© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2015
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2015
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Projektleitung: Marline Ernzer
Lektorat: Ann-Kathrin Kunz
Bildredaktion: Julia Fell, Nadia Gasmi
Covergestaltung: independent Medien-Design, Horst Moser, München
eBook-Herstellung: Timea Puskasova
ISBN 978-3-8338-4723-3
2. Auflage 2016
Bildnachweis
Coverabbildung: Mercy Ships
Illustrationen: Claudia Lieb
Fotos: Kramp+Gölling, akg-images, Astrid Obert, Corbis, Fotolia, Gallery Stock, Getty Images, Mercy Ships, Photoshop, Plainpicture, Shutterstock, Stockfood, Stocksy, Your Photo Today
Syndication: www.jalag-syndication.de
GuU 8-4723 03_2015_02
Das vorliegende eBook basiert auf der 2. Auflage der Printausgabe
Die GU-Homepage finden Sie im Internet unter www.gu.de
www.facebook.com/gu.verlag
DIE GU-QUALITÄTS-GARANTIE
Liebe Leserin, lieber Leser,
wir möchten Ihnen mit den Informationen und Anregungen in diesem eBook das Leben erleichtern und Sie inspirieren, Neues auszuprobieren.
Alle Informationen werden von unseren Autoren gewissenhaft erstellt und von unseren Redakteuren sorgfältig ausgewählt und mehrfach geprüft. Deshalb bieten wir Ihnen eine 100%ige Qualitätsgarantie. Sollten wir mit diesem eBook Ihre Erwartungen nicht erfüllen, lassen Sie es uns bitte wissen! Wir tauschen Ihr eBook jederzeit gegen ein gleichwertiges zum gleichen oder ähnlichen Thema um.
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung, auf Lob, Kritik und Anregungen, damit wir für Sie immer besser werden können.
GRÄFE UND UNZER Verlag
Leserservice
Postfach 86 03 13
81630 München
E-Mail:
leserservice@graefe-und-unzer.de
Telefon: | 00800 – 72 37 33 33* |
Telefax: | 00800 – 50 12 05 44* |
Mo–Do: | 9.00 – 17.00 Uhr |
Fr: | 9.00 – 16.00 Uhr |
Ihr GRÄFE UND UNZER Verlag
Der erste Ratgeberverlag – seit 1722.
Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.
ist Heilpraktikerin und Moringaexpertin
Kann man als Kräuterexpertin ein Lieblingskraut haben? Wohl eher nicht, denn es gibt so viele tolle Kräuter mit ganz unterschiedlichen Wirkungsweisen und Anwendungsgebieten. Darum dürfte die Wahl sehr schwerfallen. Und doch gibt es Wunder der Natur, die selbst mich ehrfürchtig werden lassen.
Vor einiger Zeit erzählte mir die Friseurin meiner Mutter, dass sie ohne den Wunderbaum Moringa, der in ihrer Heimat Ghana wächst, nicht mehr in diesem Salon stehen würde. Sie litt unter schwerem Rheuma und durch die entzündeten Fingergelenke konnte sie nicht mehr arbeiten. Bis ihr das Heilkraut aus ihrer Heimat wieder einfiel: Heute ist Baaba kerngesund. Damals schrieb ich mir den Namen der Pflanze »Moringa« auf die Hand, um sie zuhause zu googeln. Bereits nach einer kurzen Recherche war ich gefangen von dieser außergewöhnlichen Pflanze. Es gab so viele Wirkungsbereiche, so viele Einsatzmöglichkeiten, so viele Wirkstoffe, wie ich es bei keiner anderen Pflanze je gesehen hatte. Und nicht nur, dass sie uns in den Industrieländern bei allen möglichen Krankheiten helfen kann, fasziniert war ich auch davon, dass Entwicklungsländer enorm von Moringa profitieren können. Der anspruchslose Baum braucht kaum Wasser, wächst sehr schnell und ist äußerst nährstoffreich. Mit Moringa können wir die Welt ein bisschen besser machen.
Auf die Frage, ob ich als Kräuterexpertin einen Liebling haben könne, gibt es für mich darum nur eine Antwort: Moringa! Wie die Lehrerin den Musterschüler lieben muss, so ist mir Moringa mit seiner Einzigartigkeit ans Herz gewachsen. Folgen Sie mir in die Welt von Moringa, um zu verstehen, was die Pflanze so besonders macht.
MORINGA IST IN INDIEN UND ÄGYPTEN SEIT JAHRTAUSENDEN EIN BELIEBTES HEILMITTEL. HEUTE ENTDECKEN AUCH BEI UNS IMMER MEHR MENSCHEN DIE NATÜRLICHE KRAFT DES WUNDERBAUMS UND NUTZEN IHN FÜR GESUNDHEIT, SCHÖNHEIT UND WOHLBEFINDEN.
»Moringa – spielt der nicht bei Real Madrid?«, fragte mich einst Guido Cantz in der NDR Talk Show, als der Name das erste Mal fiel. Nicht ganz, es ist die nährstoffreichste Pflanze auf dieser Erde.
Moringa oleifera hat viele Namen: Meerrettichbaum, Behenbaum, Trommelstockbaum und Wunderbaum, um nur einige wenige zu nennen. Die Pflanze gehört zur Familie der Bennussgewächse und kommt ursprünglich aus der Himalaya-Region. Bereits über 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde Moringa in indischen Schriften erwähnt. Auch die alten Ägypter zeichneten schon 2000 Jahre vor Christus auf, wie sie das Moringaöl als Schönheitsmittel für Haut und Haare anwendeten. Heutzutage findet man diesen Baum in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas, in denen ein tropisches oder subtropisches Klima herrscht.
Man sollte doch meinen, dass sich um eine so alte Pflanze Legenden ranken, aber wundersame Fabeln, in denen die Prinzessin durch die Gabe von Moringa von ihrem Fluch entfesselt wird, sucht man vergeblich. Die Geschichte der Pflanze ist ausschließlich mit einzigartigen Heilungsgeschichten gepflastert: Moringa soll dank seiner unzähligen Nährstoffe über 300 Krankheiten lindern und heilen. Der wohl berühmteste Fan des Wunderbaums ist Fidel Castro. Es wird gemunkelt, dass er durch Moringa von einer schweren Krankheit geheilt wurde.
Der Moringabaum fällt durch sein schnelles Wachstum auf. So erreicht er, unter günstigen Bedingungen, im ersten Jahr eine Höhe von bis zu 8 Metern. Dabei ist der Stamm anfangs relativ dünn, kann sich aber später flaschenartig verdicken. Der Baum trägt viele sich verzweigende Äste mit den typischen zwei- bis dreifach gefiederten Blättern. Sie sind oval und etwa 1 bis 2 cm lang. Die essbaren Blüten, die sich das ganze Jahr über bilden, sind 2 bis 3 cm groß, cremeweiß und verbreiten einen angenehmen, veilchenartigen Geruch. Die Früchte können bei einer Breite von nur 2 cm eine Länge von bis zu 70 cm erreichen. Sie tragen die Samen in sich, aus denen Moringaöl hergestellt wird.
Der Moringabaum braucht sehr, sehr wenig. Seine Robustheit ist wirklich außergewöhnlich und er ist so anspruchslos, dass er sogar in extrem trockenen Gebieten wachsen kann. Er benötigt keinen Dünger und auch Schädlinge und Krankheiten können ihm nichts anhaben. Wärme und Licht sind die einzigen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit dieser Baum gedeiht.
Das Einzige, worauf der Baum wirklich empfindlich reagiert, sind Kälte und Staunässe, weshalb es meist etwas schwierig ist, ihn in unseren Breitengraden anzupflanzen. Sollten Sie dennoch einen Versuch wagen wollen, Moringa bei sich heimisch zu machen, finden Sie auf > eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Die frischen Blätter eines eigenen Bäumchens können Sie zum Beispiel im Salat essen.
INFO
DER FEINE UNTERSCHIED
Achten Sie bei Moringaprodukten darauf, dass die Bezeichnung »Moringa oleifera« vermerkt ist, denn es gibt noch zwölf weitere Arten von Moringa. Die anderen besitzen allerdings nicht annähernd die Heilkraft, die Ihnen Moringa oleifera bieten kann.