem üppi­gen An­ge­bot. Dort fin­det sich auch der Flag­ship-Store von Marks & Spen­cer, der von vie­len Kun­den vor allem für sei­ne her­vor­ragende Lebens­mit­telab­tei­lung ge­schätzt wird.
Und ein echtes Buch­kauf­haus gibt es auch: Mit sechs Eta­gen ist die Wa­ter­stones-Filiale am Pic­cadilly die größ­te Buch­hand­lung Eu­ropas - es gibt kaum ein lie­fer­ba­res eng­li­sches Buch, das hier nicht in den Re­ga­len steht.
Erste Adressen
Jenseits der großen Kauf­häuser und Ket­ten gibt es in Lon­don natürlich zahl­rei­che Spezial­geschäfte so­wie klei­ne­re Boutiquen und Läden, die mit ei­nem besonderen An­ge­bot locken. Ein Klas­siker ist si­cher­lich der Hoflieferant Fortnum & Mason in der Piccadilly Street, dessen De­likatessen schon vor zwei­hundert Jah­ren auf den Tischen der englischen Adeligen landeten. Von dort ist es nur ein Katzensprung zur Savile Row mit ihren Herren-Maß­schnei­dern oder zu John Lobb, Londons be­rühmtesten Schuh­macher. In un­mit­tel­ba­rer Nähe gibt es selbstverständlich auch die No­bel­boutiquen von Stella McCart­ney so­wie von Vivienne West­wood, der schril­len Queen unter den eng­lischen Mo­de­machern. Dazu passt auch das Kauf­haus Liberty in der Re­gent Street, das für seine hochwertigen Baum­woll- und Sei­den­stoffe bekannt ist. Und da es in Eng­land bekanntlich häu­fig regnet, soll­te man bei James Smith & Sons in der New Oxford Street vor­beischauen - dort werden seit 1830 noble hand­ge­fer­tig­te Regenschirme ver­kauft. Au­ßer­dem gibt es noch viele klei­ne Spezial­ge­schäfte für Nor­mal­sterb­liche wie etwa den auf Rei­se­li­te­ra­tur spe­zia­li­sier­ten Buch­lad­en Daunt Books oder Rough Trade, ein kultiges Mu­sik­ge­schäft.
Markttreiben
Jedes Wochenende strömen wahre Men­schenmassen zum Camden Market so­wie zum Portobello Market nach Not­ting Hill, die beide Kultstatus ge­nie­ßen und neben Klamotten so allerlei Nip­pes und Antiquitäten anbieten. Am Sonn­tag locken aber auch der Brick Lane Market sowie der für seine Blu­men bekannte Columbia Road Market im East End. Der ebenfalls im Londoner Osten angesiedelte Petticoat Lane Mar­ket ist ein wenig heruntergekommen, wäh­rend der Spitalfields Market mit viel Glas architektonisch aufgepeppt wur­de. Nobel ist das Flair vor allem im guss­eisern und glasüberspannten Lea­den­hall Market, der vorwiegend von Lon­doner Bankern frequentiert wird.
Leckeres und schön prä­sentiertes Essen bieten der Borough Market mit seinen unter ei­nem Eisenbahnviadukt aufge­bau­ten Markt­ständen oder der Maltby Street Market am Südufer der Themse.