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ISBN 978-3-417-26197-4 (lieferbare Buchausgabe)
CPI – Ebner & Spiegel, Ulm
© 2009/2014 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG
Bodenborn 43 · 58452 Witten
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Taschenausgabe, Motiv Aquarellfarbe
ISBN 978-3-417-26197-4
Best.-Nr. 226.197
Taschenausgabe mit Gummiband, Motiv Farbklecks
ISBN 978-3-417-26198-1
Best.-Nr. 226.198
Taschenausgabe, ital. Kunstleder rot
ISBN 978-3-417-26199-8
Best.-Nr. 226.199
Satz: OLD-Media, Heidelberg
Neues Testament
In () stehen die in dieser Bibel benutzten Abkürzungen
Matthäus (Mt)
Die Brücke – Einführung in das Matthäusevangelium
Die Geschichte von Jesus – erzählt von Matthäus
Markus (Mk)
Jesus – Einführung in das Markusevangelium
Die Geschichte von Jesus – erzählt von Markus
Lukas (Lk)
Begegnungen – Einführung in das Lukasevangelium
Die Geschichte von Jesus – erzählt von Lukas
Johannes (Joh)
Am Anfang – Einführung in das Johannesevangelium
Die Geschichte von Jesus – erzählt von Johannes
Apostelgeschichte (Apg)
Die Welt – Einführung in die Apostelgeschichte
Die Taten der ersten Botschafter von Jesus
Römer (Röm)
Botschaft – Einführung in den Römerbrief
Der Brief von Paulus an die Christen in Rom
1. Korinther (1Kor)
Gemeinde – Einführung in den ersten Korintherbrief
Der erste Brief von Paulus an die Christen in Korinth
2. Korinther (2Kor)
Realität – Einführung in den zweiten Korintherbrief
Der zweite Brief von Paulus an die Christen in Korinth
Galater (Gal)
Freiheit – Einführung in den Galaterbrief
Der Brief von Paulus an die Christen in Galatien
Epheser (Eph)
Friede – Einführung in den Epheserbrief
Der Brief von Paulus an die Christen in der Stadt Ephesus
Philipper (Phil)
Freude – Einführung in den Philipperbrief
Der Brief von Paulus an die Christen in der Stadt Philippi
Kolosser (Kol)
Versöhnung – Einführung in den Kolosserbrief
Der Brief von Paulus an die Christen in der Stadt Kolossä
1. Thessalonicher (1Thes)
Grundlagen – Einführung in die Thessalonicherbriefe
Der erste Brief von Paulus an die Christen in Thessalonich
2. Thessalonicher (2Thes)
Der zweite Brief von Paulus an die Christen in Thessalonich
1. Timotheus (1Tim)
Verantwortung – Einführung in die Timotheusbriefe
Der erste Brief von Paulus an Timotheus
2. Timotheus (2Tim)
Der zweite Brief von Paulus an Timotheus
Titus (Tit)
Mut – Einführung in den Titusbrief
Der Brief von Paulus an Titus
Philemon (Phim)
Familie – Einführung in den Philemonbrief
Der Brief von Paulus an Philemon
Hebräer (Hebr)
Vertrauen – Einführung in den Hebräerbrief
Der Brief an die Christen, die zur Volksgruppe der Hebräer gehören
Jakobus (Jak)
Tat – Einführung in den Jakobusbrief
Der Brief von Jakobus
1. Petrus (1Petr)
Hoffnung – Einführung in die Petrusbriefe
Der erste Brief von Petrus
2. Petrus (2Petr)
Der zweite Brief von Petrus
1. Johannes (1Jo)
Leben – Einführung in die Johannesbriefe
Der erste Brief von Johannes
2. Johannes (2Jo)
Der zweite Brief von Johannes
3. Johannes (3Jo)
Der dritte Brief von Johannes
Judas (Jud)
Klarheit – Einführung in den Judasbrief
Der Brief von Judas
Offenbarung (Offb)
Vision – Einführung in das Buch Offenbarung
Das Buch der Enthüllungen
Die Psalmen
Im Gespräch mit Gott – Einführung in die Bücher der Gotteslieder
Die Bücher der Gotteslieder
Das Buch.
Du hältst es in deiner Hand.
Das Buch.
Nichts anderes bedeutet das Wort Bibel.
Das Buch.
Obwohl es aus vielen einzelnen Büchern besteht, bildet es doch eine Einheit. Denn es trägt eine wichtige Botschaft in sich. Die Botschaft von Gott. Das macht es einzigartig. Das macht es auch unverzichtbar.
Das Buch.
Ursprünglich auf Hebräisch und Griechisch geschrieben, wurde es in unzählige Sprachen übersetzt. Nach wie vor ist es das meistgedruckte, meistgelesene und auch das meistbekämpfte Buch der Weltgeschichte.
Unzählige Menschen haben aus diesem Buch Kraft für ihr Leben gezogen.
Das Buch.
Es spricht von allem, was für uns Menschen wichtig ist.
Von Liebe und Gnade, von Hoffnung und Frieden, von Werten und Zielen. Von Freude und Schmerz. Von Tod und von Leben.
Das Buch.
Es bleibt. Denn es trägt in sich nicht mehr und nicht weniger als die ewige Botschaft Gottes, die allen Menschen zu allen Zeiten gilt.
Gerade deshalb muss es immer neu übersetzt werden. In alle Sprachen, Kulturen und Zeiten hinein.
Das Buch.
So heißt diese neue Bibelübersetzung. Das Ziel: dass Leute von heute, Menschen des 21. Jahrhunderts, verstehen, welche Kraft und Wahrheit in diesem Buch liegen.
Das Buch.
Hier erscheint es in einer neuen Ausgabe.
Sie besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil: Das Neue Testament. Die Geschichte von Jesus. Und die Schriften seiner ersten Nachfolger. Paulus, Petrus, Jakobus, Judas, Johannes und andere.
Der zweite Teil: Die Psalmen. Gotteslieder. Genau das sind diese hundertfünfzig Gedichte. Lieder von Gott. Lieder, gerichtet an Gott. Bittgebete, Klagelieder, Lobgesänge. Segensworte. Diese Texte, teilweise dreitausend Jahre alt, sprechen uns auch heute noch ins Herz.
Das Buch.
Die Bibel – ein einzigartiges Buch. In ihm kommt Gott selbst zu Wort. In der Bibel kommen wir in Kontakt mit ihm. Mit ihm, in dem sich Gott uns zeigt. Mit Jesus, dem Messias.
Jesus.
Von ihm handelt das Buch. Schon in den Psalmen ist er zu erahnen. Ganz deutlich und klar tritt er uns dann im Neuen Testament vor Augen. Zu ihm sagte einmal einer seiner Freunde:
»Herr, wo sollten wir uns denn hinwenden?
Deine Worte tragen das unzerstörbare, ewige Leben in sich.«
(Johannesevangelium 6,68)
Dass viele Leser dieses Leben finden, ist meine Hoffnung.
Roland Werner
P.S.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die mich in dieser Übersetzungsarbeit unterstützt haben. Beim Neuen Testament waren das Guido Baltes, Christina Brudereck, Hans-Werner Durau, Oliver Roman, Michael Schröder, Hermann Traub und nicht zuletzt Lars Nathanael Meyer.
Die Übersetzung der Psalmen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht wird, ist in intensiver Zusammenarbeit mit Yasin Adigüzel entstanden, dem ich sehr dafür danke. Und nicht zuletzt danke ich den Mitarbeitern des Verlages von Herzen für alle Unterstützung.
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Matthäus. Ganz und gar nicht zufällig ist das der erste Bericht über Jesus, der im Neuen Testament abgedruckt ist. Das erste Evangelium.
Evangelium – gute Nachricht, Gottesbotschaft – so wurden diese Berichte über das Leben und das Sterben von Jesus genannt. Natürlich blieben sie da nicht stehen, sondern berichteten weiter, von dem, was dann geschah.
Von dem Unerwarteten, Unglaublichen, Unerhörten.
Davon, dass der tote Jesus nicht im Tod blieb.
Kein Wunder, dass diese Botschaft alles sprengte.
Alle Vorstellungskraft. Alles Herkömmliche. Alles, was man einfach mal so leicht zur Kenntnis nehmen und dann an die Seite legen kann.
Und auch das ist kein Wunder, dass die Berichte über Jesus in einer ganz neuen literarischen Form dargestellt werden mussten.
So etwas wie die Evangelien gab es vorher noch nicht. Das ist ein Evangelium: Ein Lebensbericht, der nicht nur die Worte und Taten der Hauptperson in den Mittelpunkt rückt, sondern vor allem sein Sterben. Und ein furchtbares, schändliches Sterben noch dazu. Nämlich das am Hinrichtungsgerät Kreuz. Das war etwas völlig Neues in der antiken Literatur und bleibt bis auf den heutigen Tag außergewöhnlich.
Ein Evangelium ist also ein Lebensbericht und ein Todesbericht.
Und dann am Ende doch wieder ein Lebensbericht. Weil Jesus nicht im Tod blieb.
Evangelium – das heißt Siegesnachricht. So wurde dieses Wort damals gebraucht. Es ist ein politisches Wort, das einen neuen Erlass des römischen Kaisers bezeichnete. Oder die Nachricht über die Geburt des Thronfolgers. Oder die Botschaft von einem Sieg über Feinde des Reiches.
Und doch hat das Wort einen tieferen Hintergrund. Schon in den heiligen Büchern des ersten Bundes, die wir heute zusammenfassend Altes Testament nennen, erscheint es.
Jesaja, der Prophet, ruft aus:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!
(Übersetzung Luther 1984)
Da ist es schon, das Wort: Die Freudenboten bringen die Freudenbotschaft, also ein Evangelium.
Eine Siegesnachricht.
Eine Botschaft von der Befreiung.
Gott kommt nahe. Und mit ihm Gutes, Heil, Frieden, Freiheit.
Solch ein Evangelium wollte Matthäus schreiben.
Eine Nachricht, die Freude bringt.
Seine eigene Geschichte hat er mit hineingeschrieben.
Im neunten Kapitel begegnet er uns: Levi Matthäus, der Steuereintreiber.
Er wurde zu einem Nachfolger von Jesus, einem Weggefährten. Und damit zu einem Augenzeugen. Was er sah, hörte, erlebte, erfuhr, das schrieb er auf.
Möglicherweise zuerst auf Hebräisch, wie Papias, ein Kirchenvater aus dem frühen 2. Jahrhundert nach Christus, erzählt.
Auf jeden Fall ist Matthäus tief im Alten Testament verwurzelt.
Sein Evangelium ist voller Zitate aus diesem ersten Buch Gottes. Auf Schritt und Tritt weist er darauf hin, dass das, was Jesus tat und sagte, was er erlebte und erlitt, eine Erfüllung der Voraussagen dieses grundlegenden Gottesbuches war.
So bildet Matthäus eine Brücke zwischen den Zeiten.
Eine Brücke, die vom Alten zum Neuen Testament führt.
Eine Brücke, die weit gespannt ist.
Sie reicht vom Familienstammbaum von Jesus, angefangen bei Abraham, im ersten Kapitel, bis hin zum Auftrag an die Jesusnachfolger, in alle Welt, zu allen Völkern zu gehen – mit dieser guten Nachricht über Jesus – in den letzten Sätzen seines Buchs.
Sein Evangelium ist voll. Randvoll.
Wunderbare Worte, Wunder wirkende Taten begegnen uns auf Schritt und Tritt.
Mit all dem will Matthäus nur eins:
Er will uns eine Brücke bauen in die Gegenwart von dem, über den er schreibt.
In die Gegenwart von Jesus.
Matthäus – Die Brücke.
Wahres Glück finden die, die darauf gehen.