Lesen – das sei doch ganz einfach?
Überschätzt euch nicht!
Für Julia, Elín und für Matti, der den Anstoß zu diesem Buch gegeben hat
Befana, die Hexe, die ist ja so nett:
Italiens Kinder gehn abends ins Bett,
und morgens entdecken sie süße Pralinen,
auch wenn sie so Gutes vielleicht nicht verdienen. –
Und immer hat im Januar
Befana viel zu tun.
Es ist genau wie jedes Jahr:
Sie kann kein bisschen ruhn.
Nun gab’s ’ne Befana in Napoli,
die ihren Besen vermisste.
„Die ganze Stadt noch! Das schaffe ich nie!
Wenn ich nur ein Hilfsmittel wüsste!
Ich kann nicht ohne Besen fliegen.
Wie soll’n die Kinder Süßes kriegen?“
Da sah sie links am Dante-Platz
‘nen Alfa Romeo stehn.
„Ach, Autolein, du bist ein Schatz,
mit dir wird es wohl gehn!“
Die Hexe hext,
der Alfa wächst,
der Alfa rast, der Alfa fliegt
quer durch das große Napoli.
Und jedes brave Kind, das kriegt
nun doch Befanas Leckerli.
Und wie sie das geleistet hat
in dieser riesenhaften Stadt?
Nun ja, ein wenig Hexerei
war jedenfalls im Spiel dabei!
Herr Pünzli fuhr durch frischen Schnee
mit seinem alten BMW.
Es war gestreut, die Reifen gut,
Herr Pünzli fuhr mit frohem Mut
und ziemlicher Geschwindigkeit.
Zum Heimatdorf war’s nicht mehr weit.
Doch plötzlich setzte Schneesturm ein,
das fand Herr Pünzli sehr gemein.
Es wurde glatt, man sah nichts mehr,
das Auto rutschte hin und her,
ist von der Straße abgekommen,
hat noch ein Warnschild mitgenommen
und ist im tiefen Schnee versunken.
(Herr Pünzli hatte nichts getrunken!)
Er hat sich mühsam frei gemacht
und dabei durchaus nicht gelacht,
hat sich zu Fuß nach Haus gequält
und von der Unglücksfahrt erzählt.
„Ich werde in der Werkstatt fragen.
Die haben einen Abschleppwagen.“
Dann hat er‘s Auto lang gesucht,
doch fand er’s nicht und hat geflucht.
Im Frühling endlich taut der Schnee,
und da erscheint der BMW,
sieht aus wie neu, springt an und fährt.
Ja, Qualität ist Goldes wert!
Herr Stupido besaß ’nen Wagen,
der blieb in letzter Zeit oft stehn.