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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik, Note: 1-2, Uniwersytet Zielonogórski, 26 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Thesen zum Genitivschwund und Methodik der vorliegenden Untersuchung: Die meisten Studien über den historischen oder den gegenwärtigen Genitivgebrauch behaupten für den Objektsgenitiv (OG) einen „Schwund“, relativieren diese Schwundthese dann aber im Hinblick auf eine generelle Zunahme der Verwendung des Genitivattributs in der Gegenwartssprache. In diesem Beitrag sollen beide Thesen modifiziert werden, indem der historisch belegte Rückgang des OG in einen Zusammenhang gebracht wird mit der – in manchen Bereichen zu beobachtenden – zunehmenden Verwendung von Genitivattributen. Da die „Schwund“-These in Bezug auf den OG hinreichend belegt ist, verzichten wir in diesem Beitrag auf eine erneute Darstellung und konzentrieren uns zunächst auf die Verwendung des Genitivattributs (GA) in der Gegenwartssprache. Wir gehen von folgenden Beobachtungen aus, die zugleich unsere Vorgehensweise bestimmen: 1. Eine quantitative Zunahme des GA lässt sich nicht für alle sprachlichen Bereiche gleichermaßen postulieren. Daher müssen bei der Analyse zunächst gesprochene Sprache und Schriftsprache gegeneinander abgegrenzt werden; es müssen des Weiteren innerhalb der gesprochenen Sprache Bildungs niveau der Sprecher sowie Redeanlässe unterschieden werden; für die Schriftsprache müssen textsortenspezifische Unterscheidungen vorgenommen werden. 2. Lässt sich auch nicht behaupten, dass in allen sprachlichen Bereichen gleichermaßen eine Zunahme der Verwendung von GA zu beobachten ist, so kann man doch formulieren, dass das Attribut zu den häufigsten Erscheinungsformen des Genitivs in der Gegenwartssprache gehört. Analysiert man dessen Verwendung aber nicht allein im Hinblick auf Quantität, sondern auch auf semantische Qualität bzw. Funktion, so wird deutlich, dass das Attribut charakteristische Merkmale zeigt, die den historischen OG auszeichneten; daher lässt sich unseres Erachtens eher von einer Rückwanderung als von einem Schwund sprechen. Das Material, an dem wir diese Thesen überprüft haben, rechtfertigt aufgrund seines geringen Umfangs sicher noch keine Behauptung der Repräsentativität; es soll uns aber als stichprobenartige Modifizierung bisher geäußerter Thesen dienen und zu einem erneuten Hinterfragen ermutigen. Für den Bereich „gesprochene Sprache“ wurden von uns vor allem spontane Redebeiträge von Talk-Show-Gästen ausgewertet. Um zwischen verschiedenen Bildungshintergründen der Sprecher unterscheiden zu können entschieden wir uns für drei Sparten: [...]
  • Book type: E-book
  • Language: German
  • Ean Code: 9783638381529
  • ISBN: 9783638381529
  • Publisher: GRIN Verlag
  • E-Book type: PDF
  • Author: Ewa Strzalkowska
  • Kopierschutz: No DRM
  • Gift: No
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