Alice Pantermüller
Daniela Kohl
Mein Lotta-Leben
Und täglich grüßt der Camembär
Weitere Bücher von Alice Pantermüller im Arena Verlag:
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Die Reihe „Mein Lotta-Leben” ist auch als Hörbuch erhältlich.
Alice Pantermüller
wollte bereits während der Grundschulzeit „Buchschreiberin” oder Lehrerin werden. Nach einem Lehramtsstudium, einem Aufenthalt als Deutsche Fremdsprachenassistentin in Schottland und einer Ausbildung zur Buchhändlerin lebt sie heute mit ihrer Familie in der Lüneburger Heide. Bekannt wurde sie durch ihre Kinderbücher rund um „Bendix
Brodersen” und die Erfolgsreihe „Mein Lotta-Leben“.
Daniela Kohl
verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit kleinen Kritzeleien, die sie an ihre Klassenkameraden oder an Tanten und Opas verkaufte. Sie studierte an der FH München Kommunikationsdesign und arbeitet seit 2001 fröhlich als freie Illustratorin und Grafikerin. Mit Mann, Hund und Schildkröte lebt sie über den Dächern von München.
Und täglich grüßt der Camembär
Illustriert von Daniela Kohl
Für Hans Seeger
1. Auflage 2015
© 2015 Arena Verlag GmbH, Würzburg
Alle Rechte vorbehalten
Einband und Illustrationen: Daniela Kohl
Gesamtherstellung: Westermann Druck Zwickau GmbH
eBook-ISBN 978-3-401-80494-1
www.arena-verlag.de
Mitreden unter forum.arena-verlag.de
eBook-Herstellung:
readbox publishing, Dortmund
www.readbox.net
MITTWOCH, DER 27. AUGUST
Och menno, die Ferien sind vorbei. Vorgestern ist die Schule wieder losgegangen. Damit es sich wenigstens noch ein bisschen nach Ferien anfühlt, waren wir heute im
Cheyenne, Paul und ich.
Und wir haben Eis gegessen.
Und da hatte sie so was von recht, find ich! Paul fand das mit der Projektwoche auch gut. Obwohl er Schule genauso gut findet, glaub ich.
„Montag in einer Woche gehen wir dann noch ins Völkerkundemuseum!“, hat er total begeistert gerufen.
Dabei hat er geblinzelt, weil er ein bisschen auf der Brille hatte.
Cheyenne hat gekichert und dann ist ihr Eis abgebrochen und aufs Handtuch gefallen.
Da hat sie sich so runtergebeugt und es vom Handtuch gelutscht.
Unsere Projektwoche heißt „Andere Länder — andere Sitten“. Und zwar, weil wir da Sachen lernen, die Leute sonst nur in anderen Ländern machen. Heute Morgen sollten wir in einer Liste eintragen, bei welchen zwei Projekten wir mitmachen wollen:
hab ich Paul gefragt und lieber schnell an meinem Eis geleckt, weil das auch schon so TROPFIG an einer Seite war.
Da hat er erzählt, dass er FRANZÖSISCH gewählt hat und GEOMETRISCHES ORIGAMI Japanische Papierfaltkunst und Mathematik. das war ja mal wieDer typisch Paul!
Dass er sich solche komischen Sachen aussucht, mein ich. Schließlich lernt er seit diesem Schuljahr ja sowieso FRANZÖSISCH, auch ohne Projektwoche. Und das mit Mathe fand ich auch blöD. Ich freu mich ja gerade deshalb auf die Woche, weil wir
Mathe und so was haben!
Dabei ist sie aufgesprungen und hat ein bisschen getanzt wie in den Filmen. So mit den Armen hoch und mit verbogenen Fingern. Jedenfalls glaub ich, dass das so war wie in den Filmen. Ich hab ja noch nie einen Bollywood-Film gesehen.
Die Projektwoche ist nämlich für alle fünften und sechsten Klassen. Und wir sind ja jetzt in der
Ich hab Paul dann erzählt, dass Cheyenne und ich auch noch bei internationale kÜche sind. Cheyenne hat nämlich gemeint, dass es da bestimmt immer was Leckeres zu essen gibt. Und weil Mama ja meistens so ein komisches indisches Ajudingsbums-Zeugs mit Kichererbsen und Curry und so kocht, hab ich mir gedacht, dass bestimmt besser schmeckt als
Auf Bollywood hatte ich allerdings keine Lust, deshalb hab ich mir noch Masken der Südsee ausgesucht. Obwohl Cheyenne gesagt hat, Bollywood ist bestimmt besser als Masken der Südsee, weil dafür extra eine Lehrerin von der Tanzschule kommt.
Und das mit den Masken macht
, den wir ja sowieso immer in Kunst haben. Aber das ist mir egal, weil ich mich nicht so für tanzen und schminken interessiere und weil sich Masken der Südsee total
anhört.
Als wir unser Eis aufgegessen hatten, sind wir wieder ins Wasser gegangen, und zwar da, wo es tief ist. Ich hab einen total guten gemacht.
Cheyenne wollte auch einen machen, aber bei ihr ist das voll der Bauchklatscher geworden.
Danach hat sie am Beckenrand gesessen und die Hände auf den Bauch gedrückt und gesagt, dass sie sich jetzt konzentrieren muss, damit sie nicht ihr Eis wieder auskotzt.
Irgendwann war Cheyenne nicht mehr schlecht und da haben wir Arschbombe geübt. In Arschbombe war ich aber nicht so gut wie Cheyenne. Bei ihr hat es viel mehr gespritzt.
Mit einem Mal haben wir gesehen, dass aus unserer Klasse auch im Freibad war. Natürlich zusammen mit ihren dämlichen LÄMMER-GIRLS.
Wie die dummen Gänse sind sie rumgewatschelt und genau in unsere Richtung gekommen.
Cheyenne und ich
haben uns zugeblinzelt und dann haben wir zusammen
gemacht.
Gerade als Berenike vorbeigegangen ist. Die LÄMMER-GIRLS haben alle total rumgekreischt.
haben sie gerufen, als wir wieder aufgetaucht sind. Aber das war mir egal, Hauptsache, Berenike war NASS! Ha!
Weil es so gut geklappt hat, haben wir noch ein bisschen weitergeübt, Cheyenne und ich.
Und gerade, als ich eine besonders bombige Arschbombe geschafft hab, ist wieder jemand vorbeigegangen. Es war ein Junge und er war ungefähr so alt wie wir.
Leider ist der VOLL NASS geworden und hat angefangen zu schimpfen.
Ich wollte mich bei ihm entschuldigen, weil wir ihn ja nur aus Versehen NASS gemacht haben. Aber der Junge hat in einer anderen Sprache geschimpft und da dachte ich, dass der das ja gar nicht versteht, wenn ich auf Deutsch Entschuldigung sag. Also, da wusste ich nicht so ganz, was ich machen sollte. Und Cheyenne auch nicht.
Es war aber sowieso egal, weil ich weder auf Ägyptisch noch auf Brasilianisch Entschuldigung sagen kann.
Gerade da ist Paul auf dem Rücken vorbeigeschwommen und hat gesagt, dass der Junge schimpft.
Und dann hat er gewendet und ist wieder zurückgeschwommen.
Paul, mein ich.
Der andere hat immer noch rumgemeckert und seine Badehose ausgewrungen.
Also, was Paul alles weiß! Aber der hat ja auch seit vorgestern FRANZÖSISCH in der Schule.
Allerdings, ein bisschen FRANZÖSISCH konnte ich auch und deshalb hab ich
zu dem Jungen gesagt.
Damit der merkt, dass ich nass gespritzt hab. Und Cheyenne hat
gerufen.
Da hat er sich aber nur umgedreht und ist weggegangen. Dabei hat er immer noch wütend ausgesehen. Das konnte ich daran erkennen, dass er so stapfig gelaufen ist.
Cheyenne hat ihm hinterhergeguckt und „Hihi!“ gemacht. Und gesagt, dass der Junge aber schon ein bisschen süß ausgesehen hat. Da hab ich auch noch mal geguckt. Darauf hatte ich nämlich gar nicht geachtet.